16 Menschen rettet die Hüfinger Feuerwehr im vergangenen Jahr. Der Anbau für das Gerätehaus in Hüfingen steht nun im Fokus.
Kommandant Steffen Albert von der Feuerwehrabteilung Hüfingen nutzte die Dienstversammlung, um den 67 Aktiven für ihr Engagement in insgesamt 2054 abwechslungsreich gestalteten Übungsstunden zu danken. Hinzu kamen während rund 60 Einsätzen insgesamt 1350 Einsatzstunden, in denen die Wehr 16 Menschen rettete.
In fünf Fällen kam jede Hilfe zu spät. Albert bezeichnete die zuverlässig kurzen Ausrückzeiten von maximal fünf Minuten als beachtlich. Durchschnittlich waren 15 Feuerwehrangehörige während der Einsätze präsent, die zu zwei Dritteln tagsüber und zu einem Drittel nachts erfolgten.
Die Proben mit Feuerwehren benachbarter Städte stufte Albert insbesondere im Alarmierungsfall als wertvoll ein. Zudem stärkten sie den Teamgeist. Im Vorjahr rückte die Abteilung Stadt in 29 Fällen aufgrund eines Brandalarms aus. In 26 Fällen war von der Wehr technische Hilfeleistung gefordert.
Einsatz wegen Absturz
Einen außergewöhnlichen Einsatz hatte die Wehr in Geisingen, wo sie Überlandhilfe aufgrund eines Flugzeugabsturzes leistete. Zahlreiche Einsatzkräfte bildeten sich in den unterschiedlichsten Kursen und Seminaren weiter. In 55 Einsätzen wirkte im Vorjahr Jan-Philip Bäurer mit und investierte hierfür 69 Stunden seiner Freizeit. Es folgen Steffen Albert, Volker Labor mit 42 Stunden. Mit Daniel John, Hubert Bolli, Michael Bolli und Jürgen Filipiak betrug die Einsatzzeit bei sechs weiteren Einsatzkräften mehr als eine Arbeitswoche mit 40 Stunden.
Albert beförderte Bryan Meng zum Feuerwehrmann. Sebastian Bäuer, Gabriel Feist, Jakob Mück und Heiko Lobe haben ab sofort den Rang eines Oberfeuerwehrmannes. Neue Oberlöschmeister sind Daniel Fischer und Tobias Kiefer. Die Grußworte eröffnete Bürgermeister Patrick Haas. „In diesem Jahr ebnet die Inbetriebnahme des top-modernen Anbaus an das Feuerwehrgerätehaus der Feuerwehr Hüfingen in großen Schritten den Weg in die Zukunft“, so der Rathaus-Chef.
Er hob den Zusammenhalt und das Engagement der Abteilung Stadt in Zusammenhang mit deren Einsatzbereitschaft und Übungsaktivitäten im Dienst der Allgemeinheit hervor. Zudem erinnerte er daran, dass der extern in Auftrag gegebene Feuerwehrbedarfsplan vieles enthält, das den Gremien eine gute Basis für deren erfolgreiche Entwicklung liefert. Haas sprach von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit.
Weg in die Zukunft
Kommandant Markus Ziganczuk sprach von einem Jahr, das von einer Vielzahl an unterschiedlichen Einsätzen geprägt war. Mit der Umstellung auf Digitalfunk gegen Jahresende und dem parallel zu den Einsatz- und Übungsdiensten laufenden Ausbau des Gerätehauses hebt er zwei weitere Projekte hervor.
Ziganczuk begrüßte die externe Vergabe des Bedarfsplans, den er inhaltlich lediglich hinsichtlich der Aussage zur Abteilung Hausen vor Wald nicht teilen kann. „Wir benötigen alle Abteilungen und setzen uns dafür ein, dass die Feuerwehr Hausen vor Wald erhalten bleibt.“ Um die Routine und das fachliche Wissen in Theorie und Praxis zu erhalten, appellierte Ziganczuk den Übungsdienst mit demselben Engagement wahrzunehmen wie die Einsätze.
Eine humorvolle Premiere gab es zum Abschluss, als Kommandant Albert den Aktiven Christof Faller mit dem ersten Maschinisten-Bären in die Altersmannschaft verabschiedete. Er ernannte ihn zum Ehrenmitglied und zeigte sich froh darüber, zu erfahren, dass Faller der Abteilung Stadt der Feuerwehr als Mitglied „65+ im Einsatzdienst“ auch weiterhin noch erhalten bleiben wird.
Am 25. April findet für die Stadtabteilung die Frühjahrsprobe statt. Der Fiireobed-Hock ist auf den 18. Juni terminiert. Am 4. Juli nimmt die Stadtwehr als Silbergruppe an den Leistungswettkämpfen in Riedöschingen teil. Die Dienstversammlung der Gesamtwehr findet schließlich am 25. September statt.