Schlamm, Ruß oder Öl – nach Einsätzen sind die Feuerwehr-Fahrzeuge oft stark verschmutzt. Der bisherige Waschplatz genügt den Anforderungen aber nicht mehr.
Ob nach Hochwassereinsätzen, Bränden oder schlicht durch Streusalz, die Millionen Euro teuren Fahrzeuge der Balinger Feuerwehr müssen einiges abkönnen. Die Mitglieder des Verwaltungsausschusses haben in ihrer jüngsten Sitzung dem Bau eines neuen Waschplatzes zugestimmt.
Ein neuer Waschplatz muss her
Frieder Theurer leitet das Balinger Hochbauamt. Er erklärte den Räten, dass der bisherige Waschplatz den gesetzlichen Vorgaben nicht mehr genüge. Ein neuer muss her, und zwar im Hof hinter dem Gerätehaus. Dort steht eine Garage, in der jene Geräte untergestellt sind, die nicht oft zum Einsatz kommen. Der Platz sei auch durch die Anbindung ans Kanalnetz geeignet.
So hoch werden die Kosten
100 Quadratmeter groß soll die Waschplatte werden, kosten wird sie 195 000 Euro. Das Ganze ist wasserdicht und mit Sickerschächten ausgestattet. Im ersten wird Schlamm gefiltert, der zweite ist ein Ölabscheider. Das grundgereinigte Waschwasser wird über den Kanal in die Kläranlage geleitet.
Gremiumsmitglied Stephan Reuß (FDP) wollte von Theurer wissen, ob man nicht Synergien mit dem Bauhof nutzen könnte. Auch dort gebe es schließlich einen Waschplatz. „Brauchen wir zwei davon?“
Ganz klar „Ja“, meint Theurer. „Es brennt ja nicht nur zu normalen Arbeitszeiten.“ Die Fahrzeuge müssten aber wegen der zügig gereinigt werden, um Schäden vorzubeugen. „Nachts hat der Bauhof aber zu.“
Jetzt geht es an die Baugenehmigung
Die Mitglieder des Technischen Ausschusses haben allesamt für den Bau des Waschplatzes gestimmt. Nun geht es an die Baugenehmigung. Liegt diese vor, kann mit den Arbeiten in der zweiten Jahreshälfte begonnen werden, schätzt man im Rathaus.