Wie geht es weiter mit dem Feuerwehrhaus in Owingen? Um dies zu klären, wird eine Arbeitsgruppe aus der Verwaltung, Gemeinde- und Ortschaftsrat sowie der Feuerwehr gebildet. Foto: Selinka

Das Owinger Feuerwehrhaus lässt sich nicht mehr so ertüchtigen, dass es den Vorschriften des Brandschutzes genügt. Eine andere Lösung muss also her.

Der Zustand des Gerätehauses war in der Hauptversammlung der Owinger Feuerwehrabteilung ein großes Thema. Bürgermeisterstellvertreter Markus Gauss nahm dazu Stellung im Namen der Stadtverwaltung und des Gemeinderates, da Bürgermeister Heiko Lebherz in der zeitgleich angesetzten Hauptversammlung der Feuerwehrabteilung Hart weilte.

 

Markus Gauss bezog sich dabei zunächst auf die Diskussion im Gemeinderat Anfang des vergangenen Jahres, als es um die Aktualisierung des Feuerwehrbedarfsplanes ging und der Gemeinderat entschieden hatte „dass innerhalb der Stadt alle neun Feuerwehrabteilungen erhalten bleiben“. Damals ging dieser Bedarfsplan von einer grundlegenden Sanierung des bestehenden Owinger Feuerwehrhauses aus.

Unfallkasse hat Bedenken

Doch die Unfallkasse Baden-Württemberg (UKBW) hat bei der 2025 erfolgten Prüfung der Haigerlocher Feuerwehrhäuser dem Gebäude in der Owinger Rathausstraße ein schlechtes Zeugnis hinsichtlich seines Zustands ausgestellt und verschiedenste bauliche Mängel attestiert. So fehlen getrennte Umkleiden und Duschen für Frauen und Männer. Zudem ist die Einsatzkleidung der Wehrleute ungeschützt im gleichen Raum wie die Fahrzeuge untergebracht, so dass Abluft in die Kleidung dringt.

„Das Owinger Feuerwehrhaus lässt sich nicht mehr so ertüchtigen und sanieren, wie dies ursprünglich vorgesehen war“, so Markus Gauss‘ Fazit. Deshalb habe sich kürzlich auch der Haigerlocher Architekt Stephan Beuter das Haus angeschaut. Bürgermeister Heiko Lebherz wolle nun eine Arbeitsgruppe aus Vertretern des Gemeinde- und Ortschaftsrats, der Feuerwehr und dem Architekten bilden, um zu beraten, wie mit der neuen Situation umgegangen wird, zumal auch in Stetten ein neues Feuerwehrhaus geplant ist. Der Bürgermeisterstellvertreter zeigte sich optimistisch, dass für Owingen eine zufriedenstellende Lösung für das Feuerwehrhaus gefunden wird.

Drei Einsätze bei Bränden

Markus Gauss dankte der Abteilung für die stetige Einsatzbereitschaft und vor allem dem scheidenden Abteilungskommandanten Rainer Volm für 25 Jahre Einsatz an vorderster Stelle. Gauss nahm auch die einstimmig gewährte Entlastung der Abteilungsführung vor.

Rainer Volm wie auch Schriftführer Lars Matsch hatten zuvor in ihren Rückblicken auf 2025 von einem „eher ruhigen Feuerwehrjahr“ gesprochen. Es gab fünf Einsätze, davon drei Brandeinsätze. Dazu kamen 17 Übungen.

Neues Fahrzeug in Sicht

Gesamtwehrkommandant Patrick Kornwachs bedankte sich bei den Feuerwehr-Aktiven für ihren ehrenamtlichen Dienst. Der Feuerwehrbedarfsplan sieht für Owingen als Ersatzbeschaffung für das aus dem Jahr 2001 stammende Löschfahrzeug (LF/8) den Kauf eines Mannschaftslöschfahrzeugs (MLF) vor. „Für ein solches Fahrzeug bis maximal zehn Tonnen wurde nun ein Zuschuss beantragt“, so Kornwachs.