Diakon Oliver Pfaff segnete das neue HLF 20 der Schömberger Feuerwehr mit viel Weihwasser. Begleitet wurde er dabei von Gesamtkommandant Bruno Weckenmann. Foto: Volker Schweizer

Die Schömberger Feuerwehr freut sich riesig über ihr neues Einsatzfahrzeug HLF 20.

Nagelneu ist das rote Riesenauto, ein sogenanntes HLF 20 – die Abkürzung steht für Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug – nicht mehr. Es steht seit mehr als einem halben Jahr in der Schömberg Wache und war schon 52 Mal im Einsatz - zu Übungszwecken.

 

Nach wie vor ist die Freude aber groß, denn die Schömberger mussten vier Jahre darauf warten, bis sie das Vorgängermodell ausrangieren konnten. Das war 32 Jahre alt und hatte mehr als 1000 Einsätze auf dem Buckel hatte.

Auch der Ungeweihte erkennt, dass jede Menge moderne Technik in dem HLF 20 steckt. Es wurde auf die Bedürfnisse der Schömberger Feuerwehrleute maßgeschneidert, was sich im stolzen Preis von 550 000 Euro niederschlägt.

Genau 550 000 Euro kostet das HLF 20

Nun wurde die offizielle Inbetriebnahme nachgeholt. Das Wetter hätte nicht besser sein können. Vor der kleinen Feierstunde tummelte sich im Magazin und davor mächtig viel Volk.

„Heute fallen Weihnachten und Geburtstag zusammen“, rief Gesamtkommandant Bruno Weckenmann der Festgemeinde zu. Er dankte der Verwaltung und dem Gemeinderat für die „weitsichtige Entscheidung“. Sie hätten damit bewiesen, dass ihnen die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sehr am Herzen liege.

Bürgermeister Karl-Josef Sprenger erinnerte daran, dass schon im Dezember 2019 beschlossen worden sei, den Fuhrpark auf den neuesten Stand zu bringen. Ein Jahr später habe man das HLF 20 bestellt.

Bei der offiziellen Schlüsselübergabe (von rechts): Bürgermeister Karl-Josef Sprenger, Gesamtkommandant Bruno Weckenmann, der stellvertretende Abteilungskommandant Sebastian Schneider, Abteilungskommandant Lucas Mager, Reiner Gehring von der Firma Schlingmann und Erhard Bröckel von der Firma Brandt. Foto: Volker Schweizer

Der Zuschuss vom Land belaufe sich auf 92 000 Euro, an der Stadt blieben somit 458 000 Euro hängen. Trotzdem stünden weitere Investitionen an: Neben einem Mannschaftstransportwagen werde der über 20 Jahre alte Einsatzleitwagen der Schömberger Wehr ersetzt.

Einen detaillierten Einblick ins „Innenleben“ gab Abteilungskommandant Lucas Mager. So verfügt das HLF 20 über 290 PS, einen 2000 Liter fassenden Wassertank, eine hydraulische Seilwinde und Beleuchtung. Letztere war spät am Abend – die Veranstaltung war mit „Nacht der offenen Tore“ überschrieben – noch ein Hingucker.

Funkrufname: „Florian Schömberg 1/46“

Bevor „Florian Schömberg 1/46“, so lautet der Funkrufname, im Städtle vorfuhr, gab es mehr als 50 Besprechungen mit beauftragten Firmen. Der Fahrzeugausschuss tagte nicht nur einmal, und an die 800 Stunden Zeit wendeten die engagierten Feuerwehrmitglieder auf.

Magers Fazit: „Wir sind zu 100 Prozent zufrieden. Unsere Einsätze können in Zukunft noch optimierter ablaufen.“

Wie es sich bei solchen Anlässen gehört, durfte auch die kirchliche Segnung nicht fehlen. Diese nahm Diakon Oliver Pfaff mit viel Weihwasser vor. Sein Jahrgänger Bruno Weckenmann attestierte ihm als „Ministrant“.

Jede Menge Spaß hatten die Kinder, die den Umgang mit dem Löschschlauch üben konnten. Foto: Volker Schweizer

Schömbergs Bürgermeister leitete mit dem Fassanstich den gemütlichen Teil ein. Die „AH-Musik Reiß-Aus“, eine Musikkapelle aus Frohnstetten, die fast nur aus ehemaligen Fußballspielern besteht, sorgte für zünftige Begleitmusik, während die Kinder auf der Hüpfburg toben und mit Feuerwehrschläuchen hantieren durften. Die Erwachsenen schauten sich die ausgestellten Fahrzeuge und das Magazin an.

Die Jugendfeuerwehr – 32 Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren – zeigte bei einer kleinen Übung, was sie bei Gruppenführer Thomas Hohn und bei Samuel Weckenmann gelernt hat.

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