Am Sonntag ist der erste Advent. Wer die Kerzen am Kranz anzündet, sollte diese aber nicht unbeaufsichtigt lassen (Symbolfoto). Foto: ©eyetronic - stock.adobe.com

Um für besinnliche Stimmung in der Weihnachtszeit zu sorgen, stellen viele Bürger Kerzen in der Wohnung auf. Der Kreisfeuerwehrverband warnt vor einem unvorsichtigen Umgang.

Ein Gesteck mit Teelichtern auf dem Esstisch, ein Kerzenteller auf der Fensterbank oder der klassische Adventskranz – in der Weihnachtszeit brennt oft Feuer wohin man sieht. Zwar verwenden immer mehr Bürger auch Alternativen mit elektrischen Lichtern, doch die klassische Kerze ist noch weit verbreitet.

 

Dass das zum Problem werden kann, ist bekannt. Alle Jahre wieder gibt es Berichte von Wohnungsbrände, ausgelöst durch einen unachtsamen Umgang mit Kerzen.

Markus Fritsch, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Calw, erklärt auf Anfrage unserer Redaktion, was jeder dazu wissen sollte.

Lage im Kreis Calw

„Jedes Jahr ereignen sich in Deutschland in der Adventszeit zahlreiche folgenschwere Brände, die durch den sorgsameren Umgang mit Kerzen vermieden werden könnten“, erzählt Fritsch.

Die häufigste Ursache für Wohnungsbrände sei der fahrlässige Umgang mit Adventskränzen.

In den vergangenen Jahren habe es im Kreis Calw aber keine größeren Brände aufgrund von Kerzenlicht in der Adventszeit gegeben, berichtet der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes.

Fritsch führt das auf Informationskampagnen der Feuerwehr und den sensiblen und achtsamen Umgang der Bevölkerung im Kreis zurück.

Brände verhindern

Um Brände auch in Zukunft zu verhindern, veröffentlichte die Feuerwehr „sieben einfache Tipps“. Erstens gehörten Kerzen demnach immer in eine nicht brennbare, standfeste Halterung.

Zweitens sei es wichtig, Kerzen nicht in die Nähe von brennbaren Gegenständen oder einen Ort mit starker Zugluft zu stellen.

Drittens sei es ratsam, Adventskränze und Gestecke rechtzeitig zu löschen, noch bevor sie heruntergebrannt seien.

Besonders bei trockenem Tannengrün – viertens – sei Vorsicht geboten, da es besonders leicht entflammbar sei.

Auch Kerzen am Weihnachtsbaum können eine Gefahr darstellen (Symbolfoto). Foto: ©Magdalena Kucova - stock.adobe.com

Fünftens sollten Bürger darüber hinaus Kerzen unter keinen Umständen unbeaufsichtigt lassen.

Vor allem wenn Kinder oder Tiere im Haus sind – der sechste Punkt –, seien elektrische Kerzen empfehlenswert.

Siebtens und letztens müsse aber auch bei Lichterketten aufgepasste werden. Steckdosen sollten nicht überlastet werden und idealerweise sollten Lichterketten ebenfalls nur in leuchten, wenn Personen anwesend sind.

Wenn es doch brennt

Im Brandfall sei es wichtig, im Sekundenbruchteil zu entscheiden, ob der Brand selbst löschbar ist oder nicht. Wenn ja, kann das mit einem Wassereimer oder einer Löschdecke passieren.

Markus Fritsch weist darauf hin, dass Löschmittel in unmittelbarer Nähe von Kerzen stehen sollten. „Bis sie den Eimer mit Wasser gefüllt haben, ist der Brand schon viel zu groß.“ Es gehe „rasend schnell“. Und das Wichtigste sei, dass den Personen nichts passiere.

Wenn die Bewohner den Brand nicht selbstständig löschen könnten, sollten sie schnellstmöglich das Haus verlassen, die Türe schließen und den Notruf 112 wählen.

Appell der Feuerwehr

Fritsch bemerkt, dass es besonders wichtig sei, die Menschen für das Thema zu sensibilisieren. Die Zahl der Brände während der Weihnachtszeit sei zwar sehr gering. Doch jeder Brand sei einer zu viel.

Er betont: „Bring dich als Mensch in Sicherheit – du bist das Wichtigste, was es gibt.“