Andreas Noth bleibt für weitere fünf Jahre Kommandant der Feuerwehr Eschbronn. Mit Oliver Rapp steht ihm ein neuer Stellvertreter zur Seite.
Die geheimen Wahlen bei der Mitgliederversammlung der Feuerwehr Eschbronn brachten einen überaus hohen Vertrauensvorschuss für den alten und neuen Kommandanten. Ebenso für Stellvertreter Oliver Rapp, der Bernd Rühle ablöste.
Im Anschluss betonte Noth, ihm habe die Arbeit als Feuerwehr-Chef meistens Spaß und Freude bereitet. Rühle sei stets bei der Sache gewesen und hinterlasse große Spuren. „Mit Oliver Rapp haben wir eine gute Lösung gefunden. Er wird neue Fußstapfen setzen“, war sich der Kommandant sicher.
„Zehn spannende Jahre“
„Ich blicke auf zehn spannende Jahre zurück, in denen sich der Mannschaftsstand (aktuell 35) und der Übungsdienstbesuch (84 Prozent) kontinuierlich nach oben entwickelt haben. In dieser Zeit wurden mehr als 730 000 Euro in Unterhalt und Beschaffung investiert“, berichtete Noth.
2025 musste die Wehr zu einem Brand und zu zehn Hilfeleistungen ausrücken. Die geleisteten Einsatzstunden summierten sich auf 250 (98 im Vorjahr). Drei der elf Einsätze fanden zwischen 18 und 6 Uhr statt. Weitere 1260 Stunden kamen bei den Übungsabenden zusammen.
Obwohl die Jahreshauptübung in der Werkstatt der Schreinerei Müller viele Schaulustige angelockt habe, werde man künftig die Zaungäste in die Übung einbinden. Hierzu würden bereits Planungen laufen, kündigte der Feuerwehr-Leiter an.
Selbst wenn die finanzielle Situation der Gemeinde in kommenden Jahren noch schwieriger werde, sollte trotzdem in die Sicherheit investiert werden. Es sei nicht auszuschließen, dass die Feuerwehr plötzlich mit Aufgaben konfrontiert werde, von denen man bis jetzt nicht wusste, dass es sie überhaupt gebe.
Kritik des Kommandanten
Kritik habe bisher nie zu seinen Berichten gehört. Doch die Müllsituation rund ums Feuerwehrhaus sei nicht länger tragbar. Hier sähe er die Gemeindeverwaltung in der Pflicht.
Ebenso sei es nicht hinnehmbar, dass bei Veranstaltungen in der Turnhalle der Feuerwehrhof in Beschlag genommen und die Zufahrt wie auch die Garagen der Feuerwehr zugeparkt würden. „Wenn da keine Lösung gefunden wird, sehe ich mich gezwungen, die Feuerwehr für Tage, an denen Festivitäten stattfinden, abzumelden. Eine Einsatzbereitschaft ist unter diesen Umständen nicht mehr gegeben“, rügte Noth.
Replik des Bürgermeisters
Bürgermeister Franz Moser sagte, er habe keinerlei Verständnis, wenn auf dem Glascontainer eine Bratpfanne abgelegt werde. Zum Glück sei ein Verursacher des Mülls ausfindig gemacht worden. Die Parksituation auf dem Feuerwehrhof sei schwierig. Es sei vorgesehen, mit den betreffenden Vereinen eine Planung zu erstellen und das Parken mehr auf das ehemalige Ketterer-Areal zu verlegen.
Hinsichtlich der Finanzen sei die Gemeinde das Sparen gewohnt, habe aber wenig Möglichkeiten zu streichen. Er sei der Feuerwehr-Führung deshalb dankbar, dass sie das Wünschenswerte vom Notwendigen unterscheide. Auch sei er froh, dass es junge Menschen gebe, die sich der Verantwortung stellten und sich für die Feuerwehr entschieden. „Das ist das Pfund im Ehrenamt, das wir in Eschbronn haben“, hob der Bürgermeister hervor.