Kinder werden von Atemschutzträgern aus dem Gebäude getragen. Foto: Vögele

Die gelungene Übung in Bergfelden hatte auch eine ganz besondere pädagogische Komponente. Das sind die Bilder des Einsatzes.

Der Kindergarten „ Storchennest“ mit Kindern und Erzieherinnen bildete das Übungsobjekt für die Feuerwehr Bergfelden. Das Hauptaugenmerk lag auf der Reaktion der Kinder.

 

Sie sollten erfahren, dass man vor den Atemschutzträgern der Feuerwehr keine Angst zu haben braucht, denn sie kommen zur Rettung. Daneben sollte die Örtlichkeit kennengelernt und die Brandbekämpfung geübt werden, ebenso die Zusammenarbeit der Führungskräfte und der gesamten Einsatzkräfte.

Rettung mit Atemschutzträger

Für die Übung wurde angenommen, dass in einem Zimmer im Kindergarten ein Brand ausgebrochen war. Kinder und Erzieherinnen befinden sich im Gebäude. Der Notruf wird abgesetzt und erreicht die Leitstelle über Funkmelder.

Zahlreiche Zuschauer verfolgten nun die Menschenrettung und die Brandbekämpfung. Mit zwei Löschzügen war die Feuerwehr innerhalb kürzester Zeit vor Ort, ebenso das gleichzeitig alarmierte DRK. Acht Atemschutzträger simulierten bei einem Innenangriff die Menschenrettung. Die Räume wurden durchsucht.

Einsatzkräfte tragen Kinder heraus

Von einem hinteren Raum heraus hörte man Hilferufe. Eine größere Kindergruppe samt Erzieherinnen harrte auf Rettung. Sie wurden durch den hinteren Ausgang zum Sammelplatz geleitet. Vier Kinder und eine Erzieherin fehlten noch. Sie hatten sich in einen Nebenraum geflüchtet.

Vier Atemschutzträger trugen oder führten die Kinder durch den Hauptausgang heraus in sicheres Terrain und übergaben sie dem DRK zur weiteren Versorgung. Eine Erzieherin musste liegend transportiert werden.

Spende für Kindergarten

Interessant war für die Zuschauer auch die kompetente Erstversorgung durch das DRK, das von der Jugendfeuerwehr unterstützt wurde. Von außen erfolgte die Brandbekämpfung. Das Wasser war dem Mühlbach entnommen worden, wozu in kürzester Zeit eine 200 Meter lange Leitung gelegt werden musste.

Abteilungskommandant Peter Harpain zeigte sich mit dem Ablauf der Übung sehr zufrieden. Er verwies noch auf die Bewirtung durch die Alterswehr, deren Erlös dem Kindergarten als Spende zugute komme.

Florian Karl, Gesamtkommandant von Sulz, sprach ebenfalls ein Lob für eine Übung aus, die in der Realität so eintreten könne. Ortsvorsteher Herbert Kehl dankte der Wehr im Namen der Gemeinde, die immer da sei , wenn Hilfe gebraucht werde, bei Bränden, vollgelaufenen Keller oder auch zur Verkehrsregelung beim Laternenlaufen. Er hob besonders die Freiwilligkeit des Dienstes in der Freizeit hervor, der zuverlässig, engagiert und mit viel Herz bei der Sache geleistet werde.