14 Einsätze mit 134 Einsatzstunden verzeichnete die Höfener Wehr im vergangenen Jahr. Daneben standen aber viele weitere Aktivitäten – nicht nur im regulären Übungsbetrieb.
Nach der im vergangenen Jahr zu Ende gegangenen Nutzung des Kursaals als Arztpraxis und dem Rückbau der Räume konnte dort nun die Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Höfen stattfinden. Dabei konnte Kommandant Thomas Braune neben den zahlreich gekommenen Feuerwehrkameraden auch Bürgermeister Heiko Stieringer, den Calwer Kreisbrandmeister Dirk Patzelt und Joachim Theurer vom Vorstand des Kreisfeuerwehrverbands Calw sowie Kommandanten der Nachbarwehren und Vertreter des DRK-Ortsvereins Oberes Enztal begrüßen.
In seinem Bericht über das vergangene Feuerwehrjahr erwähnte Kommandant Braune den weiteren Ausbau des Florianstübles und bezeichnete dieses als einen Zugewinn für die Höfener Feuerwehr. Erstmals habe sich die Freiwillige Feuerwehr eine Ehrungsordnung gegeben, bei der nicht nur wie bei der Landesregelung die 15-, 40-und 50-jährigen Mitgliedschaften berücksichtigt werden, sondern auch die „runden“ Mitgliedsjahre.
35 aktive Feuerwehrleute
Umgestaltet worden seien das Lager, die Küche und Umkleiden im Haus des Gastes. Eingeführt habe man die neue Verwaltungssoftware und das Angebot eines Feuerwehrdienstausweises für die Feuerwehrangehörigen. Der Feuerwehr gehören 35 Aktive an, davon 29 Männer und sechs Frauen mit einem Durchschnittsalter von 36 Jahren.
Zu bewältigen waren im vergangenen Jahr insgesamt acht technische Hilfeleistungen, zwei Brände, zwei Alarme ausgehend von Brandmeldeanlagen und zwei sonstige Einsätze mit insgesamt 134 Einsatzstunden. Auf ihre Einsätze vorbereitet haben sich die Feuerwehrangehörigen bei 20 Übungen mit 1008 Übungsstunden, darunter auch mehrmals an der neuen Seniorenresidenz. Eine Brandschutzübung gab es für Gemeindebedienstete. Insgesamt neun Feuerwehrangehörige haben an Fortbildungslehrgängen teilgenommen.
An Projekten für das Jahr 2025 stehen den Ausführungen von Kommandant Braune zufolge die Standortsuche eines neuen Feuerwehrgerätehauses, der Umbau des Lagers, die Überarbeitung des Feuerwehrbedarfsplans, die noch nicht abgeschlossene Beschaffung einheitlicher Einsatzkleidung und auch ein Helm-Curling mit legendärer „FireFeier“ an.
Aktive Jugendwehr
In krankheitsbedingter Vertretung von Alfred Gießler berichtete Hanno Girrbach über das Geschehen in der Alterswehr mit insgesamt sechs Treffen, zwei Obmannsitzungen, einem Besuch an der Kleinen Kinzig und der Präsenz beim Volkstrauertag.
Über die Aktivitäten in der Jugendfeuerwehr mit ihren 15 Jugendlichen und vier Höfener Betreuern referierte Julia Großmann. Absolviert wurden acht reguläre Übungen, eine große Regionalübung, eine Sternfahrt, das Jugendfeuerwehr-Landeszeltlager im Allgäu und mitgestaltet der Große Zapfenstreich im Rahmen der Verabschiedung des Bad Wildbader Stadtbrandmeisters Tido Lüdtke sowie der „Tag der offenen Tür“ bei der Feuerwehrabteilung Calmbach. Im Jahr 2025 wird es ein Jugend-Zeltlager im Vogtland geben. Julia Großmann wurde im vergangenen Jahr die Ehrennadel in Silber der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg und Carsten Rapp die Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Silber verliehen.
Schriftführer Jens Großmann bezeichnete das vergangene Jahr mit seinen 134 Einsatzstunden und seinen drei Ausschusssitzungen als ein „etwas ruhigeres Jahr“. Bei durchschnittlich 18 Übungsteilnehmern hatte er insgesamt 960 Übungsstunden notiert. Im gesellschaftlichen Bereich war die Feuerwehr mehrmals im Einsatz wie etwa beim Betreiberverein „Nachtwächterbad“, bei der Maibaum-Aufstellung, beim Elfmeterschießen des VfL Höfen, beim Kindergartenfest, beim Sommerfest bei der Enzauenhalle, beim Gaudi-Abend des Musikvereins, beim Bauwagen-Jubiläum, beim Großen Zapfenstreich in Bad Wildbad und beim Volkstrauertag.
Suche nach Standort
Sebastian Bodamer berichtete über die Finanzen und stellte den Wirtschaftsplan 2025 vor. Bürgermeister Heiko Stieringer dankte der Feuerwehr zum einen für ihren Dienst und zum anderen für die Mitgestaltung des gesellschaftlichen Lebens in der Enztalgemeinde. Er versicherte, die Standortsuche für ein neues Feuerwehrmagazin auf der Agenda dieses Jahres zu haben. Einen Maibaum auf der Kreisverkehrsanlage nach dessen Wiederherstellung konnte und wollte er nicht versprechen, weil für den Einbau einer festen Hülse Kosten von etwa 10 000 Euro entstünden. „Ein Maibaum auf der Kreisverkehrsanlage ist momentan finanziell nicht machbar“, so Heiko Stieringer.
Kommandant Sven Schatz (Dobel) kam in seinem Grußwort auf eine künftig wohl noch intensivere Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren Dobel und Höfen mit dem Anknüpfungspunkt „Alarm- und Ausrückeordnung Eyachtal“ zu sprechen.
Kreisbrandmeister Dirk Patzelt zeigte sich zufrieden mit dem Mannschaftstand und dem Durchschnittsalter der Höfener Feuerwehr und hoffte auf eine weiterhin gute Jugendarbeit. In seinen Ausführungen berichtete er recht detailliert über die Aktivitäten des Landkreises Calw für einen effizienten Katastrophenschutz und über das noch in diesem Jahr fertigzustellende Feuerwehrzentrum in Martinsmoos und ging auf die kürzliche Großübung im Bad Wildbader Meistern-Tunnel ein.