Weil das Wetter kaum verrückt spielte, war auch die Feuerwehr in Villingen zuletzt seltener gefordert.
Die Anzahl der Hilfeleistungen der Feuerwehr Villingen ging relativ von 47 auf 32 Prozent zurück, was auf ausgebliebene Umweltereignisse in Villingen zurückzuführen sei, war auf der Jahreshauptversammlung zu erfahren.
Zu 359 Einsätzen wurde die Wehr gerufen, 53 weniger als 2023. Davon waren 67 Brandeinsätze, wobei die Klein- und Mittelbrände vorwiegend in Villingen waren, die beiden Großbrände in Schwenningen. Die relative Zahl von Bränden blieb gleich. Eine Sache gibt es aber doch, deren Vorkommen bedenklich steigt.
Für acht Personen kann nichts mehr getan werden
Der größte relative Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich bei den Fehlalarmierungen (105) von 24 auf 34 Prozent. Böswillig wurden nur vier Prozent der Fehlalarme ausgelöst.
Bei sieben Unwettereinsätzen wurden die Wehren in Schwenningen und Mühlhausen unterstützt. Von 18 Einsätzen zu Gefahrstoffen waren 12 wegen Gasgeruch/Gasalarm, überwiegend in Schwenningen. Bei den 15 Überlandhilfen waren alle Stadtbezirke vertreten. Bei allen Einsätzen, einschließlich der 96 Hilfeleistungen, wurden 63 Personen gerettet, für acht kam jede Hilfe zu spät.
Baustellen fordern Einsatzkräfte heraus
Einsatzstunden wurden hierbei 5913 geleistet. Die Einsatzzeiten konnten in der geforderten eingehalten werden, tags und nachts, trotz der zahlreichen Baustellen. Das Tempo-30 im Innenstadtring hat zwar Auswirkungen auf die Anfahrtszeit für die Feuerwehrleute, zu den Einsatzfahren weniger.
Die Feuerwehrabteilung Villingen zählt aktuell 197 Mitglieder, davon die Einsatzabteilung 116, die Jugendfeuerwehr 23, der Spielmannszug 30, und die Altersmannschaft 28 Mitglieder.
Bei der Jugendfeuerwehr gab Christian Merz sein Leitungsamt an Patrick Kienzle und Dominik Butscher weiter, und Kassier Tobias Rottler an Marvin Hahn. 11 Aufnahmen / Übernahmen gab es in den aktiven Dienst; drei Wechsel vom aktiven Dienst in die Altersmannschaft; 2 Abgänge; und eine Aufnahme in den Spielmannszug. Drei Firmen aus dem Oberzentrum wurden auf Vorschlag der Feuerwehr VS durch das Land Baden-Württemberg geehrt als ehrenamtsfreundlicher Arbeitgeber im Bevölkerungsschutz: Continental Automotive Technologies GmbH, Minebea Mitsumi Technology Center Europe GmbH und die Magna PT B.V. & Co. Kg.
Persönliche Wort vom OB
„Mit dem Geld für die Feuerwehr kommen wir zurecht“, ließ OB Jürgen Roth keinen Zweifel aufkommen. Der Bedarfsplan werde abgearbeitet und nicht im Schrank verschwinden. Ansonsten: „Ich sage einfach nur Danke“, für das was geleistet wurde. Dazu gehört auch die Errichtung eines Ausbildungslogistikzentrums als weiterer Aspekt, so Gesamtkommandant Markus Megerle, noch vor dem Neubau des Feuerwehrhauses in Villingen an alter Stelle, weil Ausweichflächen benötigt werden. Vorbereiten müsse man sich in den nächsten Jahren auf Eventualitäten von Hochwasserschäden, in Anbetracht dessen, dass allein in Baden-Württemberg in diesem Jahr rund 1,5 Milliarden anfielen. Und im Allgemeinen: „Die Bürokratie im Feuerwehrwesen wird immer schlimmer“.
Beförderungen bei der Feuerwehr
In der Villinger Abteilungswehr wurden befördert:
Michael Weber (Feuerwehrmann); Stefan Duffner und Tobias Rottler (Hauptfeuerwehrleute); Michael Schmieder (Löschmeister), Nadja Will (Löschmeisterin), Matthias Kunle, Philipp Rottler, Gino Wernick (Oberlöschmeister); Patrick Kienzle, Benjamin Oberle (Brandmeister); Michael Seemann, Stefan Brucher, Thomas Schultze (Oberbrandmeister); Andreas Leute (Hauptbrandmeister).