Nicht nur das Hochwasser hat die Einsatzkräft eim Griff: Am Donnerstagabend ist das Pumpwerk in Goldscheuer in Brand geraten. Foto: Stadt Kehl

Kehl - Das Pumpwerk in Goldscheuer ist am Donnerstagabend Schauplatz eines mehrstündigen Löscheinsatzes gewesen. Insgesamt 50 Einsatzkräfte aus der Kernstadt, Goldscheuer/Hohnhurst, Offenburg, Willstätt und Neuried waren beteiligt. Ein technischer Defekt hatte ein Feuer in der Dachhaut des Pumpwerks ausgelöst. Die Pumpen mussten trotz derzeitiger Hochwasserlage angehalten werden.

"Die größte Herausforderung war es, den Brandherd zu finden", berichtet Einsatzleiter Hervé Voltz. Als die ersten Einsatzkräfte kurz nach 17.30 Uhr anrückten, waren zwei Mitarbeiter des Pumpwerks vor Ort. Das Gebäudeinnere war komplett verraucht; woher das Feuer kam, ließ sich zu Beginn nicht ausmachen. Ein Techniker schaltete kurz darauf die drei Pumpen, die der Grundwasser-Regulierung dienen, also dem Absenken des Grundwassers, und in der momentanen Hochwasserlage gefordert sind, vorerst stromlos. Die Löscharbeiten der Feuerwehr konnten mit zwei Drehleitern und unter Atemschutz beginnen. Um auch die letzten verbliebenen Glutnester zu löschen, entnahmen die Einsatzkräfte die Schaumstoffisolierung aus der obersten Dachhaut. Es sollte bis kurz nach 22 Uhr dauern, ehe der Einsatz beendet war. Abschließend wurde die Einsatzstelle aufgeräumt, damit die funktionierenden Pumpen zügig wieder in Betrieb genommen werden konnten.