Mit neuen Mitgliedern, intensiver Ausbildung, digitalem Fortschritt und wichtigen Investitionen blickte die Gesamtwehr Eutingen auf ein ereignisreiches Jahr zurück.
Von einem Zuwachs um neun auf 266 Mitglieder, sprach Gesamtkommandant Tobias Plaz stolz. Um für die Zukunft und in der Tagesbereitschaft gut gerüstet zu sein, wolle die Gesamtwehr Mitarbeiter von Unternehmen in der Gemeinde ansprechen.
Bei 32 Einsätzen erlebten die Ehrenamtlichen einiges – besondere Tier-Einsätze, Brände, Verkehrs-Unfälle und mehr. Fortgebildet hatten sich die Feuerwehrleute zu Funker, Maschinisten, Atemschutzgeräteträger, Gerätewart und Gruppenführer.
Tim Scheu wird sich in der Schweiz zum Thema Tunnel-Rettung und in Rotterdam zum Umgang mit der NATO-Pipeline fortbilden. Derzeit wird ein Truppmann-Lehrgang in Eutingen durchgeführt. 19 Kameraden haben das Leistungsabzeichen in Gold und sieben das Geschicklichkeitsfahren für Maschinisten absolviert.
Umstellung auf digitalen Sprechfunk erfolgte
Das neue HLF kam in den Dienst und die Umstellung auf digitalen Sprechfunk erfolgte. Der geplante Hygiene-Anhänger wurde aufgrund von langen Lieferzeiten für einen Rollwagen noch nicht realisiert. Weitere Themen wie das Ersetzen der ersten digitalen Meldeempfänger oder neue Feuerwehrverwaltungssoftware bringen den Ehrenamtlichen Zusatzarbeit, wobei sich die Stellvertreter Thomas Renz und Daniel Feinler stark eingebracht haben. Letzterer berichtete von der neuen Feuerwehr-App und einer digitalen Einsatzregistrierung.
Von den Aktivitäten der 70 Personen starken Jugendfeuerwehr, mit 52 Jungs und 18 Mädchen, berichtete Gesamtjugendwartin Franziska Raible. Die Acht- bis 16-Jährigen und ihre 32 Betreuer/innen übten 65 Mal für den künftigen Ernstfall. Am Kreisjugendzeltlager nahmen 16 Jugendfeuerwehrler und fünf Betreuer teil. Bei der Hauptübung am Gemeindehaus in Rohrdorf wurden vermisste Mimen gemeinsam mit dem Jugendrotkreuz Eutingen „gerettet“. Neben dem Ablegen der Leistungsspange, den Ausflügen der einzelnen Jugendfeuerwehren nahm der Nachwuchs am Feuerwehrlauf am Schönbuchturm teil. Erfolgreich war das Seminar „Experiment im Jugendfeuerwehrdienst“ der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg.
Von der Mitgestaltung der Floriansmesse und Festbesuchen der Feuerwehren berichtete Winfried Seele. Der Leiter der Gesamt-Alterswehr nannte 34 Alterswehr-Kameraden, die einen Ausflug auf den Ruhestein machten und die zukünftigen Aktionen wie die Floriansmesse in Göttelfingen.
Aufgaben wie das Erstellen der 27 Einsatzberichte, des Newsletters, das Pflegen der Social-Media-Kanäle und vieles mehr, nannte René Auberger vom Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit. Von Sportaktionen der 37 Teilnehmenden wie dem Stadtradeln und Events im Fitnessstudio, um die Einsatzkräfte fit zu halten, berichteten Luis Landwehr und Florian Wein.
Blick auf mehrere Feuerwehrfest
Ergänzend dazu nannte Schriftführer Heiko Krüger Feuerwehrfeste, wie die Einweihung des neuen HLF in Eutingen, die Hocketse in Rohrdorf und das Fest zum 160-jährigen Bestehen. Das Fest der Alterswehrkameraden des Landkreises fand in Weitingen statt.
Grußworte in der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Eutingen
Eutingens Bürgermeister Markus Tideman
dankte den Ehrenamtlichen für ihren unverzichtbaren Einsatz, für das starke Jugendfeuerwehr-Engagement und den Beitrag aller Feuerwehrleute zur Sicherheit der Bevölkerung. Neben der Brandbekämpfung leistet die Feuerwehr vielseitige technische Hilfe und engagiert sich etwa im Katastrophenschutz. Trotz aktuell begrenzter Finanzmittel wird an notwendigen Zukunftsinvestitionen wie Fahrzeugbeschaffungen festgehalten, so das Gemeindeoberhaupt.
Für das starke Engagement
der Gesamtwehr Eutingen lobte der neue Kreisbrandmeister Daniel Schwaderer, der aus der Jugendfeuerwehr und damit von der Basis kommt. Er sprach jedoch auch von Herausforderungen wie Einsparungen und Katastrophen-Schutz-Aufgaben, ebenso die Kameraden/innen-Gewinnung.
Welch gute Zusammenarbeit
und welche Vielfalt im Feuerwehrwesen die Gesamtwehr Eutingen leistete, betonten auch Franz Wittich (Kreisfeuerwehrverband), Dieter Eger (Feuerwehr Empfingen), Sven Weniger (Stadtbrandmeister Horb) und Simon Wiedemann (Feuerwehr Starzach).
Nina Laschinger-Schenk
stellte mit Bildern die Aufgaben der Führungstruppe Eutingen-Empfingen-Horb vor.