Das Gruppenbild mit Aktiven, Alterswehr, Jugendfeuerwehr und Kinderfeuerwehrgruppe vermittelt einen Eindruck von der Bedeutung und dem Gewicht der Feuerwehr in der Gesamtgemeinde Bösingen. Dabei sind nicht einmal alle anwesend. Foto: Hölsch

In einem festlichen Rahmen feierte die Jugendfeuerwehr Bösingen-Herrenzimmern in der Festhalle in Bösingen ihr 25 jähriges Bestehen.

„Das sind 25 Jahre wertvolle und sinnvolle Jugendarbeit, die sich daran orientiert, vor allem unseren Mitmenschen in Notsituationen beizustehen und zu helfen,“ so Kommandant Simon Vetter.

 

Am 21. Oktober 1999 wurde die Jugendfeuerwehr Bösingen-Herrenzimmern gegründet. Auf Initiative von ein paar Jugendlichen, die sich beim damaligen Kommandanten Norbert Bihler gemeldet und ihr Interesse an einer Jugendfeuerwehr bekundet hatten. Nach einer erforderlichen Änderung der Feuerwehrsatzung wurde der Wunsch in die Tat umgesetzt.

23 Jugendliche einst

Bei der Gründung waren 23 Jugendliche aus beiden Ortsteilen anwesend, die in die Jugendfeuerwehr eintraten. Von diesen Gründungsmitgliedern sind aktuell immer noch zehn in der aktiven Wehr dabei.

23 Jugendliche aktuell

Zum 25. Geburtstag sind es ebenfalls 23 Jungen und Mädchen im Alter zwischen zehn und 17 Jahren, die sich für das Thema Feuerwehr begeistern: acht Mädchen und 15 Jungs.

Doch es blieb nicht nur bei der Jugendfeuerwehr. 2018 wurde auf Initiative des damaligen Kommandanten Thilo Bippus eine Kinderfeuerwehr gegründet. Zehn Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren konnte man dafür begeistern. Auch dieser Schritt war ein richtiger, sind doch aktuell einige bei der Jugendfeuerwehr.

13 Kinder

13 Kinder sind mit Feuereifer dabei und werden spielerisch an das Thema Feuerwehr herangeführt.

All das wäre aber nichts ohne Jugendleiter und Betreuer. Dafür bedankten sich Kommandant Simon Vetter und Jugendwart Mario Wehl bei den Kameraden für ihren zusätzlichen Dienst mit dem Nachwuchs.

Mit Banholzer und Banholzer

Bei der Kinderfeuerwehr engagieren sich seit Anfang an neben Leiter Oliver Banholzer noch Verena Banholzer, die als pädagogische Fachkraft dafür bestens geeignet ist. Sie ist kein Mitglied der Feuerwehr, hält aber den Kindern die Treue.

Jugendwart Mario Wehl gab ein ausführlichen Bericht über die Jugendarbeit. Die 23 Jugendlichen wurden in zwei Gruppen aufgeteilt.

Ehrenkommandant Norbert Bihler gab ein ausführlichen Bericht über die Entstehung der Jugendfeuerwehr. Bürgermeister Peter Schuster wertete die Einrichtung einer Jugendfeuerwehr als eine Entscheidung mit Weitblick. Ohne Nachwuchs gehe es nicht. Die Feuerwehr in der Gemeinde stehe gut da, sei gut angesehen und technisch gut ausgerüstet.

Know-how, Kameradschaft

Die Jugendfeuerwehr ist verzahnt mit der aktiven Feuerwehr. In den Proben werden mit den Jugendlichen dieselben Themen behandelt wie bei der aktiven Feuerwehr. Es sind gemeinsame Übungen mit Nachbar-Jugendfeuerwehren und gemeinsame Übungen mit der Einsatzabteilung angesetzt. Bei der Feuerwehr gehe es vor allem aber auch um Kameradschaft, so der stellvertretende Kreisjugendwart Andreas Roth.

Andreas Roth (links) würdigt Oliver Banholzer für dessen außergewöhnliches Engagement. Foto: Hölsch

Für außergewöhnliches Engagement und Verdienste um den Aufbau und die Förderung der Jugendfeuerwehr in Baden-Württemberg überreichte Andreas Roth Oberbrandmeister Oliver Banholzer die Landesehrennadel BW in Silber.

Im Anschluss wurden die neuen Wetterschutzjacken an die Jugendfeuerwehr und Basecaps an die Kinderfeuerwehr ausgegeben. Schöne Gespräche und ein gemütliches Beieinander mit Getränken und Häppchen rundeten die Feierstunde ab. Über dem Beamer lief eine Fotoschau.