Der stellvertretende Abteilungskommandant Tino Unmüßig (von links), der Kommandant Benjamin Jones und der Abteilungskommandant Frank Treiber wurden vom Gemeinderat auf ihren Posten bestätigt. Quelle: Unbekannt

Das neue Teleskopmastfahrzeug TM-32 der freiwilligen Feuerwehr Althengstett ist mittlerweile oft im Einsatz. Die knapp 700 000 Euro teure Investition lohnt sich also. Auch sonst sind die Feuerwehrleute momentan gut ausgerüstet. Perspektivisch werden aber weitere Investitionen notwendig.

Althengstett - Vor rund zwei Wochen gelangte die Freiwillige Feuerwehr Althengstett zu bundesweiter Aufmerksamkeit. Das hatte aber wahrscheinlich weniger mit der zweifelsohne hervorragenden Arbeit der Feuerwehrleute zu tun. Es lag wohl vielmehr an dem Photovoltaik-Speicher, der in Brand geraten war und explodierte. Die Brandursache wurde zum Politikum.

Die Feuerwehrleute interessierte das wenig. Kommandant Benjamin Jones ging bei seinem Bericht vor dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung nur kurz auf den Vorfall ein. Über die genaue Brandursache wisse man noch nichts Näheres. Das Gutachten stehe noch aus.

In diesem Jahr schon 16 Einsätze absolviert

115 Angehörige habe die Gesamtwehr aktuell, freute sich Jones über den hohen Personalstand. 55 davon in der Althengstetter Abteilung, 25 in Ottenbronn, 28 in der Jugendfeuerwehr und sieben in der Altersabteilung. In diesem Jahr habe man schon 16 Einsätze absolviert. Darunter seien drei Brände und acht technische Hilfeleistungen gewesen. Im vergangenen Jahr habe man 37 Mal ausrücken müssen.

Vergangenen Herbst habe man endlich wieder zu Präsenzübungen zurückkehren können. Davor hätten die Übungen online stattgefunden. Besonders stolz war Jones auf das Angebot der Jugendfeuerwehr während der Pandemie. Hier hätten sich viele eingebracht, um den Jugendlichen interessante und interaktive Onlineangebote zu bieten. Dies sei im Landkreis ein einmaliges Angebot gewesen.

Schulung für die Tunnelbrandbekämpfung

2021 habe man zudem den Digitalfunk in Betrieb genommen. Ein paar Kameraden seien in der Schweiz zu einer Schulung für die Tunnelbrandbekämpfung gewesen. So könne man zukünftig die Tunnel der Hermann-Hesse-Bahn betreuen. Außerdem sei die Ausrückeordnung der Stadt Calw für die Hubrettung geändert worden.

Der Grund hierfür ist das neue Fahrzeug der Althengstetter. Das Teleskopmastfahrzeug (TM) ist jetzt hier aufgenommen. Seit man es vor eineinhalb Jahren in Betrieb genommen habe, sei es schon sechs Mal im Einsatz gewesen. Oft unterstütze man das Rote Kreuz bei der Personenrettung in höheren Gebäuden.

Ersatz für Löschgruppenfahrzeug muss her

In Zukunft stünden aber weitere Investitionen auf dem Plan, so Jones. Ein Ersatz für das Löschgruppenfahrzeug (LF-16) müsse her. Das momentane Modell sei mittlerweile 24 Jahre alt. Wegen der langen Lieferzeiten solle man sich hier rechtzeitig drum kümmern. Auch in die Planung eines Neubaus des Gerätehauses in Ottenbronn müsse man einsteigen. Das jetzige Gebäude werde den aktuellen Anforderungen nicht gerecht.

Lothar Kante (SPD) und Thomas Schmidt (FWV) dankten den Feuerwehrleuten für ihr Engagement. Beide erkundigten sich danach, ob die Feuerwehr für die Tunnelbrandbekämpfung eine spezielle Ausrüstung brauche. Langzeitatemschutzgeräte würden hier benötigt, so Jones. Diese finanziere aber der Zweckverband. Für den Hacksbergtunnel gebe es schon ein Brandschutzkonzept. Für die anderen beiden Tunnel solle bald eines erstellt werden.

Jones wurde im April für fünf Jahre erneut zum Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr gewählt. Frank Treiber ist seit März der Kommandant der Abteilung Althengstett, Tino Unmüßig sein Stellvertreter. Der Gemeinderat bestätigte alle drei Personalien einstimmig.