Die Gütenbacher Feuerwehr hat das neue Gerätehaus in Beschlag genommen. Die Mitglieder transportierten das ganze Material zum Standort im Gemeindezentrum.
Umgezogen ist nun am Samstag die Gütenbacher Feuerwehr in das neue Gemeindezentrum.
Begeistert ist nicht zuletzt Kommandant Martin Merz: „Zwischen der bisherigen Unterbringung der Feuerwehr an drei Standorten und dem neuen Feuerwehrgerätehaus im Gemeindezentrum liegen Welten.“ Kräftig gefordert wurden bei diesem Umzug die Mitglieder der Gütenbacher Feuerwehr. Ab 7.30 Uhr musste das ganze Material der Feuerwehr aus dem alten Gerätehaus, dem „Bunker“, und den Lagerflächen im alten Schulhaus ins neue Feuerwehrgerätehauses transportiert, eingeordnet und weggeräumt werden.
Mit von der Partie war auch Bürgermeisterin Lisa Hengstler. Sie betonte die Bedeutung des Fördervereins der Feuerwehr. Die Gemeinde habe sich bei diesem großen Projekt gezielt nur auf die baulichen Arbeiten im Feuerwehrgerätehaus beschränkt. Der Förderverein übernahm es dann, zahlreiche weitere wichtige Einrichtungen zu beschaffen.
Insgesamt wurden, so Merz, etwa 25 000 Euro vom Förderverein investiert. Wichtig war beispielsweise die Investition in das neue Lagersystem: Die ganzen Materialien werden jetzt systematisch in großen Kisten in einem hohen Regal in der Garage untergebracht.
Die unzähligen großen Holzkisten wurden vom Förderverein ebenso finanziert wie die elektrische Ameise, mit der dann diese Kisten bewegt und auch ganz oben ins Regal manövriert werden können. Ein anderes Beispiel dieser Förderung sind die Bildschirme für die verschiedenen Computer-Arbeitsplätze, wie sie heute bei einer modernen Feuerwehr unverzichtbar sind.
Eine moderne Umkleide für die Feuerwehr
Es gab aber auch sonst viel zu tun für die Feuerwehrleute. Das begann bereits beim Transport der unzähligen Löschschläuche in das neue Regal in der Garage. Besonders wichtig, so Martin Merz, ist jetzt auch eine moderne Umkleide für die Feuerwehr. In den bisherigen Garagen mussten sich die Feuerwehrleute bei jedem Wetter direkt neben dem Fahrzeug ankleiden. Auch ein Schutz vor den Fahrzeug-Abgasen war bisher nicht vorhanden, jetzt gibt es eine zentrale Lüftungsanlage mit Abgas-Leitungen.
Für alle Feuerwehrmitglieder mussten die kompletten Ausrüstungen in die neuen Spinde geräumt werden. Vor allem haben man jetzt die Möglichkeit, „schwarz-weiß“ zu trennen. Das bedeutet, dass die Einsatzkleidung der Feuerwehrleute auf der einen Seite im Spind, die private Kleidung auf der anderen Seite an einem Ständer hängt und damit je nach Einsatz auch nicht mehr kontaminiert wird.
Kommandant und sein Stellvertreter beziehen Büro
Neu ist es auch, dass nun eine getrennte Umkleide für die aktiven Frauen in der Feuerwehr vorhanden ist. Auch verwaltungsmäßig ist es deutlich besser: Der Kommandant und sein Stellvertreter haben gemeinsam ein neues Büro mit entsprechenden Arbeitsplätzen. Gleichzeitig gibt es direkt mit Blick auf die Garage eine Leitzentrale, die im Normalfall bei Einsätzen immer besetzt ist und auch notwendige Verbindungen zu anderen Institutionen knüpfen kann.
Nicht zuletzt nahm die Jugendfeuerwehr bei Musik und Tischfußball ihren neuen Raum im Gerätehaus in Beschlag. Der letzte Schritt am Abend war der Umzug der Fahrzeuge in die neue Garage. Buchstäblich in letzter Minute war am Freitagnachmittag noch der Vorplatz fertig asphaltiert worden. Und so war die Feuerwehr ab Samstagabend im neuen Gerätehaus wieder voll einsatzfähig.
Bürgermeisterin Lisa Hengstler packte nicht nur beim Umzug mit an, sie sorgte als oberste Chefin der Feuerwehr auch für das leibliche Wohl der mehr als 30 Helfer und kochte in der neuen Küche Gulasch und frische Spätzle in großen Töpfen.