Angrenzend an die Grundschule soll das neue Feuerwehrgerätehaus entstehen. Foto: Stephan Hübner

Vorgestellt wurde im Gemeinderat das Raumprogramm für das neue, zentrale Feuerwehrgerätehaus in Königsfeld, das bei der Grundschule im Kernort entstehen soll.

Laut Bürgermeister Fritz Link diskutierte der vorberatende Bauausschuss mit Vertretern der Feuerwehr und Mitglieder des Gemeinderats intensiv darüber und beschloss das Konzept einstimmig.

 

Die Planungen erarbeitete das Büro „Steinbach Schimmel“. Laut Architekt Christoph Steinbach schloss man sich mit einem örtlichen Architekten zusammen, der mehrere Punkte übernimmt.

Verworfen wurden Räume für den Schwarzwaldverein und die Narrenzunft Rotwald-Deifel, da diese im Souterrain der Grundschule entstehen können. Aus städtebaulichen und planungsrechtlichen Gründen ebenfalls verworfen wurde die Idee einer DRK-Rettungswache. Das hätte dazu geführt, dass eines der Gebäude im Anbauverbot zur Landstraße hin hätte gebaut werden müssen.

Aufteilbare Räume

Laut Steinbach änderte sich bei Räumen für Einsatz- und Übungsabwicklung die Din-Norm, mit einer Steigerung des Raumbedarfs pro Person von 1,2 auf 1,5 Quadratmeter. Anderswo wurden kleinere Spinde verwendet, um den zusätzlichen Bedarf abzudecken. Was man immer mache seien große, zusammenhängende, über Spinde oder flexible Wände aufteilbare Räume.

Recht knapp bemessen ist der Platz im derzeitigen Gerätehaus der Feuerwehr im Kernort von Königsfeld. Foto: Stephan Hübner

Eingeplant sind auch Räume für Ausbildung, Aufenthalt und Verwaltung sowie Schulungs-, Jugend- und Mehrzweckräume. Der für Einsatzlagebesprechungen wurde größer, dafür entfallen ein separates Büro und ein Sanitätsraum.

Weitere Flächen gibt es für Werkstätten und Lager. Die Kleiderkammer wurde verkleinert. Realistisch sind 40 Quadratmeter für Technikräume. Wenn möglich reduziert werden sollen Flächen für Sanitär- und WC-Räume.

Umgesetzt wird die derzeit nicht mögliche „Schwarzweißtrennung“, um Straßen- nicht durch Einsatzkleidung zu kontaminieren. Nicht realisiert wird eine Atemschutzwerkstatt, da es eine Kreiswerkstatt gibt, so Link, zumal man gar keine Kräfte hat, um Masken dauerhaft zu pflegen. Zudem beanspruchte die Ausstattung einen hohen sechsstelligen Betrag.

Blick auf Fahrzeughalle

Die Einsatzzentrale bietet laut Steinbach den Blick auf Ausfahrt und Fahrzeughalle. Link erwähnte, dass Krisenstäbe bei Katastrophenfällen im Gerätehaus gebündelt werden könnten. Dank des vorgeschriebenen Stromaggregats und eines Funkmastes könnten Einsätze auch bei Stromausfall koordiniert werden.

Reduziert wird laut Steinbach die Zahl der Parkplätze, da ansonsten mindestens 60 Prozent mit Photovoltaik zu überdachen wären. Die Ausfahrt im Alarmfall darf tatsächlich nur als Ausfahrt genutzt werden, weshalb die Einsatzkräfte bei der Rückkehr ums Gebäude herum fahren müssen. Laut Link ist das mit dem Träger der Straßenbaulast abgestimmt.

Mehrere Abteilungen unter einem Dach

Jens Hagen nannte den Ausschuss eine gute Sache, die Zeit und Kosten spart. Perspektivisch sollen im Gebäude die Abteilungen Kernort, Neuhausen, Erdmannsweiler und Burgberg Platz finden. Auf Nachfrage von Birgit Helms erklärte Link, dass die Zusammenarbeit mit deren Vertretern sehr konstruktiv war.

Der Gemeinderat beschloss das vorgestellte Raumprogramm und beauftragte das Architekturbüro Steinbach-Schimmel mit der Vorplanung.