Bürgermeister Ferdinand Truffner mit Kreisbrandmeister Frank Jahraus und Gesamtkommandant Dieter Eger Foto: Jürgen Baiker

Gefahrgut, Großübungen und Nachwuchsarbeit: Bei der Hauptversammlung blickt die Feuerwehr auf ein forderndes Jahr zurück – und zeigt, warum Einsatzstärke nicht an Zahlen messbar ist.

Das Feuerwehrjahr 2025 sei für die Gesamtfeuerwehr Empfingen ein arbeitsreiches, kameradschaftliches und einsatztaktisch ein herausforderndes und stressiges Jahr gewesen, so Gesamtkommandant Dieter Eger bei der Hauptversammlung.

 

Die Gemeinde Empfingen sei ein wachsendes und aufstrebendes Kleinzentrum, das sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt habe und dies sicherlich auch in Zukunft tun werde. Nicht nur weitere Ansiedlungen von Gewerbebetrieben, was für die Gemeinde sehr wichtig sei, sondern auch das immer mehr zunehmende Verkehrsaufkommen und die größer werdende Infrastruktur würden die Aufgaben für die Feuerwehr nicht weniger und auch nicht einfacher werden lassen.

Die Zahl von 37 Einsätzen 2025 der Gesamtfeuerwehr Empfingen ist erfreulicherweise etwas kleiner als 2024 (54). Aber die Zahl täuscht etwas. Die Alarme, bei denen kein Eingreifen erforderlich war, haben sich 2025 reduziert. „Dafür gab es aber wieder spezielle und auch außergewöhnliche Einsatzsituationen, die uns einiges vom breitgefächerten Aufgabengebiet einer Feuerwehr abverlangt haben“, sagt Eger.

Brennender Gefahrguttanklastzug

Allein der Einsatz mit dem brennenden Gefahrguttanklastzug auf der A 81 am 14. Juli, der sehr speziell und nicht ganz ungefährlich gewesen sei, verbunden mit sehr vielen Einsatzstunden (1523 Stunden) zeige, dass nicht nur die Einsatzzahlen, sondern vor allem auch die Art der Einsätze aussagekräftig dazu seien, was die Feuerwehr im vergangenen Jahr geleistet hat.

Ehrungen gab es bei der Hauptversammlung der Gesamtfeuerwehr in Empfingen. Foto: Jürgen Baiker

Damit man immer auf dem neuesten Stand fit bliebt, dazu gab es viele Übungen, so eine Hauptübung in Empfingen, eine Nachtübung bei der Firma Brändle in Empfingen und eine Hauptübung in Wiesenstetten. Um die Kameradschaft zu fördern, gab es wieder ein Sommerfest für die ganze Feuerwehrfamilie. Im Rahmen der Brandschutzfrüherziehung war man wieder Gastgeber für die vierten Klassen der Empfinger Schule. Auch das Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr in Empfingen und das Empfinger Ferienprogramm zeigten, dass die Nachwuchsförderung und Nachwuchsgewinnung einen hohen Stellenwert hat. Um auf dem Laufenden zu bleiben, gab es wieder mehrere Lehrgänge und Fortbildungen. Dazu gehörte auch der Führerschein C und der Feuerwehrführerschein bis 7,5 Tonnen.

Einige Feuerwehrmitglieder erhielten Beförderungen. Foto: Jürgen Baiker

Blick auf die Jugend

In seinem weiteren Bericht hob Eger die Jugendfeuerwehr hervor. „Ich bin froh, dass wir so eine tolle Jugendfeuerwehr haben. Es macht richtig Freude, den jungen Mädels und Jungs bei ihren Übungen zuzusehen. Sie sind mit vollem Eifer dabei. Die Jugendwehren von Betra und Empfingen üben gemeinsam. Gemeindegrenzen dürfen keine Rolle mehr spielen.“ Eger nannte auch die Alterswehr, die vor allem die Kameradschaft pflegt.

Grußworte gab es auch. Bürgermeister Ferdinand Truffner sagte: „Danke für das Engagement für das Ehrenamt. Die Gemeinde steht hinter der Feuerwehr. Sie ist gut aufgestellt. Sie ist gut ausgerüstet.“ Weitere Grußworte gab es von Maik Zinser, Thomas Hofer, Feuerwehr Horb, und Tobias Plaz, Feuerwehr Eutingen, und Simon Brendle, DRK.

Kreisbrandmeister Frank Jahraus hatte in seinen Grußworten, die auch Abschiedsworte waren, geht er doch in den Ruhestand, komische Gefühle. 26 Jahre war er Kreisbrandmeister. Es war ihm eine Ehre, Kreisbrandmeister zu sein. Die Anwesenden zollten ihm mit einem stehenden langen Applaus ihre Dankbarkeit und Respekt.

Personelles zur Feuerwehr

Zahlen zur Feuerwehr
Die Mannschaftsstärke der Feuerwehr kann sich mit gesamt 120 Feuerwehrangehörigen sehen lassen: Abteilung Empfingen: 53 Aktive, davon 4 weiblich; Abteilung Wiesenstetten: 25 Aktive, plus 1 Doppeldienst; Altersabteilung: 10 Mitglieder, davon 1 aus Wiesenstetten; Abteilung Jugendfeuerwehr: 14 Mitglieder, davon 3 weiblich, Abteilung Musikzug: 26 Mitglieder, davon 7 weiblich, 8 nur im Musikzug.

Ehrungen und Beförderungen
Zu Oberfeuerwehrmännern wurden befördert: Lars Deisinger, Tobias Fuhrmann, Matthias Lacher, David Maier, Lukas Krauter, Niklas Haas, Kay Stehle, Kay Uwe Raff, David Fischer; zur Oberfeuerwehrfrau Lina Heger. Zum Hauptfeuerwehrmann wurden befördert: Jens Hellstern und Patrick Sydekum. Alexander Molitor wurde zum Löschmeister befördert. Mit der Traditionsnadel geehrt wurde Jonas Milz für den Übergang von der Jugendfeuerwehr zur aktiven Einsatzabteilung Empfingen. Es gab weitere Ehrungen, so für 15 Jahre Feuerwehrdienst mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Bronze Jens Hellstern (Abteilung Wiesenstetten) und Jochen Seibold (Abteilung Empfingen) für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber, Friedhelm Brändle (Abteilung Wiesenstetten) für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold.