Schüler durften mit der Leiter in luftige Höhen. Foto: Fritsch

Mehr als 250 Schüler informierten sich beim Katastrophenschutztag am Feuerwehrhaus Nagold über Feuerwehr, DRK und Notfallseelsorge. Das war geboten.

Wie öffnet man ein Unfallfahrzeug? Was passiert bei einem großflächigen Stromausfall? Und wie werden Verletzte bei einer Katastrophe versorgt?

 

Antworten auf diese Fragen bekamen am Freitagvormittag mehrere Schulklassen aus Nagold beim Katastrophenschutztag am Feuerwehrhaus in der Vorderen Kernenstraße.

Zum Auftakt begrüßte der stellvertretende Feuerwehrkommandant Philipp Katz die Schulklassen im Feuerwehrhaus und führte in den Vormittag ein.

Einige Schüler sind in der Jugendfeuerwehr aktiv

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Feuerwehr Nagold, dem DRK-Ortsverein Nagold/Wildberg und der Notfallseelsorge im Landkreis Calw. Insgesamt nahmen Schüler der Christiane-Herzog-Realschule, des Otto-Hahn-Gymnasiums, der Zellerschule und der Burgschule teil.

An mehreren Stationen konnten die Schüler die Arbeit der Hilfsorganisationen nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch kennenlernen. „Die Gruppen sind sehr interessiert und engagiert dabei“, sagte Jens Vogel, Lehrer an der Christiane-Herzog-Realschule. Seine Schule war mit vier sechsten Klassen vor Ort.

Dass die Schüler bereits einiges an Vorwissen mitbrachten, sei deutlich spürbar gewesen. Im Unterricht habe man die Themen bereits vorbereitet, einige Schüler seien zudem schon in der Jugendfeuerwehr aktiv. An einer Station erklärte die Feuerwehr technische Geräte für den Einsatz bei Verkehrsunfällen, Hochwasser oder Stromausfällen.

Schüler können die Technik selbst ausprobieren

Die Jugendlichen konnten unter anderem sehen, wie Fahrzeuge mit technischen Geräten Unfallfahrzeuge öffnen oder bei Hochwasser Wassermengen abgepumpt werden.

„Die Schüler können die Technik selbst ausprobieren, sich in die Fahrzeuge setzen und viele Fragen stellen“, berichtete Feuerwehrmann Florian Merkle.

Rotes Kreuz stellt seine Arbeit vor

Auch das Deutsche Rote Kreuz zeigte, wie Einsätze bei größeren Schadenslagen organisiert werden. Im Mittelpunkt standen sogenannte Behandlungsplätze für Verletzte. An einer weiteren Station demonstrierten die Helfer medizinische Maßnahmen an einer Übungspuppe und erklärten die Ausrüstung der Einsatzfahrzeuge.

Praktische Einblicke kommen gut an

Neben dem Katastrophenschutz spielte auch die Nachwuchsarbeit eine Rolle. Xenia Werner vom Jugendrotkreuz stellte die Angebote für Kinder und Jugendliche vor. „Bei uns geht es nicht nur um Erste Hilfe“, sagte sie. „Wir machen auch Ausflüge, basteln oder unternehmen gemeinsam etwas.“ Bereits ab fünf Jahren könnten Kinder mitmachen und später in die Bereitschaft hineinwachsen.

Besonders beliebt seien die praktischen Einblicke gewesen: Die Schüler dürften Helme aufsetzen, Atemschutzgeräte ausprobieren oder einmal selbst in einem Einsatzfahrzeug sitzen. Vor dem Feuerwehrhaus standen dafür mehrere Fahrzeuge bereit. „Zu sehen sind unter anderem die Drehleiter für Rettungen aus Höhen und Tiefen, ein Rüstwagen sowie ein Hilfeleistungslöschfahrzeug mit technischer Ausrüstung“, erklärte Birgit Dittrich.