Ihre Waldbrandübung nutzte die Feuerwehr Haiterbach jetzt, um ein noch junges Objekt zu integrieren: den Solarpark in Unterschwandorf. Das warf auch Kritikpunkte auf.
Eine landwirtschaftliche Zugmaschine, die während der Fahrt Feuer fängt, war in der Übungsannahme Auslöser des Brandes. Dem Fahrer gelang es in diesem Szenario in letzter Sekunde, das brennende Fahrzeug auf Höhe eines kleinen Schuppens im Bereich des Solarparks am Straßenrand zum Stehen zu bringen und sich in Sicherheit zu bringen. Kurz darauf stand der Schlepper in Vollbrand. Neben der Feuerwehr und der EnBW waren so auch Landwirte Teil der Übung.
Die Alarmierung erfolgte über Meldeempfänger. Die Anfahrt nahm einige Zeit in Anspruch, was laut Gesamtkommandant Patrick Brezing daran lag, dass man „bewusst eine lange Anfahrt in Kauf genommen“ hat. In dem Fall auch im hinteren Bereich über das Segelfluggelände.
Nicht alles lief glatt
Übungsziele waren am Samstag die Sicherstellung der Löschwasserversorgung über einen reinen Pendelverkehr, die taktisch richtige Vorgehensweise bei der Bekämpfung von Vegetationsbränden sowie die Vorgehensweise bei einem Stromunfall im Umfeld eines Solarparks.
Dabei gab es laut Brezing durchaus kritikwürdige Punkte. So habe sich gezeigt, dass der Feuerwehrplan EnBW-seitig Lücken aufweise. So seien Einrichtungen nicht gekennzeichnet gewesen.
Bei der Wasserversorgung sei bisweilen das Wasser ausgegangen, weil an den Fahrzeugen Wassersäcke gefehlt hätten. Für Brezing sind auch Probleme wichtiger Bestandteil von Übungen. Bei denen gelte es, Abläufe zu verfestigen, damit sie bei Einsätzen sitzen würden.
Reichweitenproblem bei Digitalfunk
Auch bei der Kommunikation traten technische Schwierigkeiten auf, die beim analogen Funk schon bekannt waren, aber auch den digitalen Funk betreffen. So trat ein Reichweitenproblem auf, das laut Preting auf die topografische Lage zurückzuführen sei. Im Ernstfall würde man hier mit einem Repeater auf einer Anhöhe Abhilfe schaffen.
Das Reichweitenproblem ist laut Brezing aber auch in Baden-Württemberg tendenziell größer als etwa in Bayern, was an unterschiedlichen Konfigurationen in den beiden Bundesländern liege.
Von den Kritikpunkten angesehen zeigte sich Brezing mit dem Verlauf der jährlichen Waldbrandübung zufrieden.