Oberbürgermeister Julian Osswald (rechts), Bürgermeisterin Stephanie Hentschel (links) und Stadtbrandmeister Florian Möhrle (Zweiter von links) gratulierten dem Abteilungskommandanten Tom Anger (Vierter von links) und seinen beiden Stellvertretern Marc Bernhardt (Dritter von links) und Andreas Behncke (Zweiter von rechts) zur Wahl. Foto: Lothar Schwark

Eine besondere Versammlung stand für die Feuerwehrabteilungen Freudenstadt und Wittlensweiler an. Dabei wurde der Zusammenschluss beider Abteilungen beschlossen.

Mit dem Zusammenschluss der beiden Abteilungen gehört Wittlensweiler künftig der Feuerwehrabteilung Freudenstadt an. Oberbürgermeister Julian Osswald sprach bei der Versammlung in der Erwin-Hils-Halle in Wittlensweiler von einem „historischen Tag“, Kreisbrandmeister Frank Jahraus von einem „Meilenstein in der Geschichte der Freudenstädter Feuerwehr“.

 

Nachdem Oberbürgermeister Osswald und Stadtbrandmeister Florian Möhrle den Zusammenschluss verkündet hatten, stellten mehrere Redner die Bedeutung des Zusammenschlusses heraus.

Am Freitag, 22. März, findet der Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus statt. Die Bauzeit beträgt etwa zwei Jahre. In dieser Zeit erfolge das Zusammenwachsen der beiden Abteilungen, so Stadtbrandmeister Florian Möhrle. Aktuell bleibe noch alles vor Ort. Die beiden Jugendfeuerwehren mit insgesamt 44 Mitgliedern üben in dieser Zeit für sich. Wie Kreisbrandmeister Jahraus hob auch Osswald die Wichtigkeit der Jugendfeuerwehr hervor. Die Alterswehren bleiben bestehen.

Baukosten für das neue Feuerwehrhaus mit rund 13 Millionen Euro veranschlagt

Mit veranschlagten 13 Millionen Euro Baukosten sei das geplante Feuerwehrhaus eine große Investition, so Osswald. Wittlensweiler erhält zudem demnächst ein neues Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug.

Für Ortsvorsteher Philipp Bohnet ist der Zusammenschluss ein Startschuss in eine vielversprechende Zukunft. Damit würden Ressourcen noch besser genutzt, und die Einsatzfähigkeit werde gestärkt. Grußworte übermittelte Kreisverbandsvorsitzender Maik Zinser. Alle Redner dankten für das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehren.

Auf Zusammenschluss folgen Wahlen für die neue Spitze

Zum Abteilungskommandanten der neu gebildeten Abteilung wurde Tom Anger gewählt, Stellvertreter sind Marc Bernhard und Andreas Behncke. Der Abteilungsausschuss besteht aus Daniel Eberle, Stefan Hoffmann, Swen Kaube-Becher, Timo Keck, Daniel Klaus, Chris Raible, Michael Weinläder, Dennis Wetzel und Roman Schneider.

Rückblick erfolgt noch getrennt

Zuvor hatten die Abteilungen noch getrennt zurückgeblickt. Abteilungskommandant Andreas Behncke berichtete im letzten Jahresbericht für Wittlensweiler von 63 Einsätzen, davon zwölf technische. Die Jugendfeuerwehr hat laut Thomas Dölker 13 Mitglieder, davon vier Mädchen. Die Jugend habe für die Leistungsspange trainiert und durchgehalten. Höhepunkt war der Besuch bei der Berufsfeuerwehr München Wache 4.

Die Alterswehr Wittlensweiler hat derzeit 14 Mitglieder. Sie treffen sich monatlich einmal im Gerätehaus, berichtete Dieter Kaltenbach. Mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Bronze für 15 Jahre aktive Feuerwehrzeit wurden von der Abteilung Wittlensweiler Manuel Flaig, Timo Keck, Steffen Merz und Chris Raible geehrt.

Für die Abteilung Freudenstadt vermeldete Abteilungskommandant Tom Anger 206 Einsätze, zwölf mehr als 2022. 96 Brandeinsätze, 110 technische Hilfeleistungen, davon insgesamt 17 Überlandeinsätze, wurden 2023 bewältigt. Zahlreiche Menschen konnten gerettet werden, für 13 kam jede Hilfe zu spät. Zu 24 regulären Übungsabenden kamen 22 Sonderübungen. Ende 2023 zählte die Abteilung Freudenstadt 65 Aktive. Die Jugendfeuerwehr hat 31 Mitglieder, darunter acht Mädchen.

Zwei Gruppen aus den Abteilungen Freudenstadt und Wittlensweiler legten unter Leitung von Gruppenführer Michael Weinläder das Leistungsabzeichen in Silber ab.

Zahlreiche Feuerwehrleute besuchten Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal. Neben einigen Beförderungen wurden Felix Pölling, Nico Anger, Andre Rauser und Michael Weinläder mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Bronze geehrt.