Die Bauarbeiten sind hiermit offiziell gestartet. Foto: Thomas Fritsch

Der symbolische Baggerbiss gab vergangenen Donnerstag den Startschuss für den Bau des neuen Neubulacher Feuerwehrhauses. Zukünftig sollen am Waldweg alle fünf Abteilungen eine gemeinsame Heimat finden.

Der 6. Februar war der Tag, da war es endlich soweit: Mit dem offiziellen Baggerbiss begann am Donnerstagabend der Bau des neuen Feuerwehrhauses am Waldweg in Neubulach. Damit nimmt ein Projekt konkrete Formen an, das die vergangenen Jahre akribisch geplant wurde und das die Freiwillige Feuerwehr Neubulach für die Zukunft rüsten soll.

 

Bei winterlicher Kälte und leichtem Schneetreiben fand sich die Feuerwehr Neubulach zahlreich zum Baggerbiss ein – von Altersgruppe bis Jugendfeuerwehr.

Das Besondere an dem Vorhaben: Erstmals werden alle fünf bisher eigenständigen Abteilungen der Ortsteile in einem gemeinsamen Gebäude untergebracht. Die Planungen für das neue Feuerwehrhaus gehen auf den Feuerwehrbedarfsplan 2021 bis 2025 zurück. Doch praktisch waren seit 2019 Standort, Größe und allerlei Details des neuen Feuerwehrhauses Gegenstand intensiver Überlegungen der Verwaltung und der Feuerwehr selbst.

Angesichts der nun beginnenden Bauarbeiten zeigte sich die Neubulacher Bürgermeisterin Petra Schupp höchst erfreut: „Es ist mir eine große Herzensangelegenheit,“ erklärte sie in ihrer Ansprache vor der versammelten Feuerwehr und den anwesenden Gästen. Sie sei zuversichtlich, dass man eine Bauzeit von eineinhalb bis zwei Jahren einhalten könne. Entsprechend wäre das Gebäude Ende 2026 oder Anfang 2027 fertig.

Schnell erreichbar für alle Kameraden der Feuerwehr

Für die Wahl des Standorts wurden erstmals die Wohn- und Arbeitsorte aller Mitglieder der Feuerwehr systematisch erfasst, um so den optimalen Platz zu ermitteln. Die Wahl fiel auf den Waldweg, so Schupp, der den Berechnungen zufolge die besten Voraussetzungen für eine schnelle Erreichbarkeit bietet. Die Stadt Neubulach stellte eigens einen Bebauungsplan für das Projekt auf – nun konnten endlich die Bauarbeiten starten. Das neue Feuerwehrhaus soll somit Platz für mehr als 140 Feuerwehrleute bieten.

Auch die Jugendfeuerwehr sowie die Alterswehr erhalten hier ihre neue Heimat. Ein moderner Übungshof soll das Training für verschiedene Einsatzszenarien ermöglichen. Damit soll die Feuerwehr Neubulach künftig noch vereinter agieren können.

Gemeinschaftsgefühl und Tagesverfügbarkeit stärken

Die neue gemeinsame Heimat stärke nicht nur die Zusammenarbeit innerhalb der Feuerwehr, sondern erhöhe auch ihre Effizienz. Kreisbrandmeister Dirk Patzelt zeigte sich gelöst: „Ich freue mich. Der Neubau wird das Gemeinschaftsgefühl stärken und die Tagesverfügbarkeit hochhalten.“ Für das ambitionierte Bauprojekt wurden sechs Millionen Euro eingeplant. Schupp zeigte sich überzeugt: „Die sechs Millionen Euro, wie sie im Plan stehen, können wir halten.“

Bauzeit und Kosten sollen eingehalten werden

Nach der langen Planungsphase sei es endlich so weit, nun könne es richtig losgehen, so Schupp. Seit die damalige Bedarfsplanung ergeben hatte, dass ein solcher Bau sinnvoll sei, hatte man für die Planungen, die Abstimmungen und das Genehmigungsverfahren gebraucht. Nun sei zu wünschen, meinte Schupp, „dass alles flott geht und alle immer gesund von der Baustelle gehen.“