Die Feuerwehr Eschbronn besteht aktuell aus 36 Aktiven, darunter eine Frau. Neben zehn Führungskräften gibt es zwölf Atemschutzgeräteträger und 14 Maschinisten. Das Durchschnittsalter liegt bei 41 Jahren.
Die Feuerwehr Eschbronn musste im vergangenen Jahr zu sieben Einsätzen ausrücken, zwei mehr als in 2023. Bei nur einem handelte es sich um einen Brandeinsatz, die anderen waren Hilfeleistungseinsätze. Dennoch sprach Kommandant Andreas Noth bei der Hauptversammlung im Gerätehaus Locherhof von einem ruhigen Jahr für die Feuerwehr. Geleistet worden seien 98 Einsatzstunden, in 2023 seien es nur 43 Stunden gewesen.
Ausrückzeit „muss dringend besser werden“
Die durchschnittliche Ausrückzeit vom Alarm bis zum Eintreffen an der Einsatzstelle habe 13 Minuten betragen. „Das sind fünf Minuten mehr als noch in 2023 und muss dringend besser werden“, forderte der Kommandant. Sechs der sieben Einsätze habe es zwischen 6 Uhr morgens und 18 Uhr abends gegeben. Im aktuellen Berichtsjahr sei es bereits zu sieben Einsätzen gekommen, weshalb er gespannt sei, was 2025 noch bringe.
Durch die gute Ausbildung und technische Ausstattung sei die Feuerwehr Eschbronn jederzeit bereit, sich den Herausforderungen zu stellen. 2024 seien 1072 Stunden Übungsdienst geleistet worden, die Teilnahme daran habe bei 78 Prozent gelegen. „Wenn ich 78 Prozent für gut halte, sehe ich aber noch Luft nach oben“, zeigte sich Noth zufrieden. Allerdings gebe es auch Kameraden, die kaum die 50 Prozent erreichten. Das sähe er äußerst kritisch, und er könne bei diesen eine Einsatztauglichkeit nicht mehr erkennen. Die Teilnahme an den Übungsdiensten gehöre zur Pflichterfüllung eines Feuerwehrangehörigen, denn im Einsatzfall müsse sich jeder auf den anderen verlassen können.
Bei Hauptübung Können gezeigt
Wie jedes Jahr sei die Hauptübung, diesmal bei der Familie Rapp am Haspel, eine gute Gelegenheit gewesen, ihr Können zu zeigen, hob der Kommandant hervor. Die von der Feuerwehr zum dritten Mal begleitete Feuer- und Räumungsübung biete die Möglichkeit, den Nachwuchs von Morgen zu gewinnen.
640 Stunden für Weiterbildung aufgewendet
Für Ausbildungen und Lehrgänge seien 640 Stunden aufgewendet worden. Sie seien wichtig, um Gruppenführer und Zugführer auf einem guten Stand zu halten. Was der Wehr fehle, sei Nachwuchs bei Führungskräften. Trotz vieler Neuzugänge werde die Mitgliedergewinnung weiterhin eine große Rolle spielen, meinte Noth.
Moser: Zeiten werden schlechter
Bürgermeister Franz Moser sagte, in den vergangenen Jahren sei es ihm leichtgefallen, die Feuerwehr zu unterstützen. Die Zeiten würden jedoch schlechter und das Geld weniger. „Aber für die Sicherheit im Einsatz werden wir weiterhin Mittel zur Verfügung stellen“, versicherte der Bürgermeister.
Vorbilder für die Jugend
Kreisverbands-Vorsitzender Jürgen Eberhard verwies auf den derzeitigen politischen Umbruch, von dem sich die Feuerwehren nicht beunruhigen lassen sollten. Die Einsatzkräfte seien Vorbilder für die Jugendfeuerwehr. „Ihr seid das Gesicht von Eschbronn und jeder steht für die Ideale der Feuerwehr“, bekräftigte Eberhard.
Andreas Noth zum Hauptbrandmeister befördert
Andreas Noth zum Hauptbrandmeister befördert
Nach erfolgreicher Teilnahme an der Grundausbildung und Truppmann Teil 1 wurden Noah Bantle, Louis Hils, Lukas Jauch, Lukas Rapp, Timo Westphal, Max Müller und Marco Rapp zu Feuerwehrmännern befördert. Zum Löschmeister aufgestiegen ist Oliver Rapp, der gleichzeitig auf die Dauer von fünf Jahren zum Gruppenführer und Unterführer der Feuerwehr Eschbronn bestellt wurde. Michael Koch darf sich ab sofort Oberbrandmeister nennen. Die höchste Beförderungsstufe erreichte Kommandant Andreas Noth. Er wurde von seinem Stellvertreter Bernd Rühle zum Hauptbrandmeister ernannt.