Manuel Suhr (von links) und Bürgermeister Matthias Winter gratulieren den neu gewählten Ausschussmitgliedern Thomas Werner, Harald Böß und Dieter Lippert. Foto: Wagner

Menschen retten, Sachwerte schützen – Die Feuerwehr Oberndorf blickt auf ein intensives Einsatzjahr zurück und sieht sich für die Zukunft gut gewappnet.

Zu Beginn der Hauptversammlung der Feuerwehr Oberndorf, Abteilung Kernstadt, verlieh Abteilungskommandant und Stadtbrandmeister Manuel Suhr seiner Erleichterung darüber Ausdruck, dass auch im vergangenen Jahr alle Einsatzkräfte unbeschadet und gesund von allen Einsatz- und Übungsstunden zurückgekehrt seien.

 

Suhr berichtete, dass das Geschäftsjahr 2024 neben den alltäglichen Aufgaben auch einige Herausforderungen gebracht und von größeren Einsätzen geprägt gewesen sei.

Großbrände und schwere Verkehrsunfälle

Zu 164 Einsätzen wurde die Kernstadtwehr im vergangenen Jahr alarmiert und im Rahmen dieser Einsätze 158 mal auf der Gemarkung Oberndorf und achtmal bei Überlandhilfeeinsätzen tätig.

Großbrände und Einsätze bei schweren Verkehrsunfällen erforderten insgesamt 4054 Einsatzstunden von den 54 Kameraden, um Menschenleben zu retten und Sachwerte vor größerem Schaden zu bewahren.

Suhr erinnerte an mehrere Einsätze, die bei den Einsatzkräften schwer zu ertragende Eindrücke hinterlassen hätten. Er wies aber auch darauf hin, dass jederzeit die Möglichkeit einer professionellen Nachsorge für die Einsatzkräfte bestehe.

Hilfe auf hohem Niveau

Der Kommandant konnte von einer Vielzahl an Lehrgängen und Fortbildungen berichten, die besucht wurden, um dem immer größer werdenden Anforderungsprofil der Feuerwehr gerecht zu werden.

Um Hilfe auf hohem Niveau bieten zu können wurde kräftig in die Feuerwehr investiert. Die Zusatzalarmierungssoftware „Alamos“ wurde eingeführt und neben zahlreichen Neu- und Ersatzbeschaffungen verfügt man nun auch über Planübungsplatten. Zudem wird im März 2026 ein neues LF10 an die Abteilung ausgeliefert.

Aber auch die gesellige Pflege der Kameradschaft kam bei den Floriansjüngern nicht zu kurz. Mit Veranstaltungen wie beispielsweise dem Maibaumstellen, Fasnetsveranstaltungen und dem Feuerbratenessen leistete man Beiträge zum kulturellen Leben im Städtle.

Für ihn sei es ein sehr spannendes und erfolgreiches Jahr gewesen bekannte der Stadtbrandmeister bevor er sich bei seiner Familie, Bürgermeister Mathias Winter und dem Gemeinderat sowie bei den Kameraden für die große Unterstützung bedankte und mit dem Wahlspruch „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“ seinen Bericht abschloss.

Jugendfeuerwehr zeigt großes Engagement

Hans Jörg Rapp präsentierte der Versammlung einen perfekten Kassenbericht dem die Kassenprüfern Richard Eberle und Günther Benedix eine korrekte Ausführung bestätigten.

Mathias Altenburger berichtete über die Jugendabteilung, die derzeit über 22 Mädchen und Jungen verfügt und mit einer Beteiligung von 88 Prozent bei den Übungsdiensten sehr großes Engagement zeigt.

Neben den Übungsdiensten nahmen die jungen Feuerwehrleute an der Bildersuchfahrt teil, absolvierten einen 24-Stundendienst und besuchten den Bochinger Weihnachtsmarkt. Der Abteilungskommandant bedankte sich bei Altenburger und betonte die Wichtigkeit der Jugendfeuerwehr für die Nachwuchsarbeit.

Lobende Worte für die Feuerwehr

Bürgermeister Winter bedankte sich persönlich, aber auch im Namen der der Verwaltung und des Gemeinderates bei den Feuerwehrleuten. Er lobte die professionelle Arbeit und den Zusammenhalt in der Wehr sowie die wunderbare Zusammenarbeit mit den anderen Blaulichtorganisationen. Sein Dank galt auch den Familien der Einsatzkräfte.

Die Entlastung des Ausschusses wurde von der Versammlung einstimmig erteilt. Jan Müller vom Deutschen Roten Kreuz bedankte sich ebenfalls für das vertrauensvolle miteinander, dass er so noch nicht erlebt habe.

Geschenke für eine hohe Übungsbeteiligung

Bei den Wahlen galt es drei Ausschussmitglieder zu wählen. Thomas Werner und Dieter Lippert stellten sich wieder zur Verfügung, während sich für den ausscheidenden Simon Rohrer Harald Böß zur Verfügung stellte. Alle drei wurden ins Gremium gewählt.

Zum Ende der Versammlung gab es noch die Weingeschenke für gute Übungsbeteiligung. An 88 Prozent nahmen Harald Böß, Jörg Fluhr, Nicolas Gross, Matthias Hipp und Fabian Riegraf teil.

94 Prozent der Übungsstunden besuchten Roland Fluhr, Marian Kraft, Dieter Lippert, Daniel Pineda, Simon Rohrer, Wendelin Scherer, Endre Tudor, Eric Wasmut und Pascal Wößner. Bei allen Übungen dabei waren Thilo Götz, Felix Kramer, Daniel Suhr, Thomas Werner und Tobias Wilhelmi.