Über zwei Drehleitern bekämpfte die Feuerwehr das Feuer im Dachstuhl des Einfamilienhauses. Foto: Marschal

Weil die Abdeckung eines Gartenpools in Brand geraten ist, rückte die Feuerwehr mit 55 Mann in die Bisinger Gutenbergstraße aus. Das Feuer griff auf den Dachstuhl über.

Im sechsstelligen Bereich dürfte die Schadenssumme liegen, die ein Brand am frühen Mittwochnachmittag in der Bisinger Gutenbergstraße verursacht hat.

 

Laut Einsatzleiter Steffen Schmidt von der Freiwilligen Feuerwehr Bisingen ist die Abdeckung eines Pools im Außenbereich des Einfamilienhauses in Brand geraten. Warum, das wird derzeit noch ermittelt.

Das Feuer griff auf den Dachstuhl über, auch der Balkon wurde in Mitleidenschaft gezogen. Um 13.03 Uhr ging der Alarm bei der Feuerwehr ein, beim Eintreffen wenige Minuten später stand der Dachstuhl bereits in Flammen.

Zwei Drehleitern

Über zwei Drehleitern – eine gehört der Freiwilligen Feuerwehr Bisingen, eine weitere wurde aus Hechingen angefordert – wurde der Dachstuhl gelöscht und der Brandherd von Ziegeln befreit. Vom Boden aus löschten die Feuerwehrleute das Schwimmbecken und den Außenbereich. Atemschutzträger widmeten sich dem Brand vom Gebäudeinneren aus, doch die Flammen sind nicht bis zum Dachspitz vorgedrungen.

Das Feuer war zügig aus, doch die Nachlöscharbeiten forderten die Einsatzkräfte den ganzen Nachmittag über. Die Dachhaut wurde geöffnet und mittels einer Wärmebildkamera Glutnester aufgespürt. Außerdem wird das Haus belüftet. Darüber, ob das Haus noch bewohnbar ist, konnte der Einsatzleiter am Mittwoch keine Auskunft geben.

55 Feuerwehrleute im Einsatz

Insgesamt 55 Mann von der Feuerwehr Bisingen mit den Abteilungen Thanheim und Zimmern, der Feuerwehr Grosselfingen und der Feuerwehr Hechingen waren im Einsatz. Außerdem vor Ort war das DRK und die Polizei; auch Kreisbrandmeister Sven Röger machte sich ein Bild der Lage.

Auch der Energieversorger war vor Ort, um den Gebäudestrom abzuschalten, damit dieser nicht zur Gefahr für die Einsatzkräfte während der Löscharbeiten wird.

Beim Eintreffen der Feuerwehr befand sich niemand mehr im brennenden Gebäude, der Bewohner konnte sich selbst retten. Das DRK Zollernalb behandelte einen Feuerwehrmann wegen Kreislaufbeschwerden.

Hitze macht Einsatzkräften zu schaffen

„Die Hitze und der hohe Flüssigkeitsverlust sind große Herausforderungen für unsere Mannschaft bei diesen Wetter“, erklärt Schmidt. Trotz Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius tragen die Feuerwehrleute schwere Schutzkleidung. Daher müsse beim Einsatz besonders auf Flüssigkeitszufuhr geachtet werden und Pausen gemacht werden. Damit die Mannschaft durchrotieren und sich abkühlen kann, war laut Schmidt mehr Personal im Einsatz als üblich.

Weder zur genauen Schadenshöhe noch zur Brandursache konnte die Polizei am Mittwochnachmittag Auskunft geben.