Drei Feuerwehrabteilungen haben an der Großübung der „AAO Nacht“ teilgenommen: Heinstetten, Hartheim und Meßstetten sowie das Rote Kreuz waren im Einsatz.
Für eine „AAO Nacht“ – die Alarm- und Ausrückeordnung für die Nacht, das Wochenende und die Feiertage – stehen in der Regel mehr Wehrleute zur Verfügung als im Falle einer „AAO Tag“, nicht wenige Wehrleute dann arbeitsbedingt fehlen oder weite Anfahrtswege haben, die ihre Ankunft am Einsatzort zeitlich verzögern.
Alexander Maurer, der stellvertretende Gesamtfeuerwehrkommandant der Gesamtwehr Meßstetten, hatte zu einer Übung eingeladen, bei der die Feuerwehrleute einen Einsatzfall in der Nacht trainieren sollten. Interessiertes Publikum war dabei willkommen – schließlich haben es die Feuerwehrleute auch bei realen Einsätzen oft mit Schaulustigen zu tun.
Tatsächlich kamen viele Zuschauer und machten die Übung somit zu einem innerörtlichen Ereignis, das Gesamtkommandant Ralf Smolle moderierte: Er erklärte den Zuschauern, was seine Truppe gerade tat, um sie einzubinden und ihnen das das Einsatzgeschehen zu erklären.
Das spielte sich am Vereinsheim des „Team Caotique“ inmitten von Heinstetten an der Hilb ab. Das Szenario war ein Gebäudebrand, ausgebrochen während einer Vereinsfeier im Gebäude selbst. Priorität hatte dabei die Rettung von Menschen aus dem Übungsobjekt.
Parallel dazu mussten die Wehrleute eine zusätzliche Wasserversorgung aufbauen und von der Zisterne „Sanetta/Reitstall“ eine 660 Meter lange Wasserleitung verlegen. Eine innerörtliche Baustelle an einer Kreuzung zwischen den Anfangs- und Endpunkten wurde einfach überrannt.
Auch die DRK-Ortsgruppe Meßstetten hatte, kaum angekommen, einen regelrechten Anfall an Verletzten zu versorgen. Da das imaginäre Vereinsfest viele Gäste hatte und die eingesetzten Atemschutztrupps zügige Arbeit leisteten, wurden sechs Schwerverletzte und 13 leichter Verletzte temporär in die Hände des DRK vor Ort übergeben.
Dass diese Übungen vor Ort ein Segen sein können, hatte bereits eine Übung in Tieringen im Juni 2024 gezeigt: Bei der damaligen Übung an einem hoch gelegenen Pferdehof hatte sich herausgestellt, dass der Wasserdruck nicht ausreichte. Darauf hin beseitigten Stadtverwaltung und Gemeinderat ohne zu zögern die Mängel in der „Wasserversorgung über lange Wegstrecken“ und und schafften ein für solche Fälle geeignetes neues Fahrzeug, einen Gerätewagen Logistik 2 (GW-L2) bei der Firma Albert Ziegler Feuerschutz für die Abteilung Tieringen an.
Diesmal fiel die Übungsnachbesprechung nach der schweißtreibenden ehrenamtlichen Arbeit im Feuerwehrgerätehaus Heinstetten positiver aus. Insgesamt hatten daran 69 Einsatzkräfte mit zwölf Fahrzeugen von Feuerwehr und DRK teilgenommen.