Die Hauptversammlung der Feuerwehr Meßstetten zeigte, wie breit und engagiert die Abteilung aufgestellt ist.
Wie ein roter Faden durchzog neben anderen Punkten das Thema Jugendfeuerwehr die Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr in Meßstetten. Abteilungskommandant Fabian Vögtle hatte in das Feuerwehrgerätehaus in der Alemannenstraße 30 eingeladen.
Allein die Tatsache, dass es im Zollernalbkreis 1010 Kinder und Jugendliche gibt, die für die Jugendwehr begeistert werden können, spiegle die gute Nachwuchsarbeit der Feuerwehren im Landkreis wider.
Der Hauptversammlung war eine Stunde vorher die Sitzung der Jugendfeuerwehr vorausgegangen. Schriftführerin Janina Roth gewährte einen genauen Einblick in das vorangegangene Dienstjahr der im Jahre 1923 gegründeten Abteilung Meßstetten.
Großübungen und eine Absturzsicherungsübung
Sie berichtete über Großübungen, etwa eine Absturzsicherungsübung bei der Firma Interstuhl, umfangreiche Ausbildungen, wie die Atemschutzfortbildung und Fahrzeugkunde sowie Lehrgänge zu Motorsägen, Zugführer- und Öffnungstechnik. Auch Fortbildungen im Bereich Presse und Öffentlichkeit sowie Maschinistenkurse gehören zur ehrenamtlichen Arbeit dazu.
Die Abteilung verfügt über einen Mitgliederstand von 55 Aktiven – darunter vier Frauen und sieben Gastlöscher. Neueintritte sind Linus Stier und Jens Braun. In der Jugendfeuerwehr sind neu dazugekommen: Felix Frankenberg, Jonas Huber und Linus Keppeler. Herbert Vögtle trat in die Altersabteilung ein.
Insgesamt 25 Brände
71 Mal mussten die Ehrenamtlichen im Jahr 2025 ausrücken, darunter waren 25 Brände. Im Jahr davor rückten sie 70 Mal aus, neun Mal wegen Bränden. Die Anzahl des Jahres 2023 mit 94 Einsätzen wurde zur allgemeinen Erleichterung nicht erreicht.
Während der Einsätze konnten zwölf Menschenleben gerettet werden. Da Kassier Hans Peter Laubenender nicht anwesend war, berichtete Marcel Radünz über den Kassenstand. Die sich anschließende Entlastung, die durch Bürgermeister Schroft geleitet wurde, erfolgte einstimmig.
Bei Großübungen dabei
Jugendfeuerwehrwart Tim Bengel leitete die Sitzung der jungen Feuerwehrleute. Im Einzelnen ging Schriftführer Jonas Schinacher auf die einzelnen Dienste und Ausflüge ein. So konnte er einen regelrechten Reigen an Aktivitäten der Versammlung vorweisen: von der Christbaumsammlung zu Jahresanfang, bis zur Unterstützung der aktiven Wehr während Großübungen in Heinstetten, bei der Firma GEZA in Meßstetten und bei der Großübung Absturzsicherung in Tieringen, wo die Mitglieder der Jugendwehr Verletzte mimten.
Jugendflamme gemeistert
Im Jahr 2024 konnte die Jugendwehr die „Jugendflamme Stufe 1“ erfolgreich ablegen und im März 2025 die Nachprüfung der „Jugendflamme Stufe 2“ erfolgreich abschließen. Ein großer Höhepunkt war das „BF24 Projekt“ (24 Stunden-Schicht), wobei die Jugendlichen im Gerätehaus übernachteten und tagsüber verschiedenste Szenarien bewältigten.
Julia Kneer berichtete über die Löschkids und ihre Leistungen. Erstmals waren die engagierten Kinder bei der Jugendversammlung anwesend. Die Gruppe besteht aus 23 Jungen und zehn Mädchen. 14 Neueintritte federten sechs Austritte ab. Einen Übertritt in die Jugendfeuerwehr gab es für Silas Beck, Ben Gemlin und Niklas Sauter.
Im Jahr 2025 zwei Neueintritte
Die Jugendfeuerwehr Meßstetten besteht aus 28 Jungs und vier Mädchen im Alter zwischen zehn und 17 Jahren. Hierbei ergaben sich im Jahr 2025 zwei Neueintritte und drei Übertritte aus der Kinderfeuerwehr. Über die guten Berichte konnte sich auch die anwesende Leiterin der Kreisjugendwehr, Monja Haas, freuen.
Drei Mitglieder der Jugendfeuerwehr konnten in die aktive Abteilung wechseln. Elf Mitglieder der Jugendfeuerwehr konnten für regelmäßigen Dienstbesuch ausgezeichnet werden.
Die Wahlen der Jugendwehr ergaben nachfolgendes Ergebnis:
Jugendfeuerwehrwart: Tim Bengel
Stellvertretende Jugendfeuerwehrwarte: Nikoleta Chatzisavvidou und Marc Sauter
Kassierer: Tobias Frankenberg
Jugendsprecher: Moritz Ott und Felix Kapla
Beisitzer: Leon Abel und Jakob Tress
Schriftführer: Hannes Kapla
Bürgermeister Frank Schroft nahm an beiden Versammlungen teil und dankte der Abteilung für die Arbeit und Leistung, insbesondere die gute Jugendarbeit. Ausgaben der Stadt seien keine Gefälligkeiten an die Feuerwehr, sondern erfüllten den Bedarfsplan, so der Schultes.