Beim Tag der offenen Tür gab es spannende Einblicke, was die Feuerwehr so „drauf hat“.
Manchmal Blaulicht und Martinshorn, zumeist aber nur übliches Festgetümmel waren am Samstag in der Scheffelstraße zu hören. Die Feuerwehr hatte zum Tag der offenen Tür eingeladen. Viele Einwohner waren gekommen, auch zahlreiche Familien, denn Feuerwehren sind natürlich stets ein Thema, das Kinder begeistert.
Die Kameraden wollten der Bevölkerung einfach wieder mal zeigen, was so „drauf haben“. Und das ist sehr viel. Wer da heute noch denkt, dass Feuerwehrleute bei Alarm im Gerätehaus einfach ins Auto steigen und losfahren können, irrt sich gewaltig. Bis die Qualifikationen zur sicheren und vor allem wirksamen Bedienung der anspruchsvollen Technik erlangt sind, ist sehr viel Ausbildung erforderlich.
Jene, die am Samstag die vier Löschfahrzeuge mit sehr unterschiedlichen Ausstattungen, die Drehleiter oder auch die vom Kreis bereitgestellte Ölsperre genau ansahen, spürten ganz schnell, dass da schon eine gehörige Portion Wissen und Erfahrung erforderlich sind, um die angestrebten Wirkungen zu erreichen.
Freilich, das alles kostet die Gemeinde viel Geld, aber für die Sicherheit der Einwohner und der ansässigen Firmen ist dieser Aufwand schon erforderlich. Auch um dieses zu vermitteln, öffneten die Feuerwehrleute alle Türen.
Viel Anerkennung
Anerkennung war des Öfteren zu hören, weil die 55 Kameradinnen und Kameraden der Aktivabteilung und die zehn Angehörigen der Jugendfeuerwehr diese Aufgaben ehrenamtlich erfüllen, dafür also viel Freizeit aufwenden. Respekt also auch den Familien, von denen sie dafür Unterstützung erhalten.
Praktische Kenntnisse vermittelte dieser Tag ebenfalls. So konnte man den Umgang mit einem Handfeuerlöscher üben, Kinder versuchten bei der Jugendfeuerwehr das Zielspritzen. Sicherlich nahm mancher auch einige Anregungen mit, zum Beispiel nachzusehen, wo im Haus oder in der Firma die Feuerlöscher hängen und welcher geeignet ist. Am Mittag führten die Kameraden vor, wie sie mit ihren kräftigen Scheren und Zangen eine verletzte Person nach einem Unfall aus einem verformtem Auto retten.
Wer sich dann noch etwas entspannen und mit Freunden plaudern wollte, konnte dies im Gerätehaus, denn das war zu einem Kaffee- und Biergarten umgestaltet.