Das Feuerwehrhaus in der Raiffeisenstraße wird zur Baustelle. Der Gemeinderat hat die Aufträge vergeben, der Anbau kann kommen. Foto: Schweizer

:Für die Vergrößerung des Feuerwehrhauses hat der Dormettinger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung Aufträge in Höhe von rund 162 000 Euro vergeben.

Dormettingen - Das Domizil der Blauröcke in der Raiffeisenstraße ist mittlerweile über 20 Jahre alt. Sein Innenleben erfüllt nicht mehr die Vorschriften. Untergebracht sind der 2016 gekaufte Mannschaftstransportwagen und ein Löschfahrzeug. Die Crux ist, dass es nur ein Tor gibt, was das Rein- und Einfahren erschwert.

 

Der Entwurf sieht einen Anbau mit einer Länge von rund zwölf Metern und einer Breite von fünfeinhalb Metern mit zwei Toren auf der Vorder- und Rückseite des Gebäudes vor. Nachdem der Gemeinderat im Oktober die Ausbaupläne abgesegnet hatte, wurden nun die Gewerke auf den Weg gebracht.

Gewerke vergeben

Der dickste Brocken, die Beton- und Maurerarbeiten, ging für 101 606 Euro an die Firma Markus Neher aus Weilstetten. Die Zimmerer- und Blechnerarbeiten erledigt für 24 573 Euro die Firma Hölle Holzbau aus Haigerloch, die Stuckateurarbeiten die Firma Dietmar Huonker aus Leidrungen für 23 896 Euro. Das Unternehmen Baur aus Dauchingen übernimmt für 12 320 Euro die Lieferung und den Einbau der zusätzlichen Tore. Die Elektroinstallation wurde nicht vergeben, da noch keine Preise vorlagen.

Fördermittel eingeplant

Es sind umfangreichere Arbeiten notwendig. "Weil das Magazin mit einer Vorrichtung für einen externen Stromerzeuger ausgestattet werden soll, ist wohl ein neuer Schaltschrank notwendig", informierte Bürgermeister Anton Müller. Im Haushalt sind dafür 220 000 Euro eingeplant. Die aktuellen Aufträge liegen im Kostenrahmen. Für die Elektroinstallation kalkuliert er 20 000 Euro ein. Die Gesamtsumme muss die Gemeinde nicht alleine schultern. Aus dem Ausgleichsstock kommen 105 000 Euro, aus der so Fachförderung weitere 42 000 Euro.

Baustart im März

Architekt Peter Kölmel geht davon aus, dass noch vor Weihnachten die Baugenehmigung vorliegt. Als avisierten Baustart nannte er Mitte März. Die Arbeiten fallen ins Jubiläumsjahr der Dormettinger Feuerwehr – die Einsatzkräfte feiern 2023 ihre 150-jährige Geschichte. In welcher Form dies geschehen wird, ist noch nicht entschieden. Laut Kommandant Stephen Mocker gibt es mehrere Überlegungen. Er lobte in der Sitzung das Bauvorhaben als Riesengewinn, alle Belange der Feuerwehr seien berücksichtigt worden.

Während in das Magazin in der Raiffeisenstraße investiert wird, droht dem Vorgängerdomizil in der Inneren Dorfstraße der Abriss. Der frühere Farrenstall, den die Feuerwehrl Anfang der 1980er-Jahre in Eigenleistung umgebaut und mit einer Garage versehen hatte, steht seit vielen Jahren leer. Bis vor Corona diente es dem Nachwuchs der Narrenzunft als Partylocation am Schmotziga Donnerstag, und auch am Fasnetsdienstag war in den Vorjahren war dort immer was los.

Altes Gebäude wird abgebrochen

Auf Anfrage teilt e Müller mit, dass das Gebäude abgebrochen und das dann frei werdende Gelände neu genutzt werden solle. Genaue Pläne gebe es nicht. Momentan liege der Fokus der Gemeinde auf dem Dreschhallen-Areal. Müller erhofft sich auch für den Abriss des alten Feuerwehrhauses einen Zuschuss aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum. Eine Folgenutzung scheidet für ihn aus. Die Bausubstanz sei zu schlecht. Und außerdem erhöhe sich durch den Abbruch die Verkehrssicherheit.