Die Kindergartenkinder haben sich bei einem fiktiven Brand vorbildlich verhalten. Denn die Übung hatte auch ein pädagogisches Ziel.
Mit den drei TTT für tolles Wetter, tolle Zuschauer und tolle Übung überschrieb der Holzhauser Ortsvorsteher Armin Hipp die Hauptübung der Holzhauser Feuerwehr am Samstagnachmittag am Holzhauser Kindergarten in der Stadionstraße.
Als Szenario diente der Kindergarten, in dem aufgrund von Handwerkerarbeiten eine Verpuffung mit anschließendem Brand verursacht wurde. Mit ihrem Mittleren Löschfahrzeug (MLF 10/06) und einem Mannschaftstransportwagen (MTW) – von der benachbarten Feuerwehr aus Bergfelden ausgeliehen, wie der Abteilungskommandant Matthias Gramoll erklärte – waren die Holzhauser relativ schnell am Einsatzort.
Sigmarswanger Kameraden helfen
Sie bauten eine Wasserversorgung aus dem Wasserführenden Fahrzeug für die beiden Atemschutzträger, die zur Personensuche in das Gebäude eindrangen, auf. Weitere zwei Atemschutzträger lösten dann die Vorgänger nach einer vorgeschriebenen Einsatzzeit ab.
Währendessen bauten die übrigen Feuerwehrmänner eine Standleitung vom Hydranten auf. Da sich die Freiwillige Feuerwehr aus Sigmarswangen in der selben Alarmierungsschleife befindet, kamen die Kameraden aus Sigmarswangen zur Hilfe.
Kinder verlassen das Gebäude
Sie stellten zwei Atemschutzträger, die ebenfalls im Gebäude nach dem vermissten Handwerker suchten. Parallel baute die Sigmarswanger Wehr eine Wasserversorgung vom nahen Hydranten auf.
Die Kindergartenkinder haben, nachdem die Brandmelder auslösten, mit ihren Erzieherinnen das Gebäude durch die ausgewiesenen Fluchttüren und Fenster verlassen und sammelten sich weitab des brennenden Kindergartens.
Vertrauen zu Feuerwehr
Der vermisste Handwerker konnte von den Atemschutzträgern gefunden und dem DRK Sulz zur Weiterbehandlung übergeben werden. Der Kindergarten wurde abschließend mit einem Druckbelüfter vom Rauch befreit.
Das Hauptanliegen von Abteilungskommandant Matthias Gramoll war es, die Kindergartenkinder mit der Feuerwehr vertraut machen und ihnen so die Angst zu nehmen, wenn beispielsweise ein Atemschutzträger auf sie zukäme. „Sie sollen sehen, dass da ein ganz normaler Mensch darunter steckt“, so Gramoll.
Eine problemlose Übung
Der Kommandant lobte auch die gute Zusammenarbeit mit den Kameraden aus Sigmarswangen. Stadtbrandmeister Florian Karl zeigte seine Zufriedenheit mit dem Verlauf der Übung. „Von mir gibt es keine schlechten Worte“. Er sagte, dass eine Übung mit Kindern risikobehaftet wäre, da man nicht wisse, wie sie reagierten.
Ortsvorsteher Armin Hipp zeigte seine Zufriedenheit mit der örtlichen Feuerwehr und freute sich, wie problemlos die Übung abgelaufen sei. Dabei hätten die Kinder toll mitgemacht. Im Einsatz waren 20 Feuerwehrmänner mit drei Fahrzeugen. Das DRK Sulz nahm mit fünf Rotkreuzler und einem Fahrzeug teil.