Die Teilnehmer beim Besuch in der Zentralen Feuerwehrwerkstatt mit OBin Dorothee Eisenlohr, Landrat Wolf-Rüdiger Michel, Landesfeuerwehrpräsident Michael Wegel und Kreisbrandmeister Philipp Glunz (erste Reihe, von links). Foto: Schmider

Moderne Technik, schnelle Abläufe: In Schramberg-Sulgen zeigt die Zentrale Feuerwehrwerkstatt, wie Einsatzkräfte effizient unterstützt werden können.

Ein Blick in die neue Halle der Zentralen Feuerwehrwerkstatt (ZFW) zeigt: Die Regale füllen sich schon langsam. Landesfeuerwehrpräsident Michael Wegel nutzte kürzlich bei einem Besuch die Gelegenheit, sich die Einrichtung gemeinsam mit Landrat Wolf-Rüdiger Michel, Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr, Kreisbrandmeister Philipp Glunz und weiteren Feuerwehrvertretern anzuschauen.

 

Landrat Michel betonte in seiner Begrüßung die wachsende Bedeutung des Zivilschutzes: „Die Arbeit der Blaulichtfamilie gewinnt in der Gesellschaft noch mehr an Gewicht. Es ist deshalb essenziell, dass wir die Strukturen vor Ort stärken. Vom ehrenamtlichen Engagement bin ich nach wie vor beeindruckt und danke einmal mehr allen Angehörigen der Blaulichtfamilie für ihren Einsatz für uns alle.“

Spezialfahrzeuge stationiert

Schrambergs Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr ergänzte: „Bei der Feuerwehr leben wir wie auch in anderen Blaulichtorganisationen davon, dass sich Menschen ehrenamtlich engagieren. Ich bin sehr froh, dass wir ihnen über die Zentrale Feuerwehrwerkstatt sichere, gut gewartete Ausrüstung zur Verfügung stellen können.“

Glunz dankte, wie auch Michel, den Mitarbeitenden der Werkstatt für ihren Einsatz und hob hervor, wie wichtig ihre Arbeit für die Feuerwehren im ganzen Landkreis ist.

In der Zentralen Feuerwehrwerkstatt (ZFW) sind verschiedene Spezialfahrzeuge und Ausrüstungen stationiert – sowohl vom Landkreis als auch vom Bund. Dazu gehören zum Beispiel ein Messfahrzeug für Gefahrstoffe, ein Fahrzeug zur Dekontamination von Personen, ein Abrollbehälter für den Atemschutzeinsatz sowie eine mobile Notstromanlage des Landkreises. Ergänzt wird das Ganze durch umfangreiche Ausrüstung: Material für Waldbrände, das mobile Hochwasserschutzsystem Watergate, Feldbetten und Ausstattung zur Treibstoffversorgung.

Unterstützung aus dem Sondervermögen

Landesfeuerwehrpräsident Wegel zeigte sich beim Rundgang sehr überzeugt, sowohl vom Neubau als auch vom Gesamtkonzept: „Die ZFW hat echten Vorbildcharakter – ich bin wirklich beeindruckt!“ Mit einem Augenzwinkern auf seinen eigenen Heimatlandkreis fügte er hinzu: „So eine Einrichtung würde ich mir für den Ortenaukreis auch wünschen.“ Wegel führte aus, dass das Land die Feuerwehren aus dem Sondervermögen unterstützen wird, auch im Hinblick auf neue Herausforderungen wie Unwetter und Starkregen. „Ich bin glücklich, dass wir an der Basis viele Leute haben, die wissen, was man wirklich für diese Einsätze braucht!“

Michael Grießer von der Zentralen Feuerwehrwerkstatt führte die Anwesenden durch die Werkstatt. Er erklärte unter anderem das Konzept der Atemschutzprüfungen, die hier für alle Feuerwehren im Kreis erledigt werden.

Moderne Ausrüstung für Leistungsfähigkeit

„Wir geben die Ausrüstung möglichst innerhalb eines Tages wieder an die Feuerwehren zurück. Zunehmend koordinieren wir außerdem zentrale Bestellungen, um Einheitlichkeit bei der Ausstattung zu gewährleisten“, so Grießer. Mit Ungeduld erwarten er und seine Kollegen den Aufbau der neuen Schlauchwaschmaschine – die bisherige muss nun dringend ersetzt werden.

Mit Blick auf den Anbau ist klar: Hier ist noch Platz für einiges, was in Zukunft kommen wird – moderne Ausrüstung für leistungsstarke Feuerwehren.