Zwei Kameraden wurden für 40 Jahre im Feuerwehrdienst geehrt. Foto: Stöhr

Für die Erweiterung des Feuerwehrgerätehaus Dornhan ist eine Planungsrate in Höhe von 25 000 Euro eingestellt, erklärt Bürgermeister Huber – und ehrt treue Kameraden.

In den Berichten kamen neben Zahlen und Statistiken auch aktuelle Entwicklungen zur Sprache. In politisch und wirtschaftlich schwierigen Zeiten mit knappen öffentlichen Kassen sowie überbordender Bürokratie und Auflagen werde der Handlungsspielraum immer kleiner, während gleichzeitig die Aufgaben wachsen, erklärte Stadtkommandant Frank Pfau in seinem Bericht.

 

Die Ausrüstung werde immer teurer, was für die Kommunen einen Spagat bedeute. Froh sei er deshalb, dass das Land Baden-Württemberg Unterstützung anbiete, wie etwa bei der gemeinsamen Bestellung der neuen Löschgruppenfahrzeuge LF 10 zu einem vernünftigen Preis. Allgemein herrsche ein großer Investitionsbedarf. Teilweise befänden sich Projekte schon in der Umsetzung.

Feuer und Menschenrettung

Aktuell hat die Feuerwehr Dornhan 153 aktive Mitglieder, elf davon weiblich. Mit 50 Aktiven bildet die Abteilung Dornhan die stärkste Truppe, gefolgt von der Abteilung Leinstetten/Bettenhausen, die auf 35 Aktive zählen kann.

Im Jahr 2025 wurde die Feuerwehr Dornhan zu insgesamt 26 Einsätzen gerufen. Sechs davon waren Brandfälle. 19 mal wurde technische Hilfe geleistet, wobei in zehn Fällen auch eine Menschenrettung gefordert war. Noch relativ neu sei die Überlandhilfe, die 2025 dreimal geleistet wurde.

Lehrgänge schützen Retter

Für das Jahr 2026 seien drei Übungen geplant. Dabei dürfe man sich nicht nur auf die großen Szenarien konzentrieren, sondern müsse auch das Zusammenspiel im kleineren Bereich üben, so der Stadtkommandant. Lob gab es für die Jugendfeuerwehr und deren Leiter, die einen wichtigen Beitrag für die Ausbildung leisteten.

Ein Dank galt dem ebenfalls anwesenden DRK für die gute Zusammenarbeit. Pfau informierte auch über den Stand der Ausbildung und über absolvierte Lehrgänge und mahnte die Kameraden: „Nehmt das Ganze ernst. Es dient zu eurer eigenen Sicherheit.“ Außerdem wurde die Zusammenarbeit im Rahmen der gemeinsamen Führungsgruppe mit den Feuerwehren aus Sulz und Oberndorf hervorgehoben.

Hilfe über Grenzen hinweg

Diese Kooperation sei angesichts neuer Herausforderungen notwendig, sagte Stadtkommandant Frank Pfau. Alleine ließen sich größere Schadenssituationen gar nicht mehr stemmen. Was würden wir bei einem mehrtägigen Hochwasser im Glatttal machen?, nannte Pfau ein Beispiel.

Hier sei man auf gegenseitige Hilfe angewiesen. Auch die Überlandhilfe stärke die Zusammenarbeit zwischen den Wehren in den Landkreisen Freudenstadt und Rottweil.

Alarmierung bald per Handy

Bürgermeister Markus Huber informierte die Versammlung über das Budget im Rahmen des Haushaltsplans. Bei kleinen Kommunen müsse man genau schauen, wo das Geld hingehe und wo es notwendig sei. Die Einnahmen würden nicht unbedingt sinken, die Ausgaben aber steigen, sagte Huber.

Deswegen falle das Budget 2026 etwas höher aus. Die Feuerwehr habe weiterhin hohe Priorität. Bereits in Auftrag gegeben worden sei unter anderem das Alarmierungssystem Alamos. Damit könnten die Einsatzkräfte per Handy alarmiert werden. Des Weiteren laufe die Vorplanung für das Feuerwehrgerätehaus Marschalkenzimmern-Weiden. Man sei bereits in Vorgesprächen mit Grundstückseigentümern.

Zugehörigkeit wird geehrt

Für die Erweiterung des Feuerwehrgerätehaus Dornhan sei ebenfalls eine Planungsrate (25 000 Euro) eingestellt. Hier gehe es unter anderem um die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen.

Im Rahmen der Hauptversammlung wurden treue Kameraden für 15, 25 und 40 Jahre im aktiven Feuerwehrdienst geehrt. Marius Küsel von der Abteilung Leinstetten-Bettenhausen erhielt das Ehrenzeichen in Bronze für 15 Jahre. Seit 25 Jahren im aktiven Feuerwehrdienst sind Stephan Kaufmann (Dornhan), Michael Legler und Lauren Schaber (beide Leinstetten-Bettenhausen) sowie Sebastian Danner (Weiden). Auf stolze vier Dekaden im aktiven Feuerwehrdienst können Ralf Knöpfle und Hans-Jürgen Luz (beide Marschalkenzimmern) zurückblicken. „40 Jahre Dienst an der Allgemeinheit“, darauf kann man stolz sein, lobte der Stadtkommandant. Als Zeichen der Anerkennung wurde den beiden das Ehrenkreuz in Gold verliehen. Eine ganz besondere Ehre wurde Dieter Wössner aus Dornhan zuteil. Ihm wurde als Dank für seine vielfältigen Verdienste das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Bronze verliehen.

Viele Beförderungen

Zum Feuerwehrmann (bzw. zur -frau)t wurden Rafael Mauritz und Patrick Samland (beide Dornhan), Lea Marie Fandrich (Busenweiler), Julian Marte und Mika Schreiber (beide Leinstetten-Bettenhausen) befördert.

Zum Oberfeuerwehrmann (bzw -frau) wurden Carina Jäkle und Julia Jäkle (beide Dornhan) sowie Maik Wagner (Weiden) ernannt. Nikolai Killguss (Weiden) ist zum Hauptfeuerwehrmann befördert worden.