Selfie vor dem 246 Meter Turm: Die Rangendinger Feuerwehrleute, die beim letztjährigen Towerrun dabei waren. Foto: Feuerwehr Rangendingen

Der TK Elevator Towerrun in Rottweil ist körperlich eine echte Herausforderung, der sich am kommenden Sonntag nicht nur Treppenstürmer aus der ganzen Welt, sondern auch die Feuerwehr Rangendingen stellt. Wie sich die Teilnehmer darauf vorbereitet haben.

246 Meter ist er hoch: Der Rottweiler TK-Elevator-Testturm ist nicht nur ein weithin sichtbares Wahrzeichen der Kreisstadt, sondern auch eine echte Herausforderung für die Mutigen, die ihn nicht mit dem Aufzug, sondern über das Treppenhaus erklimmen wollen. Da muss man Ausdauer mitbringen, immerhin gilt es, 1390 Treppenstufen zu überwinden, falls man es bis zur Turmspitze mit Deutschlands höchster Aussichtsplattform schaffen will.

 

In voller Montur den Turm hinaus

Die Herausforderung ist inzwischen zum Event geworden: Einmal im Jahr wird der TK Elevator Towerrun abgehalten. Auch wenn viele Einzelpersonen und Läufer aus verschiedenen Vereinen an den Start gehen, ist die beeindruckendste Disziplin der Feuerwehr-Lauf: Feuerwehrleute stürmen in voller Montur – mit Schutzkleidung und voller Atemausrüstung – als Zweierteams die enge Treppe hinauf.

Viele Wehren aus der Region gehen an den Start – und auch die Freiwillige Feuerwehr Rangendingen wagt sich an die knapp 232 Meter, die es bis zur Besucherplattform wendeltreppenartig zu bezwingen gilt.

Sechs Wehrkameraden aus Rangendingen sind dabei

„Wir sind mit insgesamt sechs Kameraden in drei Teams dabei – sie treten in voller Montur an“, erklärt Feuerwehrkommandant Frieder Dieringer im Gespräch mit der Redaktion. Bereits im letzten Jahr waren die Rangendinger beim Towerrun dabei – angefeuert wurden sie vor Ort durch mitgereiste Kameraden.

Trainieren würden die Sechs für den diesjährigen Lauf schon länger, um sich auf die Herausforderung vorzubereiten, erklärt Dieringer: Sie würden dabei nicht nur den Treppensteiger in einem Fitnessstudio frequentieren, sondern hätten als Vorbereitung schon mehrere Treppen in der Region bestiegen. Einige der Teilnehmer wären sogar einen Schritt weiter gegangen und hätten bei Schanzenläufen (die Ski-Sprung-Schanzen hinaufführen) mitgemacht, so der Kommandant.

Volle Atemausrüstung sorgt für Extragewicht

Dokumentiert wurde das Training auch auf dem Facebook-Auftritt der Rangendinger Wehr. Dort sieht man, wie sie in voller Montur den Aufstieg zum Haigerlocher Schloss erklimmen: Bereits seit dem Frühjahr trainieren die Feuerwehrleute und haben auch bereits den Treppenraum eines Hochhauses in Angriff genommen.

Das ist alles andere als einfach: Denn die „Persönliche Schutzausrüstung“ (PSA), die auch beim Towerrun zum Einsatz kommt, sorgt für ein zusätzliches Gewicht von 20 Kilogramm. Wie Dieringer erklärt, wird für den Lauf im Thyssenkrupp-Testturm der Pressluftatmer eingeschlossen – die Atemluft in den 300-Bar-Tanks muss für den kompletten Aufstieg bis zur Besucherplattform reichen, was sich wiederum auf das Gewicht auswirke.

„Habe höchsten Respekt vor denen, die mitmachen“

Trotz des anstrengenden Trainings und der Herausforderung beim Event selbst, sei der Kampfgeist und die Begeisterung bei den sechs Rangendinger Turmstürmern groß: „Die fiebern richtig darauf hin und bereiten sich entsprechend vor“, so Dieringer. „Ich habe höchsten Respekt vor denen, die mitmachen – ich könnte das nicht“, erklärt der Feuerwehrkommandant lachend.