Die Mühringer und Imnauer Feuerwehr wurden zur Nachtübung an den kniffligen Kreuzungsbereich Eyachtalstraße/Ortsausfahrt beordert.
Seit etlichen Jahren schon übt die Mühringer Abteilungsfeuerwehr mit Kameraden aus den Nachbarorten Nachteinsätze. Vergangenen Freitag allerdings ohne Mithilfe der Mühringer DRK-Ortsgruppe. Deren Auf-gabe hatte heuer die Mühringer Jugendfeuerwehr übernommen.
Einmal im Jahr zu Beginn der Wintermonate trifft man sich hierzu beidseits der Markungsgrenze zwischen den Flecken um miteinander an der Koordination zu feilen und vielleicht auch einmal etwas Neues auszuprobieren.
Das Wetter war dem Kommanden nicht fies genug
Bis auf das Wetter, dass dem Gesamteinsatzleiter, dem Mühringer Abteilungskommandanten Michael Kramer, nicht genug fies war, fanden die Übenden jedoch beste Trainingsvoraussetzungen auf einem Betriebsgelände.
Erschwerend kam hinzu, dass man in einem vielbefahrenen Kreuzungsbereich den Aufbau vornehmen musste. Zur Freude der vielen zusehenden Kinder – natürlich in Begleitung von Erwachsenen –, sorgten die aufgestellte Beleuchtung zusammen mit dem Blaulicht-Reigen von drei Einsatzfahrzeugen für ein besonderes Flair.
Im Fahrzeugeinsatz war das Tragkraftspritzen-Fahrzeug-Wasser (TSF-W) der Mühringer Wehr und zwei Fahrzeuge der Bad Imnauer Wehr. Einmal ein Mittleres Löschfahrzeug (MLF) und ein GTW, die jeweils mit vier Feuerwehrkameraden aus Imnau besetzt waren. Mührin-gen stellte in zwei Einsatzgruppen etwa das Doppelte an Feu-erwehrleuten inklusive Atem-schutzträger ab.
Atemschutzträger der ersten Gruppe unter der Führung von Carsten Kuligowski machten sich zum Innenangriff und Menschenrettung bereit, derweil die zweite Gruppe die Wasserversorgung von einem Hydranten in der Graf-Gerold-Straße aufbaute.
Die Atemschutzträger waren noch mit sich selbst beschäftigt, da hieß es bereits „Wasser marsch“ und die Brandbekämpfung konnte starten. Inzwischen waren auch die Kameraden aus Bad Imnau eingetroffen. Sie sorgten gleich für eine verbesserte Ausleuchtung des Einsatzortes, respektive für die entsprechende Sicherung des Einsatzortes. Außerdem musste zu der in der Großwerkstatt vermissten Person eine solche auch im Außenbereich mittels Wärmebildkamera gesucht werden.
Mit gezeigten Leistungen außerordentlich zufrieden
Abteilungskommandant Michael Kramer war bei der abschließenden Manöverkritik mit den gezeigten Leistungen außerordentlich zufrieden. Auch damit, dass ihm seine Mühringer Kameraden unverhofft einen verletzten Feuerwehrmann unterschoben. Selbstverständlich war dies auch nicht das Leichtgewicht der Abteilungswehr.