Im Gemeinderat ärgert sich Hans-Jürgen Weger darüber, dass Geräte für die Feuerwehr, für die im Haushaltsplan 15 000 Euro bereitstehen, noch nicht bestellt worden sind.
Ein schwerer Sturm mit starkem Regen hat in der Nacht auf den 25. August 2023 im Geislinger Stadtgebiet Dächer abgedeckt, Stromleitungen gekappt, Keller volllaufen lassen und Bäume umgeworfen. Ein Großeinsatz der Feuerwehr war nötig und machte auf ein mögliches Problem aufmerksam: Deren vorhandene Ausrüstung reicht für die häufigeren und heftigeren Unwetter inzwischen nicht mehr aus.
Auf Bestreben des Geislinger Gemeinderats ist daher im Haushaltsplan 2024 ein Betrag von 15 000 Euro für die Beschaffung von Motorsägen, Tauchpumpen und anderer Ausrüstung vorgesehen, welche die Feuerwehr nach Stürmen und Überflutungen benötigt. Allein: Keine der drei Geislinger Abteilungen hat diese bislang erhalten.
Ärger darüber, dass die Stadtverwaltung die versprochenen Geräte noch nicht einmal bestellt hat, äußerte Hans-Jürgen Weger (Fraktion Aktive Bürger) in der jüngsten Gemeinderatssitzung: „Das war doch ein Auftrag des Gemeinderats.“
Oliver Schmid: „Eins nach dem anderen“
Bürgermeister Oliver Schmid wirkte erbost und erklärte: Seine Mannschaft im Rathaus schaffe mit geringem Personal viel weg und diese Bestellungen für die Feuerwehr hätten für offensichtlich nicht die oberste Priorität gehabt.
Das sei einer von vielen Aufträgen an die Verwaltung durch den Gemeinderat kraft dessen Königsrechts des Haushalts in diesem Jahr gewesen. „Nicht alle konnten ,just in time’ erledigt werden. Eins nach dem anderen.“
Hans-Jürgen Weger: „Noch bis Jahresende Zeit“
Für die Sicherheit der Bürger sind die noch nicht gekauften Geräte aus Sicht des Verwaltungschefs kein relevanter Faktor: „Davon geht die Welt nicht unter.“ Weger schüre mit seinem vehementen Drängen Ängste.
Dieser sagte jedoch, damit wolle er sich nicht abspeisen lassen: Die Verwaltung habe doch noch bis Jahresende Zeit, die versprochene Ausrüstung zu bestellen.