Die Feuerwehr Mundelfingen blickte auf ein abwechslungsreiches Jahr zurück. Kommandant Markus Welte ging auf die Rolle der Übungsabende ein.
Im Sportpub motivierte Kommandant Markus Welte während der Dienstversammlung der Feuerwehrabteilung Mundelfingen, die Einsätze und Übungsabende zur Erweiterung von Kenntnissen und Wissen zu nutzen.
Welte verwies darauf, dass diese neben regelmäßigen Seminaren und Fortbildungen wesentlich zu einem hohen Ausbildungsstand beitragen und während der Einsätze ein zielgerichtetes Handeln ermöglichen. Er untermauerte seine Ansicht am Beispiel der sechs unterschiedlichen Einsätze im vergangenen Jahr. Dazu zählte unter anderem ein brennender Holzstapel in der trockenen Jahreszeit, der aufzeigte, dass es im Fall einer Alarmierung auf jede Minute ankommen kann.
Der Abteilungskommandant appellierte zudem an alle, die Funkmelder stets bei sich zu tragen, um im Einsatzfall rasch vor Ort sein zu können. Die Alarmierung via Mobiltelefon sollte bis auf Weiteres eine Ersatzmöglichkeit bleiben.
„Es ist viel wichtiger, am Einsatzort zu erscheinen, als sich auf die Stichworte auf den Meldern zu verlassen“, ergänzte er. Denn diese passten in den wenigsten Fällen zum Ereignis. Mehrere Einsätze waren aufgrund der Auslösung des E-Calls erfolgt, mit dem Fahrzeuge seit einigen Jahren standardmäßig ausgestattet sind. Diese Alarmierungsart werde zunehmen.
In vier Minuten am Gerätehaus
Die Statistik 2025 weist 98 Einsatzstunden aus. Durchschnittlich vier Minuten benötigten die Einsatzkräfte zwischen Alarmierung und Gerätehaus und elf Minuten, bis sie am Einsatzort waren. Welte beabsichtigt, die unmittelbar nach den monatlichen Gesamtproben erfolgten Besprechungen und Diskussionen zum Verlauf beizubehalten.
„Hier besteht die Möglichkeit, nicht Nachvollziehbares zu erklären und zu erörtern oder eigene Ideen vorzubringen“, erklärte Welte und ergänzte, dass es auch wieder Sonderproben für die aktuell sechs Maschinisten beziehungsweise 13 Atemschutzträger geben soll. Ziel der Proben ist es, Schnelligkeit, Sicherheit und Ortskenntnisse zu schärfen, da sie nicht nur inhaltlich, sondern auch bezüglich der Einsatzorte abwechslungsreich gestaltet sind.
Neunprozentiger Anstieg der Probenbeteiligung
Welte freute sich über den im Durchschnitt gegenüber dem Vorjahr neunprozentigen Anstieg der Probenbeteiligung auf 49 Prozent. „Von den anvisierten 75 Prozent beziehungsweise maximal drei Fehlproben pro Einsatzkraft sind wir dennoch weit weg“, appellierte er, die Probentermine gewissenhafter wahrzunehmen.
„Es macht mehr Spaß, wenn mehr vor Ort sind“, hob er einen zusätzlichen Effekt einer erhöhten Präsenz hervor. Welte skizzierte, dass inzwischen alle einen Zugriff auf die Fire-Plan-App oder ein Handy mit allen Terminen der Feuerwehr haben. Er hofft für 2026, dass dies die Rückmeldung bei einer Nichtteilnahme an den Übungen vereinfacht und eine bessere Planbarkeit ermöglicht.
Veränderung der allgemeinen Alarm- und Ausrückordnung
Gesamtkommandant Markus Ziganczuk erwähnte die vom Landkreis beschlossene Veränderung der allgemeinen Alarm- und Ausrückordnung, die in Zukunft einsatzmittelbezogen erfolgt. Insbesondere bei Kleinbränden der Kategorie eins erfolgt nur noch eine Alarmierung der Abteilung und tagsüber eine Mitalarmierung der Nachbarwehr in Hausen vor Wald. Weil die städtische Abteilung nicht mehr automatisch alarmiert wird, steigt die Verantwortung der Gruppenführer in den Abteilungen.
Neue Mitglieder willkommen
Die Feuerwehr Mundelfingen
Aktuell zählt die Abteilung 28 Aktive und acht Mitglieder in der Altersmannschaft. Um solide unterwegs zu sein, erhofft sich Kommandant Markus Welte mittelfristig einen Anstieg um zehn weitere Einsatzkräfte. Die aktive Mitgliederwerbung wird deshalb fortgesetzt. Proben sind in der Regel jeweils am ersten Montag im Monat ab 20 Uhr. Weitere Informationen sind unter E-Mail kommandant-mundelfingen@feuerwehr-huefingen.de erhältlich.