Auf 321 Einsätze im Jahr 2025 blickte die Gesamtwehr Schopfheim zurück. Großes Thema war der Feuerwehrbedarfsplan und die Neuausrichtung auf zwei moderne Feuerwachen.
Vor allem der Einsatz in Ehner-Fahrnau war herausfordernd, wie Steffen Hofmann, Kommandant der Gesamtfeuerwehr Schopfheim, bei der Hauptversammlung zurückblickte. Im Gespräch mit Moderater Andreas Lenz wurde auf die Höhepunkte des vergangenen Einsatzjahrs geblickt.
In Fahrnau sei man zu einem Vollbrand alarmiert worden. „Zum Glück wurden die beiden Personen auch erfolgreich gerettet“, sagte Hofmann. Zur genauen Brandursache könne er auch heute noch nichts sagen, das Gebäude hatte zum Zeitpunkt des Eintreffens bereits gut gebrannt. 180 Einsatzkräfte waren damals vor Ort.
Insgesamt blickte Hofmann auf 321 Einsätze im Jahr 2025 zurück – „eine stattliche Zahl“ wie er sagte. Darunter war auch ein Gefahrstoffaustritt, wobei die Wehr tatsächlich ein „Labor“ vorgefunden habe in einem Wohnhaus, dass sich ein Chemiker eingerichtet hatte und, wo auch Pikrinsäure festgestellt worden war.
230 Einsatzkräfte in allen Abteilungen
Auch auf die Personalsituation der Wehr blickten Hofman und Lenz. Mit 230 Einsatzkräften verteilt auf alle sieben Abteilungen, sei die Mannschaftszahl relativ konstant. Ausbaufähig sei weiterhin die Anzahl der Atemschutzgeräteträger. Hierfür seien 150 Kameraden ausgebildet.
Die stellvertretende Kommandantin Juli Blum berichtete von der Arbeitsgruppe„Alarm- und Ausrückeordnung“. In dieser sei die Idee entstanden, einzelne Ausrückbereiche zu gründen, damit die einzelnen Abteilungen auch in das Stadtgebiet ausrücken und ihre Einsatzzahlen erhöhen können. Nach zwei Jahren soll dazu ein Resümee gezogen werden.
Hofmann gab bekannt, dass die Auslieferung des Wechselladerfahrzeugs und des ersten Abrollbehälters nun anstehe, im Juni soll das Fahrzeug kommen. Er sprach den Feuerwehrbedarfsplan als „ein großes Thema“ an: „Da gibt es viel zu tun, viel weiter zu entwickeln.“
Er bedankte sich bei Bürgermeister Dirk Harscher und dem Gemeinderat, dass die Mittel, sofern möglich, zur Verfügung gestellt würden und die Wehr unterstützt werde.
Zwei Standorte der richtige Weg
Bürgermeisters Harscher sprach davon, dass die Anforderungen an den Bevölkerungsschutz steigen würden. Die Einsätze würden komplexer, die Erwartungen an Schnelligkeit und Professionalität größer. „Unser Feuerwehrbedarfsplan zeigt klar, dass wir handeln müssen“, betonte Harscher. „Und er zeigt ebenso klar, dass wir einsatztaktisch auf dem richtigen Weg sind.“ Die Neuausrichtung auf zwei moderne Feuerwachen – verbunden mit einer interkommunalen Zusammenarbeit – sei nicht nur eine bauliche Entscheidung, sondern eine starke Weichenstellung für die nächsten Jahrzehnte. „Aktuell können wir die Hilfsfristen nur mit Mühe einhalten“, so Harscher, selbst Feuerwehrmann. Die bestehenden Gerätehäuser in den Teilorten seien in die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig. „Mit zwei leistungsfähigen Standorten bündeln wir Kräfte, verbessern die Erreichbarkeit und schaffen moderne Bedingungen für Ausbildung, Technik und Einsatzbereitschaft“, sagte der Bürgermeister. In der Übergangsphase ständen im Haushalt weiterhin Mittel bereit, um die Ausrüstung zu erneuen, Fahrzeuge instand zu halten und die Einsatzfähigkeit der heutigen Standorte sicherzustellen. „Das ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit“, betonte Harscher. Er zählte zahlreiche Investitionen auf, die 2025 getätigt wurden, etwa die neue moderne Schlauchpflegeanlage für rund 87 000 Euro.
Die Jugendarbeit trägt Früchte
Bei der Versammlung wurden 15 Kameraden in die Einsatzabteilungen aufgenommen. Diese Anzahl zeige, dass die „Jugendarbeit Früchte trägt“, so Hofmann.
Sven Burger erzählte 24 Mitgliedern in der Kinder- und 84 in der Jugendfeuerwehr sowie vier Übernahmen in die Einsatzabteilungen. Sieben Kinder wechselten in die Jugendwehr.
Blick in den Landkreis: Digitalfunk eingeführt
Der stellvertretende Kreisbrandmeister Dietmar Fink bedankte sich im Namen des Landkreises, vor allem auch für die vielen zusätzlichen Aufgaben, die die Wehr im Kreis übernommen habe. Er berichtete, dass die Einführung des Digitalfunk für Fahrzeuge und Gerätehäuser zum 30. Dezember 2025 vollzogen worden ist.
Ehrungen für langjährige Feuerwehrleute
Zahlreiche Ehrungen konnten in der Versammlung vorgenommen werden. Eine besondere Ehrung erfuhr Hauptbrandmeister Markus Eichin von der Abteilung Stadt, er erhielt die Ehrennadel vom Kreisfeuerwehrverband in Gold.
Das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber für 40 Jahre Dienstzeit bekamen Dirk Harscher und Werner Schwald von der Abteilung Langenau sowie Thomas Keller und Andreas Reichert von der Abteilung Raitbach.
Für 25 Jahre wurden Patrick Joachimi von der Abteilung Wiechs,
Daniel Greiner von der Abteilung Raitbach sowie Daniel Gerstner von der Abteilung Gersbach geehrt. Für 15 Jahre gab es das Ehrenzeichen in Bronze für Florian Pfeiler und
Felix Zerrer von der aus Langenau, Nadina Häßler und Jannik Weidner aus Kürnberg, Lukas Klenk, Max Schmid und Florian Streich aus Gersbach, sowie Tobias Beckert von der Abteilung Stadt.
Wahlen: Bei den anstehenden Wahlen wurde Andreas Ühlin wurde zum Schriftführer gewählt.