Der Ausbildungsstand bei der Bad Liebenzeller Feuerwehr ist gut bis sehr gut. Das war unter anderem bei der Hauptversammlung zu erfahren.
Die Freiwillige Feuerwehr Bad Liebenzell zählt mit ihren Abteilungen Bad Liebenzell, Unterhaugstett, Monakam, Möttlingen, Unterlengenhardt und Maisenbach-Zainen 158 Mitglieder. Sie verzeichnete im Jahr 2025 nach den Ausführungen von Thomas Bäuerle 92 Einsätze. Sechs mehr wie im Jahr zuvor, dabei, so der Gesamtwehr -Kommandant, hätten sich die Einsatzzeiten auf 1549 Stunden erhöht.
Zeit, Kraft und Nerven
„Eine Wehr braucht klare Strukturen und verlässliche Abläufe“ betonte Bäuerle. Ein wichtiger Punkt ist die Logistik, Beschaffung von Material und der große Bereich Dokumentation. Weitere Tätigkeiten wie Öffentlichkeitsarbeit, Nachwuchsgewinnung, Kameradschaftspflege sowie Verwaltungs- und Finanzaufgaben sind entscheidend für das langfristige Bestehen und die Stärke einer Feuerwehr. „Ein Kommandant ist nicht nur im Dienst wenn ein Einsatz läuft, seine Arbeit beginnt oft dann, wenn andere Feierabend haben“, blickt Bäuerle auf wöchentlich fünf bis 20 Stunden. „Was man nicht messen kann ist die Verantwortung. Dieses Amt ist kein Titel, sondern eine Aufgabe, die Zeit, Kraft und Nerven kostet.“
Spätestens nach dieser Aussage war herauszuhören, dass Bäuerle bei der nächsten Hauptversammlung am 10. April 2027 sein Amt zur Verfügung stellen wird.
Sein Stellvertreter Jens Scholtz informierte über einen Schnitt von 22 Übungsdiensten pro Abteilung und bezeichnete den Ausbildungsstand als gut bis sehr gut. Weitere Kernpunkte waren die Weiterbildung, das vorstellen des Fahrzeugs, Beschaffungsplan und die kulturellen Höhepunkte, mit denen die Feuerwehr auch aktiv Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Kritik übte Schlotz an diversen Rechnungstellungen von Seiten der Verwaltung und bat darum, diese zu überdenken.
59 Funkgeräte
Der Zweite Stellvertreter Simon Nonnenmann berichtete unter anderem über die neue Alarm und Ausrückeverordnung um die fehlenden Eskalationsstufen sowie die Anschaffung von 59 Funkgeräten, mit denen das Thema Digitalfunk abgeschlossen werden konnte.
In seinem letzten Kassenbericht legte Manuel Zimmermann einen leichten Rückgang auf der Habenseite vor, als Nachfolger übernimmt Moritz Walter bis zu den offiziellen Wahlen 2027.
„Aktuell gehören 26 Jugendliche im Alter zwischen neun und 15 Jahren der Jugendfeuerwehr an“, berichtete Lukas Ostrowsk. Darunter befänden sich sechs Mädchen. Die Jugendarbeit sei einer der Pools, aus denen die Feuerwehr ihren Nachwuchs schöpfe, mahnte der Jugendwart mehr Unterstützung an.
Durchschnittsalter: 38 Jahre
„Wir können trotz knapper Kassen auf ein gutes Jahr unserer Feuerwehr zurückblicken“, lobte Sebastian Kopp. „Wir – Feuerwehr und Verwaltung – werden zusammenstehen müssen, um die anstehenden Themen zu bewältigen“. Man werde gemeinsam für die Bevölkerung da sein. Dies würden die Menschen erwarten „und das werden wir auch in diesem Jahr hinbekommen“, schloss der stellvertretende Bürgermeister. Das Durchschnittsalter in der Bad Liebenzeller Wehr beträgt 38 Jahre. Durchschnittsdienstzeit sind 15 Jahre. Die Eintreffzeiten von acht Minuten wurden erreicht, wurde des Weiteren informiert.
Die Wehr wurden bei der Hauptversammlung um vier neue Mitglieder erweitert. Jan Kälbly und Lukas Gengenbach (Abteilung Bad Liebenzell), Hannes Issler (Abteilung Unterlengenhardt), und Patricia Ring (Abteilung Maisenbach-Zainen) wurden per Handschlag verpflichtet.
Besondere Ehrung für Feuerwehr-Original Ulrich Humrich
Beförderungen
Benjamin Hess, Julian Bensch, Saskia Weippert, Markus Michalk, Moritz Walter und Jens Burkhardt wurden zum Feuerwehrmann/frau befördert, Madlene Richter, Jonathan Klaka, Robin Niewerth, Marvin Schreiber, Niklas Gengenbach, Moritz Läpple, Benjamin Rutloff, Ewald Wädt, Matthias Mohr und Florian Klein werden als Oberfeuerwehrmann/frau geführt. Eine Stufe weiter (Hauptfeuerwehrmann/frau) kletterten Lukas Ostrowski, Michael Krauss Petersen, Dominik Kraft, Marcel Voigt, Manuela Weiss, Samuel Hirschberger, Pascal Pooch und Susanne Blank. Als neue „Löschmeister“ treten Mario Rügen, Marcel Maisenbacher und Guido Wolf in die Verantwortung, Oberlöschmeister darf sich Andreas Kalmbach von der Abteilung Unterlengenhardt nennen. Rainer Hess (Abteilung Bad Liebenzell) und Marco Hoffmann (Abteilung Unterhaugstett) wurden beide vom Oberlöschmeister zum Hauptlöschmeister befördert, dazu bekam die Kurstadt mit Markus Ziegler von der Abteilung Maisenbach Zainen einen neuen Oberbrandmeister. Einen weiteren Block nahm die Auszeichnung mit dem Feuerwehr Ehrenzeichen in Bronze (15) in Silber (25) und Gold (40) Jahre ein. Bei der ersten Zahl wurden Andreas Kalmbach, Dejan Kraft, Hanno Rexer und Guido Wolf auf die Bühne gerufen, ihnen folgten Andreas Weiss (Möttlingen), Martin Berger und Mike Schächinger (beide Maisenbach-Zainen). Über Gold für 40 Jahre durfte sich Volker Stoll von der Abteilung Maisenbach-Zainen freuen. Rainer Zillinger, stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Calw, konnte an den 72-jährigen und 1982 in die Wehr eingetreten Oberbrandmeister Hermann Münster die Ehrenzugehörigkeit verleihen. Eine besondere Ehrung erfuhr das über die Grenzen hinaus bekannte Bad Liebenzeller Feuerwehr-Original Ulrich Humrich. „Es ist mir eine persönliche Freude, dir die Ehrenmedaille des Landes Baden-Württemberg zu verleihen“, erklärte der Schömberg zu dem 1958 in die Bad Liebenzeller Wehr eingetreten Brandmeister der viele Jahre auch als Ausbilder tätig war. Verabschiedet wurden von Thomas Bäuerle der langjährige stellvertretende Abteilungsleiter der Feuerwehr Möttlingen, Andreas Seidt (20 Jahre), und der Abteilungskommandant von Monakam Tizian Holler (zehn Jahre).