34 Mal mussten die Hertener Löschfahrzeuge im vergangenen Jahr ausrücken, wie Abteilungskommandant Urs Willi Mangold bei der Hauptversammlung der Orts-Wehr ausführte. Foto: Rolf Rombach

Die Abteilung Herten feiert dieses Jahr ihren 100. Geburtstag mit einem Festwochenende.

Mit 34 Einsätzen war 2025 für die Feuerwehr-Abteilung Herten vergleichsweise ruhig. Dass sie dennoch jederzeit benötigt werden und dann ihre Leistung bringen, wurde durch ein Grußwort eines Bürgers noch mal plastisch deutlich. Denn er ist der Besitzer der Immobilie, die vor wenigen Wochen in dem Rheinfelder Stadtteil brannte. „Das war baulich keine leichte Situation. Das Gebäude der Nachbarn wurde geschützt und meine Sachen dort gerettet. Da lernt man es zu schätzen, dass es Euch gibt“, dankte er den Floriansjüngern persönlich für ihr Engagement. Ortsvorsteher Matthias Reiske dankte auch als Vorsitzende des DRK-Ortsvereins für die gute Zusammenarbeit vor Ort. Der regelmäßige Austausch bei gemeinsamen Übungen bewähre sich inzwischen seit Jahrzehnten. Bei dem Brand ebenfalls im Einsatz war die Drehleiter der Feuerwehr Grenzach-Wyhlen, wofür sich Abteilungskommandant Urs Willi Mangold bedankte. Sebastian Werner, Kommandant der Nachbarwehr nutzte seinerseits die Gelegenheit, bei der Rheinfelder Wehr sich öffentlich für die Unterstützung mit einem Löschzug beim Grenzacher Tedy-Brand zu bedanken.

 

Nicht nur in Einsätzen, auch im Vorbereitungsdienst sind Kooperationen inzwischen an der Tagesordnung. Neben einer gemeinsamen Jugendgruppe kooperiert die Abteilung Herten mit den Degerfelder Kameraden auch mit der Alters- und Einsatzabteilung. Höhepunkt für viele war der Familienausflug, organisiert von den ehemaligen Warmbacher Abteilungskommandanten Kevin und Christian Trüby, die ihre Erfahrungen nun in der Hertener Abteilung weitergeben und für das Engagement einen besonderen Dank von Urs Mangold erhielten.

Weniger Einsätze 2025

Nach 46 Alarmierungen 2024 mit 374 Einsatzstunden wurde die Abteilung Herten im vergangenen Jahr nur 34 Mal gerufen, womit sie auf 160 Stunden kam. „Fehlende Unwetterereignisse haben sich in der Einsatzdauer positiv niedergeschlagen“, erläuterte Abteilungskommandant Mangold die Veränderung in der Statistik. Acht Mal riefen Brandmeldeanlagen, ein Mal ein privater Rauchmelder durch Ungeziefer im Sensor, ohne dass die Wehr tätig werden musste. Mit zwei Kleinbränden blieb es für die Abteilung selbst ruhig. Durch das Sonderlöschfahrzeug ging es drei Mal zur Unterstützung anderer Abteilungen. Mit 14 Anlässen der technischen Hilfeleistung blieb das Einsatzspektrum abwechslungsreich. Von der Rettung eines Igels und einer Entenfamilie bis zur Havarie eines Sportbootes auf dem Rhein gab es einiges zu tun.

Zudem kamen fünf geplante Veranstaltungsabsicherungen hinzu.

Aktive Altersmannschaft

Werner Grimm berichtete als Sprecher der Altersmannschaft von deren Aktivitäten. Bei verschiedenen Terminen beteiligten sie sich an Arbeitseinsätzen und sind aktuell auch sehr aktiv bei den Planungen zum Jubiläumsfestwochenende im September.