Das Drehleiterfahrzeug aus Nagold unterstützte die Löscharbeiten. Foto: Matthias Buchner

Mit 50 Einsatzkräften rückte die Freiwillige Feuerwehr Haiterbach am Sonntagabend einem Dachstuhlbrand in der Nagolder Straße zu Leibe.

Das Feuer brach am Sonntagabend gegen 18.20 Uhr im  Dachstuhl  eines Mehrfamilienhauses in der Nagolder Straße in Haiterbach aus.  Das Gebäude befindet sich gegenüber der Einfahrt zur Festhalle (Netto).
Einem  Haiterbacher Bürger, der zum richtigen Zeitpunkt mit seinem Auto in der Ortsdurchfahrt unterwegs war, sowie  einem Anwohner sei es zu verdanken, dass rechtzeitig alle Familien mit teilweise vielen Kleinkindern das Gebäude verlassen haben. 29 Menschen waren von dem Hausbrand betroffen.

 

Die Wachsamkeit und das vorbildliche Verhalten von Anwohnern und Bewohnern  wird am Montag von Haiterbachs Gesamtkommandant Patrick Brezing gelobt.  „So etwas kann man ruhig hervorheben."

Markus Fritsch, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Calw, berichtete, dass die Einsatzkräfte unter Atemschutz zum brennenden Dachstuhl vordrangen, während ein zweiter Trupp über eine Steckleiter und den Balkon ins Geschehen eingriff. Wenig später traf das Drehleiterfahrzeug aus Nagold ein, so dass ein weiterer Löschangriff durch das Dach erfolgen konnte.

Schaden auf 300 000 Euro geschätzt

Dem schnellen und beherzten Einsatz sei es zu verdanken, dass Schlimmeres verhindert werden konnte, betonte Markus Fritsch. Derzeit gehe man davon aus, dass drei der fünf Wohnungen vorerst unbewohnbar sind. Der Schaden wurde am Sonntagabend auf rund 300 000 Euro geschätzt.

Haiterbachs Bürgermeisterin Kerstin Brenner war ebenfalls an der Brandstelle. Sie eruierte bereits während der Löscharbeiten, wie viele Menschen von der Stadt Haiterbach in Notunterkünften unterzubringen sind.

Polizei ermittelt

Neben den 50 Feuerwehrleuten der Abteilungen Haiterbach, Beihingen und Unterschwandorf sowie Nagold war auch das Deutsche Rote Kreuz im Einsatz – zunächst der Rettungsdienst, später dann die Bereitschaft des Ortsvereins Nagold/Wildberg mit zwei Fahrzeugen und zehn Personen. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Und auch die Psychosoziale Notfallversorgung des Landkreises Calw hatte sich mit drei Kräften an den Brandort begeben.

Kerstin Brenner zeigte sich „froh und dankbar“ für das schnelle Eingreifen sämtlicher Blaulicht-Organisationen – und dafür, dass niemand körperlich Schaden genommen hat.

Zur Brandursache hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Bis erste  Ergebnisse  der Untersuchungen bekannt werden, dürften allerdings ein paar Tage vergehen,  wie die Pressestelle der Polizei in Pforzheim auf Anfrage der Redaktion mitteilte. Zunächst werde ein Gutachter eingeschaltet.