Jubilare, Funktionäre und Ehrengäste der Bad Wildbader Feuerwehr stellten sich zum Erinnerungsfoto auf: Heini Günthner (von links), Michael Rentschler, Karl Schwerdtle, Gerhard Fischer, Herbert Hartmann, Heiko Friedrich, Walter Schmid, Kevin Schmidt, Markus Fritsch, Bernd Meyer und Ursula Jahn-Zörens. Foto: Bernd Helbig

Neben Wahlen standen bei der Feuerwehr in Bad Wildbad Ehrungen und Beförderungen auf dem Programm der Jahreshauptversammlung. Zur Sprache kam dabei das fehlende Löschwasser.

Ehrungen, Beförderungen und die Wahl des stellvertretenden Kommandanten waren die Topthemen bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Wildbad. Neben den Abordnungen der Stadtteilfeuerwehren sind auch Bürgermeisterstellvertreterin Ursula Jahn-Zörens, Kreisbrandmeister Bernd Meyer, Markus Fritsch vom Kreisfeuerwehrverband sowie Vertreter von Deutschem Roten Kreuz, der Polizei und der Feuerwehren aus der Umgebung mit dabei gewesen.

 

Rückblick Kommandant Michael Rentschler blickte zurück „auf ein Jahr voller Herausforderungen, Entwicklungen und besonderer Momente“. Es sei nicht einfach gewesen, die Verantwortung für die Führung der Feuerwehr wahrzunehmen, parallel dazu eine Ausbildung zu machen und obendrein der eigenen Familie gerecht zu werden. Der Dienstbetrieb in Wildbad sei trotz seiner Abwesenheit weiter gelaufen, nicht zuletzt dank seines Stellvertreters Gerhard Wurster.

Wie Rentschler berichtete, begann das Jahr 2025 kurz nach Mitternacht mit einem Dachstuhlbrand in Enzklösterle. Zum breiten Spektrum der Einsätze gehörte auch die Rettung eines Gleitschirmfliegers nach dessen missglückter Landung auf dem Sommerberg. Im Mai kam es nach einem Gewitter zu einem Großbrand im Ortsteil Meistern, bei dem alle Wildbader Abteilungen im Einsatz waren.

Dieser Einsatz habe aber auch klar gezeigt, „so gut unsere Ausbildung auch ist, und so modern unsere Fahrzeuge sind, ohne ausreichendes Löschwasser stoßen wir an unsere Grenzen“. Aufgrund des Wassermangels sei ein Totalverlust des betroffenen Objekts nicht zu verhindern gewesen, klagte Rentschler.

Zusammenarbeit mit Nachbarwehren intensiviert

Er hoffe sehr, dass dieses Thema weiter im Fokus des Bauamts bleibe und an kritischen Stellen im Stadtgebiet Lösungen geschaffen würden. Die Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren in Enzklösterle und Höfen sei weiter intensiviert worden. Ziel sei es, auch tagsüber eine verlässliche Einsatzbereitschaft sicherzustellen.

Dank der Stadt Dank für die Arbeit sagte Ursula Jahn-Zörens namens der Stadt. „Dass es an Löschwasser mangelt ist ein großes Problem und das müssen wir im Auge behalten“, bekräftigte die Stadträtin. Sie rechne damit, dass bald Vorschläge vorgestellt würden.

Beförderungen Weil sie an Ausbildungen teilgenommen hatten, wurden etliche Feuerwehrleute befördert. Zum Feuerwehrmann wurden Simon Kappel, Johannes Bäuerle, Awet Kahsaya Abraha und Romans Peregrimovs befördert, zum Oberfeuerwehrmann Nils Seyfried und zum Hauptfeuerwehrmann Marco Ruof, Kevin Schmidt, Nicolay Szielasko, Josip Babic und Patrik Medvidovic. Weiter Tatjana Gansor zur Löschmeisterin und Reinhard Klaube zum Löschmeister sowie Katharina Peschel zur Oberlöschmeisterin.

Wahl Turnusmäßig war der stellvertretende Kommandant zu wählen. Der bisherige Vize, Gerhard Wurster, trat nicht mehr an.

Oliver Eder (Dritter von links) ist der neue stellvertretende Kommandant der Bad Wildbader Feuerwehr. Zum Wahlsieg gratulierten Bernd Meyer (von links), Michael Rentschler, Markus Fritsch, Ursula Jahn-Zörens und Gerhard Wurster. Foto: Bernd Helbig

Einziger Bewerber war Oliver Eder von der Feuerwehrabteilung Calmbach. Von den 62 Wahlberechtigten stimmten 53 für Eder.

Ehrungen Kreisbrandmeister Bernd Meyer und Kommandant Michael Rentschler ehrten langjährige verdiente Feuerwehrleute. Sie zeichneten Brandmeister Heiko Friedrich für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Landes Baden-Württemberg in Silber und Oberfeuerwehrmann Kevin Schmidt für 15 Jahre aktiven Feuerwehrdienst mit dem Ehrenzeichen in Bronze aus.

Herbert Hartmann seit 72 Jahren bei der Feuerwehr

Ehrungen des Kreises Calw für verdiente Alterskameraden hatte Markus Fritsch vom Kreisfeuerwehrverband im Gepäck. Das Ehrenzeichen in Bronze, für 55 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr, verlieh Fritsch an Alfred Litzner, Gerhard Fischer, Hans Gauss, Hans Roller und Walter Schmid. Das Ehrenzeichen in Silber gab es für Heini Günthner, der seit 60 Jahren dabei ist. Und für mehr als 65 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr verlieh Fritsch das Ehrenzeichen in Gold an Karl Schwerdtle und Herbert Hartmann. Der 92 Jahre alte Hartmann ist seit 72 Jahren bei der Feuerwehr und einer der ältesten Feuerwehrmänner im Kreis Calw.