In seiner jüngsten Sitzung befasste sich der Gemeinderat in Loßburg auch mit verschiedenen Themen der Feuerwehr.
Bei der Feuerwehrabteilung Betzweiler-Wälde wurde in der Hauptversammlung am 16. März eine neue Führungsspitze für fünf Jahre gewählt. Neuer Abteilungskommandant ist Michael Jäger, Stellvertreter Jens Mäder und zweiter Stellvertreter Jan Lamprecht. Einstimmig folgte das Gremium diesem Vorschlag.
Auch in Sterneck waren am 9. März Wahlen. Neuer Kommandant der Abteilung Sterneck ist Rik Heinzelmann, zu seinem Stellvertreter wurde Marco Ruoff gewählt, zum zweiten Stellvertreter Lukas Schmid. Auch hier stimmte der Gemeinderat geschlossen zu. Damit können die gewählten Feuerwehrmänner offiziell von Bürgermeister Christoph Enderle bestellt werden.
Bau eines Feuerwehrhauses in Wittendorf
Zudem verabschiedete das Gremium eine neue Satzung zur Reglung des Kostenersatzes bei Leistungen der Feuerwehr. Grundlage sei, so Kämmerer Alexander Hoffarth, die neue Verordnung des Innenministeriums zur Änderung der Kostenersätze. Darin sind die Kosten für Einsatzkräfte, aber auch für die unterschiedlichen Einsatzfahrzeuge geregelt. Auch diesem Vorschlag der Verwaltung folgte das Gremium einstimmig.
Für den Bau des neuen Feuerwehrhauses in Wittendorf wurden außerdem die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Im Parallelverfahren wurde der Flächennutzungsplan festgestellt sowie der Bebauungsplan als Satzung beschlossen, nachdem die Stellungnahmen der Behörden eingearbeitet worden waren.
Bedenken der Behörden
„Das Plangebiet liegt im Bereich des Sportgeländes und ist bisher als Fläche für Landwirtschaft und in einem Teilbereich als Waldfläche im Flächennutzungsplan eingetragen“, erläuterte Samira Seeger vom Bauamt. Mit der Änderung dieses Flächennutzungsplans und der Aufstellung des Bebauungsplans sollen die Voraussetzungen für den Neubau und die Standortsicherung der örtlichen Feuerwehr geschaffen werden.
Die Anregungen und Bedenken der Behörden führten nur zu wenigen kleinen Ergänzungen und Anpassungen. Ein labiler Bestand an Fichten muss dem Neubau weichen. Dafür seien eine Waldumwandlungserklärung und ein forstrechtlicher Ausgleich erforderlich. Ein durch Käferbefall stark geschädigter Fichtenbestand auf vernässtem Standort und der Umbau eines von Pappeln dominierten Bestands am Fischbach in einen Sumpfwald sowie die Neuanlage von Amphibienbiotopen gehören zu diesen Ausgleichsmaßnahmen.
Nistkästen und Fledermausquartiere
Zudem sollen Nistkästen und Fledermausquartiere im Rahmen eines artenschutzrechtlichen Ausgleichs geschaffen werden. Artenreiche Wiesen sollen weiterentwickelt und ein Bestand an Streuobstbäumen auf öffentlichen Flächen neu geschaffen werden. Der Gemeinderat folgte dem Vorschlag einstimmig.