Beim Festakt zum 125-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Burgberg gab es Interessantes aus der langen Geschichte zu hören. Überraschungsgäste sorgten für viele Lacher.
Nach der Begrüßung durch den Abteilungsleiter des Gastgebers, Fabian Vogler, gab es von den Frauen von „Chor is more“ ein Feuerwehrlied als Geburtstagsständchen. Roland Weisser von den Bettelwiebern überreichte in beider Namen eine neue Festgarnitur fürs Gerätehaus.
Auszüge aus der Chronik gab es von Axel Lemcke, der diese zusammen mit Alfred Hettich, Thomas Hettich und Kay Zwick verfasst hatte. Unterstützt wurde er von der ersten Frau in der Wehr, Betina Hettich.
Als Überraschungsgast betrat das Schwäbische Comedy-Duo „Die Kächeles“ die Gemeindehalle. Die Gäste bezogen auf der Bühne ihren Platz und waren in den Vortrag eingebunden. Diesen bereicherten sie mit der ein oder anderen Anekdote. Es gab viel zu lachen.
Viele Einsätze bewältigt
Die Historie der Wehr verzeichnete viele Einsätze. So wurde sie unter anderem bei den Vorbereitungen des eigenen Jubiläums 1951 zu einem Brand in Weiler gerufen. Eine große Herausforderung war auch die Beseitigung der Sturmschäden von „Lothar“ 1999.
Die Geselligkeit kam nicht zu kurz. Hier gab es viele schöne Stunden mit den Feuerwehrkameraden aus Jenesien in Südtirol. Das traditionelle Vatertagsfest lockt immer viele Besucher.
Kurioses Besteck
Kurioses gab es auch zu vermelden. Bei der Fahrzeugeinweihung des TSF-W 2003 wurde im Gerätehaus nach dem Fest der Geschenkkorb geplündert. In Ermangelung von geeignetem Besteck hatte Roland Weißer eine Idee. Er nahm kurzerhand einen 13er-Ringschlüssel. Mit diesem fischte er Silberzwiebeln aus dem Glas.
Wie ein roter Faden zog sich die Besetzung der Abteilungskommandanten durch die Ausführungen. Hier wurde seit den 60er-Jahren immer der Stellvertreter der nächste Abteilungskommandant.
Während der Chronik wurden einzelne Redner zu Grußworten auf charmante Weise von den Kächeles auf die Bühne gebeten. Der Dank von Bürgermeister Fritz Link galt einer der ältesten Wehren in der Region für ihre gelebte bürgerschaftliche Solidarität und ihren uneigennützigen Dienst in der Gemeinschaft. Er erinnerte auch an die Herausforderung bei Einsätzen, die sie freiwillig bewältigten und dabei Gefahren auf sich genommen hatten.
Ortsvorsteher Tomas Lemcke ist stolz auf die Wehr. Sie sei Vorbild für alle. Für den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Schwarzwald-Baar, Andreas Schirm ,war der Festakt ein besonderes Erlebnis. Er begann seine „Feuerwehrkarriere“ als Kind in der Jugendwehr in Burgberg.
Der stellvertretende Kreisbrandmeister Thomas Nagel sah in der Arbeit der Wehr „eine Aufgabe für alle, getragen von vielen“. Hierzu gehörten Löschen, Retten, Bergen und Schützen. Dies gehe nur mit Verlässlichkeit, Mut und Solidarität. Dem großen Engagement gebühre großer Respekt.
Der neue Kommandant der Gesamtwehr, Christoph Schwager, sowie seine Stellvertreter Michael Fuss und Uwe Kammerer reihten sich in die Gratulanten ein.
Grußworte verbunden mit Dank für die gute Zusammenarbeit gab es von der Bereitschaftsleiterin des DRK-Ortsvereins Königsfeld, Silke Schwinghammer, und Jörg Westhoff vom Polizeirevier St. Georgen.
Neue Ehrenkommandanten
Auf der Bühne am „Stammtisch“ der Kächeles hatten in der Zwischenzeit mit Willi Rapp, Siegfried Maier, Alfred Hettich und Axel Lemcke vier ehemalige Kommandanten Platz genommen. Auf sie wartete eine große Überraschung. Alle vier wurden wegen ihrer großen Verdienste zu Ehrenkommandanten der Abteilung ernannt.
Fabian Vogler dankte allen für ihre Unterstützung bei der Vorbereitung des Festbanketts. Es sei nicht immer einfach gewesen, da manches als Überraschung für einzelne Personen Geheimsache war. Dies galt vor allem für Alfred Hettich und Axel Lemcke, die bei der Chronik mitwirkten. Aber letztendlich blieben alle verschwiegen.
Sein besonderer Dank galt der Landjugend Weiler für die Bewirtung. Nach einer kleinen Kostprobe ihres Programms, bei dem Käthe ihren Karl Eugen mit einem Wortschwall ohne Punkt und Komma überhäufte, verließen die Kächeles unter großem Applaus die Bühne.