Dieser Einsatz war eine große Herausforderung: Der Brand eines Wohnhauses in Rexingen forderte insgesamt 170 Einsatzkräfte. Foto: Feuerwehr Horb am Neckar

Nach dem Brand in einem Wohnhaus in der Freudenstädter Straße in Rexingen am Mittwoch hat die Feuerwehr Horb jetzt weitere Einzelheiten zum Einsatz bekannt gegeben.

Insgesamt waren über 170 Einsatzkräfte mit mehr als 30 Fahrzeugen vor Ort: Feuerwehr, Kräfte von DRK, Malteser, THW und Polizei. „Die Feuerwehr Horb wurde um 10.35 Uhr mit dem Stichwort B5 – Dachstuhlbrand alarmiert. Bereits auf der Anfahrt der ersten Einsatzkräfte war ab dem Ortseingang Rexingen eine deutliche Rauchentwicklung über dem betroffenen Gebäude zu erkennen“, heißt es in der Mitteilung.

 

Der Bewohner konnte sich „zusammen mit seinem Hund unverletzt ins Freie retten“. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der Dachbereich bereits in Flammen, die sich rasant in die Dachdämmung ausbreiteten.

Lage verschärfte sich schnell

„Unmittelbar nach der Lageerkundung wurde eine umfassende Brandbekämpfung eingeleitet.“ Mehrere Trupps gingen unter Atemschutz ins Gebäude, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Doch die Lage verschärfte sich schnell: „Die massive Brandausbreitung in der Dachdämmung und die instabile Bausubstanz erforderten den sofortigen Rückzug der Einsatzkräfte aus dem Gebäude.“ Die Brandbekämpfung wurde anschließend nur noch von außen fortgesetzt.

„Die Löschmaßnahmen wurden erheblich durch den vorherrschenden Wind erschwert, der die Flammen immer wieder anfachte“, so die Feuerwehr weiter. Besonders schwierig war die Lage wegen der „Brandlast der verbauten Dämmstoffe“, die für dichte Rauchentwicklung und immer wieder aufflammende Glutnester sorgten.

Bevölkerung wurde über NINA gewarnt

Eine Bevölkerungswarnung wegen der Rauchentwicklung wurde über die NINA-App ausgegeben. Um das Feuer vollständig zu löschen, musste „der komplette Dachstuhl des Gebäudes mithilfe eines Baggers und eines Radladers kontrolliert abgetragen werden“.

Insgesamt zehn Stunden war die Rettungskräfte im Einsatz. Unterstützt wurde die Feuerwehr beispielsweise auch vom THW. Foto: Feuerwehr Horb am Neckar

Trotz der widrigen Bedingungen konnte ein angrenzendes Wohnhaus geschützt werden: „Ein direkt angrenzendes Wohngebäude konnte durch den gezielten Einsatz von Riegelstellungen und Sicherungstrupps im Inneren erfolgreich vor den Flammen geschützt werden.“

So lang ging der Einsatz

Der Einsatz dauerte über zehn Stunden. Eine Brandwache bleibt bis in die Morgenstunden vor Ort. „Dank des schnellen und koordinierten Eingreifens der Einsatzkräfte konnte ein Übergreifen des Brandes verhindert werden.“ Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Die schwierigen Bedingungen vor Ort – starke Rauchentwicklung, stürmischer Wind und die aufwendige Bauweise – machten den Einsatz laut Feuerwehr besonders fordernd.

Die Pressemitteilung schließt mit folgenden Worten: „Die Feuerwehr Horb bedankt sich ausdrücklich bei allen unterstützenden Kräften und Organisationen für die hervorragende Zusammenarbeit.“ Die Ermittlungen zur Brandursache wurden von der Kriminalpolizei aufgenommen.