Ralf Banholzer (links) von der Bergwacht und der stellvertretende Kommandant der Feuerwehr Lauterbach, Nigel Broghammer, besprechen die Lage hoch über Lauterbach. Foto: Dold

Viele Lauterbacher rieben sich am Montagabend verwundert die Augen.

Neben Sirenengeheul waren angeseilte Kletterer mit knallgelben Warnwesten unterhalb des Aussichtspavillons am Rabenfelsen im Einsatz. „Das ist hier mal richtig alpines Gelände“, murmelte ein Mitglied der Bergwacht angesichts der steil abfallenden Felsen.

 

Sowohl die Feuerwehr als auch die Rettungskräfte des DRK rückten mit ihren neuen Fahrzeugen aus – von der Albert-Gold-Straße ging es den Imbrand hoch. Mit Volldampf ging es in Richtung des Aussichtspavillons.

Bernd Haas, Kommandant der Feuerwehr Lauterbach, klärt über den Einsatz auf: „Das ist eine gemeinsame Alarmübung von Feuerwehr, DRK und Bergwacht“. Mit der Übung soll die Zusammenarbeit, das gegenseitige Verständnis und das Kennenlernen verbessert werden.

Alkoholisierter Fahrer

Die Übung hatte es in sich. Folgendes Szenario wurde angenommen: Nach einer Feier von fünf Jugendlichen im Aussichtspavillon verwechselte der alkoholisierte Fahrer Rückwärts- und Vorwärtsgang. Dabei fuhr er einen weiteren Jugendlichen an und prallte gegen den Pavillon. Das Auto fing an zu qualmen. Ein weiterer Jugendlicher stürzte 20 Meter ab und blieb verletzt liegen.

Fahrzeug mit Seil gesichert

Die Feuerwehr informierte angesichts des schwer zugänglichen Geländes die Bergwacht. Dieses rückte unter der Leitung von Ralf Banholzer an, das DRK leitete Alexander Haas.

Zum Teil im Laufschritt kamen die Einsatzkräfte zum Ort des Geschehens gerannt. Dort griff rasch ein Zahnrädchen ins andere. Das Fahrzeug wurde mit einem Seil gesichert, damit es nicht abrutschen konnte.

Abseilen zu gefährlich

Die „Verletzten“ wurden in die Obhut des DRK übergeben, die sich rasch um die Personen kümmerten und diese versorgten. Ein weiterer Patient sollte eigentlich in Richtung Imbrander Weg abgeseilt werden. Dort warteten weitere Kräfte des DRK. Letztlich erwies sich das aber als zu schwierig und gefährlich, so dass die Person nach oben transportiert wurde.

Derweil machte sich die Bergwacht mit neuen, mit Wärmebildkameras ausgestatteten Drohnen auf die Suche nach Personen.

Kommandant Bernd Haas zog ein zufriedenes Fazit nach dem Abschluss der Übung: „Es lief gut und das für alle drei Seiten. Die Zusammenarbeit zwischen DRK, Bergwacht und Feuerwehr war hervorragend“, sagte er hinterher. Nach der Übung gab es noch eine gemeinsame Abschlussbesprechung im Feuerwehrhaus.