Geehrt wurden Alexander Simon (15 Jahre aktiv) und Michael Rapp (25 Jahre aktiv).(vorne Mitte) Zu den Geehrten zählt auch Benedikt Hirt, der ebenfalls 15 Jahre im Dienst der Bochinger Abteilungswehr steht. Foto: Holzer-Rohrer

Die Abteilung Bochingen präsentiert sich gut aufgestellt.

„Eine Pflichtaufgabe der Stadt Oberndorf – wahrgenommen aber im Ehrenamt“: Die Beschreibung der Feuerwehrarbeit ist zwar ein Widerspruch in sich, doch in der Realität ein funktionierendes System.

 

Das machten Bürgermeister Matthias Winter und Stadtkommandant Manuel Suhr in der Hauptversammlung der Bochinger Abteilungswehr mit anerkennenden Worten deutlich.

Eindrücklicher Einsatz

Deshalb sei es einfach nur selbstverständlich, dass man in Fahrzeuge, Ausrüstung und Kleidung investiere. Ortsvorsteher Thorsten Ade nahm das „hautnahe Miterleben“ und somit die Bedeutung des schnellen und professionellen Eingreifens am Beispiel des Gebäudebrands in Boll in seinen Dankesworten auf.

Premiere beim Biergartenfest

Alle drei zeigten sich überzeugt, dass das große Angebot an kameradschaftlichen Aktivitäten den Zusammenhalt fördere und sich im Einsatz beweise. Dass für das freizeitliche Miteinander in finanzieller Hinsicht viel getan wird, erschloss sich aus dem Kassenbericht, wobei Marc Schulze insbesondere auf das erfolgreiche „Weihnachtsmarktkonzept“ und das erste Engagement beim Bochinger Biergarten verwies. Angedacht sei, ein eigenes Fest beim Feuerwehrmagazin zu etablieren.

Jugend spielt wichtige Rolle

Patrick Brommer berichtete von den vielschichtigen Aktivitäten zur Einbindung des Nachwuchses sowohl in das Abteilungs- als auch in das gesamtstädtische Feuerwehr-Netzwerk, um der Jugend ihren Stellenwert und ihr künftiges Aufgabenfeld bewusst zu machen, sie in die Feuerwehrtechnik einzuführen und ihren Ausbildungsstand unter Beweis zu stellen.

Mehr Dienststunden

Abteilungskommandant Philipp Niethammer hatte Ausbildungsstand, Lehrgangsteilnahme, Weiterbildungen, Übungsdichte, Sitzungen, Besprechungen und Probenbesuch seiner aktuell 38 Aktiven in Zahlen und Fakten aufgelistet. Im Vergleich zum Vorjahr haben die 28 Einsätze mit insgesamt 1047 Stunden deutlich mehr Zeit gebündelt, eine Entwicklung, die Manuel Suhr auch für die Kernstadtwehr bestätigen konnte. Mehr als ein Drittel der Gesamteinsätze bezogen sich auf PKW-Brände und Verkehrsunfälle.

Beim Ausflug Wissen vertieft

Sicherheitswachdienste und Verkehrsregelungen schlugen zusätzlich mit 148 Stunden zu Buche. Der Jahresausflug nach Heilbronn habe das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden, da man viel Wissenswertes über den Alltag eines Berufsfeuerwehrmanns erfahren habe.

Durchgeführt wurde die Brandschutzerziehung mit dem Bochinger Kindergarten, und zum obligatorischen Jahresprogramm zählte auch die Familienwanderung. Beispielhaftes Verhalten bescheinigte Niethammer den 23 Aktiven, die maximal dreimal gefehlt haben. Abteilungs- und Stadtkommandant hoben eindringlich die Bedeutung der Atemschutz- Wiederholungslehrgänge sowie der Tauglichkeitsuntersuchung der Atemschutzgeräteträger hervor. Denn die regelmäßige Überprüfung des Gesundheitsstatus sei Voraussetzung für den Einsatz als AGT-Träger. Manuel Suhr sprach von einem turbulenten 2024, von Zuversicht für 2025 und Energie für die anstehenden Aufgaben.

Alterswehr fest eingebunden

Als wichtiges Zukunftsthema bezeichnete er den „Feuerwehrbedarfsplan“ als neue Vorgabe, welcher er aber positives abgewinnen könne, berge er doch auch die Chance einer Standortbestimmung. Lobende Worte fand er für die sehr gute Jugendarbeit und die Tatsache, dass die elf Alterswehrkameraden in die Feuerwehrfamilie eingebunden sind und in Manfred Hagist einen Ansprechpartner gefunden haben.

Schicksale zum Besseren wenden

„In Stadt und Stadtteil engagiert präsent, im Ort verankert, die Kameradschaft gelebt, die Jugend als Werbeträger aufgebaut, die Alterswehr eingebunden“ – überzeugender könne man sich nicht darstellen, fasste Winter zusammen. Es sei ein gutes Gefühl, wenn man von einem Einsatz zurückkehre in der Gewissheit, dass man beteiligt war, ein Schicksal zum Besseren zu wenden.