Per Handschlag nahm Andreas Noth, Kommandant der Feuerwehr Eschbronn (von links), die Neulinge Max Müller, Lukas Jauch, Marius Fichter, Luis Hils, Noah Bantle, Lukas Rapp und Timo Westphal in die aktive Wehr auf, die diese nun verstärken werden. Auf dem Bild fehlt Marco Rapp. Foto: Herzog

Die Feuerwehr Eschbronn ist im vergangenen Jahr kräftig um acht Mitglieder gewachsen. Mit 35 Aktiven, darunter eine Frau, ist sie bestens aufgestellt. Das freut den Kommandanten Andreas Noth und Bürgermeister Franz Moser.

Durch die Aufnahme von acht Kameraden, davon drei aus der eigenen Jugendabteilung, hat sich nicht nur die Mannschaftsstärke deutlich verbessert. Auch der Altersdurchschnitt wurde von 47 auf 41 Jahre gesenkt.

 

Wie Noth in der Hauptversammlung berichtete, musste die Wehr im Jahr 2023 nur fünfmal ausrücken. Im Jahr davor waren es neun Einsätze. Vier der fünf Einsätze erforderten technische Hilfe. Die durchschnittliche Einsatzzeit habe bei 44 Minuten gelegen.

Beim einzigen Brandeinsatz, ein Maschinenbrand im Gewerbegebiet „Ob Heckenwald“, seien 26 Einsatzkräfte alarmiert worden. Verfügbar seien jedoch nur acht Aktive gewesen. „Die Zahlen zeigen, dass die Tagesverfügbarkeit besser sein könnte. Das ist kein Eschbronner Problem. Wir dürfen froh sein, mit der Feuerwehr Dunningen einen Partner zu haben, der uns insbesondere tagsüber unterstützt“, hob der Feuerwehr-Chef hervor.

Hauptübung bei Zimmerei Jauch

Obwohl er bei der Teilnahme am Übungsbetrieb Verbesserungspotenzial sieht, freute er sich, dass viele Kameraden an Lehrgängen für Maschinisten, Atemschutzgeräteträger und Türöffner teilnahmen. Lehrgänge und Fortbildungen für Führungskräfte seien wichtig, um Gruppenführer und Zugführer auf einem guten Ausbildungsstand zu halten.

Im Bereich Führungskräfte fehle der Nachwuchs. Ein Lehrgang dauere nur zwei Wochen. Wer Interesse habe, dürfe sich bei ihm melden. Die Jahreshauptübung bei der Zimmerei Jauch am Hochberg Locherhof sei bei den Einwohnern auf große Resonanz gestoßen.

Ein fester Bestandteil sei die Brandschutzerziehung. So habe die Wehr Besuch von den Vorschulkindern der Kindergärten Mariazell und Locherhof erhalten. Matthias Stein habe den Kids erklärt, wie sie sich im Brandfall zu verhalten hätten. Auch die Feuer- und Räumungsübung der Grundschule Eschbronn böte eine Gelegenheit, um Nachwuchs für die Zukunft zu gewinnen.

Wuchernde Bürokratie

„Trotz der Neuzugänge wird die Mitgliederwerbung weiter eine große Rolle spielen. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, welch wichtige Stütze das Ehrenamt in unserer Gesellschaft darstellt“, bekräftigte der Kommandant.

Bürgermeister Franz Moser sprach von einem immer vielfältigeren Einsatzgebiet. Im Haushalt seien die Vorstellungen der Wehr berücksichtigt worden. Er befürchte jedoch, dass sich die Gemeindefinanzen durch rückläufige Erträge und hohe Investitionen in Kindergarten und Ortsmitte verschlechtern werden.

Leider spüre auch die Feuerwehr zunehmende Bürokratie. Das Umsatzsteuergesetz, das bis zum kommenden Jahr ausgesetzt sei, bedeute praktisch die Auflösung der Kameradschaftskasse. „Die Folgen sind alles andere als eine Wertschätzung des ehrenamtlichen Engagements“, rügte Moser.

Heiko Auber tritt ab

Personelle Veränderungen brachten die Wahlen. Schriftführer Heiko Auber wurde nach 28 Jahren durch Sven Neuschwender abgelöst. Neuer Kassierer ist Uwe Kalbacher, nachdem Andreas Schatz durch seine Wahl zum Jugendfeuerwehrwart nicht mehr zur Verfügung stand. Zum wiedergewählten Ausschussmitglied Roman Haberstroh rückten Oliver Rapp, Yvonne Schwenk und Klaus Staiger neu in dieses Gremium. Zum Hauptfeuerwehrmann befördert wurde Roland Haas, Konrad Koch stieg zum Oberlöschmeister auf.