Diskussion um das zentrale Feuerwehrhaus und Rücktritt des Kommandanten: Die Laufener Abteilung hat eine turbulente Zeit hinter sich.
Die Planungen zum gemeinsamen Feuerwehrhaus „Eyachtal“ für die Abteilungen Margrethausen, Lautlingen und Laufen, welche im Frühjahr 2025 zum Thema wurden, haben Spuren hinterlassen.
„Leider kein Aprilscherz“ nannte Andreas Schweizer in seinem Rückblick bei der Hauptversammlung die am 1. April vergangenen Jahres kurzfristig einberufene Sitzung mit den Kameraden aus Margrethausen und Lautlingen im Ebinger Rathaus. Dort stellte die Stadtverwaltung den drei Abteilungen ihre Pläne für das Feuerwehrhaus in Lautlingen vor.
Sechs Tage später dasselbe Prozedere in der Sitzung des Ortschaftsrats Laufen, welcher, wie auch die Feuerwehr-Abteilung, das Vorhaben geschlossen ablehnte. Am 10. April war das Thema im Beisein der drei Abteilungen und Bürgern im Gemeinderat. „Leider folgte die Mehrheit des Gemeinderats nicht den Beschlüssen der Ortschaftsräte aus Laufen und Margrethausen, auch fanden die Meinungen der beiden Abteilungen kein Gehör“, so Andreas Schweizer, „sondern wurden von einzelnen Ratsmitgliedern fast schon lächerlich verspottet.“
Weitere Kritik wird laut
Nach dem Beschluss für das Feuerwehrhaus erfolgte am 17. April der Rücktritt von Matthias Dapp in seinem 20. Jahr als Abteilungskommandant. Neuwahlen fanden erst am 25. Oktober statt. Der bisherige Vize Andreas Schweizer wurde zum Dapp-Nachfolger gewählt, an seine Stelle rückte Patrick Roth.
Im Beisein von Oberbürgermeister Roland Tralmer, Ortsvorsteher Peter Landenberger, Ortschaftsräten und Vertretern des DRK Laufen-Lautlingen gab Andreas Schweizer in der kürzlich abgehaltenen Hauptversammlung in seinem ersten Bericht den Mannschaftsstand unverändert mit 21 Aktiven an.
Kritisch merkte er an, dass die Abteilung Laufen bei stattgefundenen Lehrgängen nicht berücksichtigt worden sei. Die einzige Einberufung zum Truppführer-Lehrgang konnte beruflich nicht wahrgenommen werden. Für den Lehrgang „Maschinist für Löschgruppenfahrzeuge“, Voraussetzung für das Fahren eines MTW, seien seit 2022 zwar vier Personen angemeldet, doch keine seien bisher berücksichtigt worden. Erfreulich nannte Schweizer die Tatsache, dass der Aktive Frederik Fäller über seinen Ausbildungsbetrieb den Lkw-Führerschein absolvieren konnte und der Abteilung somit als Maschinist zur Verfügung stehe.
Weniger Einsätze
Zugführer Matthias Dapp berichtete über 21 reguläre Übungsdienste und eine Einsatzübung an der Grundschule Laufen mit dem DRK. Acht Sicherheitswachdienste mit 105 Stunden wurden in der Festhalle durchgeführt. Deutlich rückläufig waren die Einsätze: Achtmal rückte die Wehr aus, wofür 143 Stunden standen.
Schriftführer Benedikt Fritsche rief das Geschehen „in einem schwierigen Jahr“ in Erinnerung. Den Bericht von Kassier Jens Weber verlas Eberhard Stotz. Aus Sicht der Kassenprüfer sah Thomas Grotz die Kasse in besten Händen. Jugendleiter Adrian Lerner informierte über die Arbeit mit neun Jugendlichen, darunter zwei Mädchen, in ihren Diensten. Die Altersabteilung hat acht Angehörige, welche an Veranstaltungen in der Raumschaft Albstadt-Bitz teilnahmen, so Leiter Reiner Sauter.
Michael Angele, zweiter stellvertretender Stadtbrandmeister, überbrachte die Grüße des erkrankten Stadtbrandmeisters Thomas Daus. Er beförderte Frederik Fäller und Gabriel Marchand zum Oberfeuerwehrmann. Thomas Kappe vom DRK Laufen-Lautlingen stellte das gute Miteinander mit der Feuerwehr heraus.