Die Ersthelfergruppe der Feuerwehr Kandern blickt auf ein arbeitsreiches und forderndes Jahr zurück.
Im Rahmen der Jahresberichte wurde deutlich, dass sowohl der Ausbildungs- als auch der Einsatzbereich die ehrenamtlichen Kräfte in besonderem Maße beansprucht hat, heißt es in einer Mitteilung der Feuerwehr Kandern.
Rückblick: Im Jahr 2025 veranstaltete die Ersthelfergruppe insgesamt elf Übungsabende. Schwerpunkte waren unter anderem Reanimationsübungen mit Übungspuppen, themenbezogene Stationsausbildungen sowie ein Übungsabend mit den Kollegen des Deutschen Roten Kreuzes. Insgesamt wurden 158 Übungsstunden absolviert, was die hohe Ausbildungsbereitschaft der Gruppe unterstreiche.
Ein wichtiger Meilenstein im Berichtsjahr war die Beschaffung eines neuen Ersthelferrucksacks. Dieser konnte gemeinsam nach den praktischen Bedürfnissen der Gruppe zusammengestellt werden. Die neue Ausstattung ermöglicht eine deutlich effizientere Organisation der medizinischen Ausrüstung, die zuvor auf mehrere Taschen verteilt war. Der neue Rucksack ersetzt eine Tasche aus dem Jahr 2013, die inzwischen stark abgenutzt war.
Besonders deutlich wurde im Jahresbericht die außergewöhnlich hohe Einsatzbelastung, heißt es: Die Ersthelfergruppe wurde im Jahr 2025 zu 91 Einsätzen alarmiert. Davon entfielen 56 Einsätze auf Kandern, neun auf Tannenkirch, drei auf Riedlingen und zwei auf Feuerbach, um nur einige zu nennen.
Breites Spektrum an Einsätzen
Insgesamt leisteten die Ersthelfer dabei 182 Einsatzstunden. Die Einsätze umfassten ein breites Spektrum medizinischer Notfälle, darunter bewusstlose Personen, Kreislaufstillstände, Atemnot, Stürze, Verkehrsunfälle und weitere Notfallsituationen. Besonders einsatzreich war der Monat März.
Als Hauptgrund für die hohe Anzahl an Alarmierungen wurden die neuen Vorgaben des Landesausschusses für den Rettungsdienst Baden-Württemberg genannt, insbesondere die Umstellung des Notarztindikationskatalogs. Trotz zahlreicher Gespräche und Abstimmungen mit benachbarten First-Responder-Gruppen, dem DRK und der Leitstelle konnte bislang keine zufriedenstellende Lösung gefunden werden, heißt es. Zwar wurden seitens der Leitstelle erste Anpassungen vorgenommen, die Situation bleibe jedoch weiterhin angespannt.
Ersthelfer hoffen auf Entlastung
Ausblick: Für das Jahr 2026 sind weitere Änderungen angekündigt, von denen sich die Ersthelfergruppe eine spürbare Entlastung erhofft.
Lob für die Gruppe: Abschließend wurde der Ersthelfergruppe ein besonderer Dank ausgesprochen: „Trotz der hohen Einsatzzahlen und der damit verbundenen Belastung zeigten die Mitglieder der Gruppe im Jahr 2025 jederzeit große Einsatzbereitschaft, Professionalität und starken Teamgeist“, heißt es.