Das Sportheim bot kaum ausreichend Platz für ein Gruppenfoto für die vielen Geehrten und Beförderten der Feuerwehren aus Schömberg und aus Schörzingen. Foto: Stotz

Die Feuerwehr Schömberg kam zur Generalversammlung zusammen. Die Abteilung Schörzingen leistete Hilfe der besonderen Art.

Die Generalversammlung der Gesamtfeuerwehr Schömberg und Schörzingen zeigte es einmal mehr: Ohne den enorm zeitaufwendigen Einsatz der vielen freiwilligen Feuerwehrleute wäre das Löschen von Bränden, die Unfallhilfe, die Menschen- oder Tierrettung im Oberen Schlichemtal nicht in diesem Maße möglich.

 

Doch der Reihe nach: Beide Wehren sind unersetzlich, denn insgesamt rückten sie im vergangenen Jahr 38 Mal aus. Den Schwerpunkt der Einsätze bildeten Verkehrsunfälle, Haus- und Mülleimerbrände sowie zwei Tierrettungen. Tote waren glücklicherweise in keinem der Fälle zu beklagen. Einen nicht alltäglichen Einsatz hatte die Schörzinger Freiwillige Feuerwehr darüber hinaus, als sie Mitte April vergangenen Jahres die Wasserversorgung der Bevölkerung vorübergehend mit Hilfe einer Notwasserentnahmestelle übernehmen musste. Damals war im Hochbehälter Schörzingen eine Störung aufgetreten, so dass kein Wasser mehr aus den häuslichen Leitungen floss.

Es stehen auch Ehrungen auf dem Programm

Markus Schulz, stellvertretender Kommandant in Schömberg, konnte am vergangenen Freitagabend insgesamt zwölf Feuerwehrleute für ihre teilweise zehn, 15 oder 20 Jahre Mitarbeit in der Freiwilligen Feuerwehr ehren. Feuerwehrmann Robert Bayer bekam sogar eine extra Auszeichnung, weil er bereits seit 45 Jahren im aktiven Dienst ist – und das alles neben den beruflichen und familiären Verpflichtungen.

Das Sportheim in Schörzingen war voll besetzt, als sich jüngst die Freiwilligen Feuerwehren dort zu ihrer Hauptversammlung trafen. Neben den rund 77 Feuerwehrmännern und Feuerwehrfrauen waren auch Bürgermeister Karl-Josef Sprenger und zahlreiche Vertreter der Stadtverwaltung gekommen. „Man kann sich bei der Freiwilligen Feuerwehr wohlfühlen, von den Löschkids bis ins hohe Alter“, resümierte er, nachdem die Abteilungsverantwortlichen ihre Berichte vorgetragen hatten. Eine gute Ausrüstung der Aktiven bleibe aber immer eine Daueraufgabe der Verwaltung, erklärte Bürgermeister Sprenger.

Erfreulicherweise liegt die Zahl der aktiven Feuerwehrleute im Jahr 2025 bei 122. Davon sind 73 Aktive, 35 jugendliche Wehrleute. Darüber hinaus sind 14 Feuerwehrmänner bei der Altersabteilung tätig. Damit lässt das Interesse an dieser Tätigkeit offenbar keinesfalls nach, was äußerst erfreulich sei, sagte der stellvertretende Kommandant Markus Schulz.

Einsätze sind nur mit Fortbildungen zu meistern

Die vielen Einsätze sind aber nur durch eine ständige Fortbildung zu meistern. Dazu gibt es immer wieder Lehrgänge beispielsweise auch in der Wasserrettung oder für die Waldbrandbekämpfung, die von den Wehrleuten aus Schömberg und Schörzingen häufig und gern besucht werden. Insgesamt wurden dafür im vergangenen Jahr 2672 Ausbildungsstunden aufgewendet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Dies zeigten die 14 Beförderungen, die an diesem Abend vorgenommen wurden. Zur Feuerwehrfrau oder zum Feuerwehrmann wurden dabei Lana Blum, Leon und Fabio Sprenger, Samuel Weckenmann und Kevin Planer befördert, Jan Wuhrer wurde Oberfeuerwehrmann, während Nuria Munoz Fernandez, Patrick und Niklas Weckenmann, Michael Bröllos und Karsten Benedyczak jeweils zum Hauptfeuerwehrmann und Feuerwehrfrau wurden. Als Löschmeister darf sich ab jetzt Elmar Sölch, als Brandmeister Sebastian Schneider und als Oberbrandmeister Markus Schulz bezeichnen.

Feuerwehr beteiligt sich aktiv am Gemeindeleben

Am Ende gab der stellvertretende Kommandant noch einen kurzen Ausblick auf die kommenden Veranstaltungen, wie beispielsweise das Schömberger Stadtfest am ersten Juliwochenende, bei der einmal mehr die Verbindung zwischen intaktem Gemeindeleben und Feuerwehr deutlich werden wird.