Immer mehr und immer schwieriger werden die Einsätze der Feuerwehr. Daher ging es im Gemeinderat Epfendorf nun um eine angemessene Entschädigung.
Zuletzt angepasst worden war die Einsatzentschädigung Anfang 2020. Sie sah in Epfendorf zwölf Euro pro Stunde bei Einsätzen und zehn Euro pro Stunde bei Brandwachen und Feuerwehrsicherheitsdiensten vor. 2022 wurde das Thema auf Kreisebene aufgegriffen. Man diskutierte über eine Vereinheitlichung der Einsatzentschädigung für die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute.
Nun wolle man angesichts der Anpassungen in anderen Gemeinden den Satz auch in Epfendorf anheben, kündigte Bürgermeister Mark Prielipp an. Konkret lautete der Verwaltungsvorschlag, rückwirkend ab Beginn dieses Jahres 15 Euro pro Stunde für Einsätze und für die Brandwache anzusetzen und 13 Euro für den Feuerwehrsicherheitsdienst.
Hochwasser und Sturm
„Eine Vereinheitlichung finde ich absolut richtig“, meinte Uwe Mei in der Gemeinderatssitzung. Schließlich würden die Einsätze nicht nur immer anspruchsvoller, sondern auch immer häufiger. „Die Feuerwehr ist derzeit so oft unterwegs wie lange nicht mehr, sei es in Sachen Hochwasser oder Sturm.“
Mei hatte noch einen Vorschlag, der im Rahmen der Haushaltsberatungen für das Jahr 2024 diskutiert werden soll. So sollten seiner Ansicht nach Feuerwehrkräfte mit besonderer zusätzlicher Funktion eine zusätzliche Entschädigung erhalten. Als Beispiele führte er den Gerätewart, den Funkgerätewart und den Kommandanten an, aber auch den Ausbildungsleiter.
Mehr Nachwuchs muss her
Aktuell gebe es ja leider nicht so viel Nachwuchs für die Epfendorfer Feuerwehr. „Das müssen wir dringend wieder ankurbeln“, fand Mei. Deshalb sei der Ausbildungsleiter so wichtig. Auch für langgediente Feuerwehrkameraden sollte es über den klassischen Geschenkkorb hinaus einen finanziellen Beitrag zur Würdigung geben, ergänzte Uwe Mei seinen Vorschlag.
Bürgermeister Prielipp stimmte ihm zu. Das Thema wird in den Haushaltsberatungen wieder auf den Tisch kommen. Der Vorschlag der Verwaltung zur Erhöhung der Einsatzentschädigung wurde einstimmig angenommen.