Brennende Wohnwagen an der B462 haben am Dienstag für einen Großeinsatz gesorgt. Sieben Menschen verloren ihr Obdach. Wir haben die neusten Erkenntnisse.
Der Brand war in den frühen Morgenstunden hinter einem Wohngebäude ausgebrochen. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften konnte Schlimmeres verhindern und das Gebäude vor den Flammen schützen.
Wie sich herausgestellt hatte, waren die Wohnwagen von einer Schaustellerfamilie bewohnt. Sechs Erwachsene und ein Kind wurden dem Rettungsdienst übergeben, zwei Personen erlitten eine Rauchgasvergiftung.
Sie haben durch den Brand kurz vor Weihnachten ihr Obdach verloren. Wo sind sie nun untergekommen? Auf Nachfrage bei der Stadt Rottweil heißt es, Fachbereichsleiter Bernd Pfaff habe bereits vor Ort mit dem Hausverwalter klären können, dass dieser eine leerstehende Wohnung in unmittelbarer Nähe zur Verfügung stellt.
Man sei erleichtert darüber, dass die verschiedenen Feuerwehren sehr schnell vor Ort waren und Schlimmeres verhindert werden konnte.
Polizei geht von technischem Defekt aus
Auf Nachfrage bei der Polizei zu den Ermittlungen nach der Brandursache erklärt Fabian Herkommer, Sprecher im Präsidium Konstanz, man gehe nach bisherigen Erkenntnissen von einem technischen Defekt aus. Es gebe aktuell keine Hinweise auf ein Verschulden Dritter. Ein gesichertes Ergebnis gebe es jedoch noch nicht. Weitergehende Brandermittlungen seien derzeit nicht vorgesehen. Eine Nachbarin hatte unserer Redaktion gegenüber von einem lauten Knall berichtet.
Es gab einen Mietvertrag
Zur Frage, ob die Wohnwagen dort dauerhaft bewohnt werden durften, sagt der Polizeisprecher: „Der Wohnaufenthalt in den Wohnwägen war nach bisherigem Kenntnisstand gestattet. Es besteht ein Mietvertrag zwischen Bewohnern und dem Grundstückseigentümer. Die Prüfung dieses Mietvertrages steht aber noch aus.“
Neben zwei Wohnwagen war von dem Brand auch ein Lkw betroffen. Durch die Hitze wurde auch das Gebäude in Mitleidenschaft gezogen. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf etwa 150 000 Euro.